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	<title>Schuhfabrik Steinhoff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in AhlenWiki</subtitle>
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		<id>https://ahlenwiki.de/index.php?title=Schuhfabrik_Steinhoff&amp;diff=10142&amp;oldid=prev</id>
		<title>WikiSysop: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Vorlage:Firmen |Logo            = |Strasse         = Lütkeweg 52 |PLZ             = 4730 |Ort             = Ahlen |Telefon         =  |Fax             = |Mail            =  |Internet        =  |Inhaber         = Heinrich Steinhoff; &lt;br/&gt;Theodor Sudhoff; &lt;br/&gt;Hermann Hürkamp; &lt;br/&gt;Theodor Seelige-Steinhoff; &lt;br/&gt;Hedwig Seelige-Steinhoff; &lt;br/&gt;Burghard Seelige-Steinhoff |Branche         = Schuhfabrik |ISIN            = |Gründungsdatum  = 1898 |Auflösu…“</title>
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		<updated>2026-05-03T11:10:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „{{Vorlage:Firmen |Logo            = |Strasse         = Lütkeweg 52 |PLZ             = 4730 |Ort             = Ahlen |Telefon         =  |Fax             = |Mail            =  |Internet        =  |Inhaber         = Heinrich Steinhoff; &amp;lt;br/&amp;gt;Theodor Sudhoff; &amp;lt;br/&amp;gt;Hermann Hürkamp; &amp;lt;br/&amp;gt;Theodor Seelige-Steinhoff; &amp;lt;br/&amp;gt;Hedwig Seelige-Steinhoff; &amp;lt;br/&amp;gt;Burghard Seelige-Steinhoff |Branche         = Schuhfabrik |ISIN            = |Gründungsdatum  = 1898 |Auflösu…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Vorlage:Firmen&lt;br /&gt;
|Logo            =&lt;br /&gt;
|Strasse         = Lütkeweg 52&lt;br /&gt;
|PLZ             = 4730&lt;br /&gt;
|Ort             = Ahlen&lt;br /&gt;
|Telefon         = &lt;br /&gt;
|Fax             =&lt;br /&gt;
|Mail            = &lt;br /&gt;
|Internet        = &lt;br /&gt;
|Inhaber         = Heinrich Steinhoff; &amp;lt;br/&amp;gt;Theodor Sudhoff; &amp;lt;br/&amp;gt;Hermann Hürkamp; &amp;lt;br/&amp;gt;Theodor Seelige-Steinhoff; &amp;lt;br/&amp;gt;Hedwig Seelige-Steinhoff; &amp;lt;br/&amp;gt;Burghard Seelige-Steinhoff&lt;br /&gt;
|Branche         = Schuhfabrik&lt;br /&gt;
|ISIN            =&lt;br /&gt;
|Gründungsdatum  = 1898&lt;br /&gt;
|Auflösungsdatum = 1985&lt;br /&gt;
|Auflösungsgrund = Auflösung des Unternehmens&lt;br /&gt;
|Breite          = &lt;br /&gt;
|Laenge          = &lt;br /&gt;
|Zoom            = 17&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schuhfabrik Steinhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine der bedeutendsten Schuhfabriken in [[Ahlen]] und später in [[Vorhelm]]. Das Unternehmen wurde 1898 als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schuhfabrik Steinhoff &amp;amp; Sudhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gegründet und entwickelte sich neben der [[Schuhfabrik Tovar]] zu einem der wichtigsten Betriebe der Ahlener Schuhindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe ihrer Geschichte firmierte die Firma unter verschiedenen Namen, darunter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinhoff &amp;amp; Sudhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinhoff &amp;amp; Hürkamp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinhoff KG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, später im Vertriebsbereich unter anderem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interline&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Isko Mode GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schuhbox GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die Firma bestand bis 1985.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot;&amp;gt;Rolf Schorfheide: &amp;#039;&amp;#039;Wie der Aal unter die Sohle kam. Ahlen und seine Schuhindustrie&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von der Stadt Ahlen, Ahlen 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung als Steinhoff &amp;amp; Sudhoff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schuhfabrik wurde 1898 von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Steinhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Sudhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gegründet. Beide stammten aus Ahlener Handwerkerfamilien und waren vermutlich Schuhmachermeister. Der erste Standort befand sich an der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weberstraße 1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Kurz nach der Gründung zog der Betrieb in angemietete Räume am &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lütkeweg 52&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Produziert wurden zunächst vor allem Bergarbeiter- und Landarbeiterschuhe. Damit knüpfte das Unternehmen an den regionalen Bedarf an robustem Arbeitsschuhwerk an, der durch Industrie, Bergbau und Landwirtschaft geprägt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 kaufte die Firma die Gebäude am Lütkeweg. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte der Betrieb etwa 20 Personen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinhoff &amp;amp; Hürkamp ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 schied Theodor Sudhoff aus dem Unternehmen aus. An seine Stelle trat &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Hürkamp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die Firma wurde daraufhin in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schuhfabrik Steinhoff &amp;amp; Hürkamp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 verließ auch Hermann Hürkamp den Betrieb. Im selben Jahr trat der 16-jährige Stiefsohn Heinrich Steinhoffs, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Seelige&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in die Firma ein. Er begann zunächst als einfacher Arbeiter und wurde später unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Seelige-Steinhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zur prägenden Unternehmerpersönlichkeit des Betriebs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] stellte Steinhoff &amp;amp; Hürkamp Militärschuhe für das Heer her. In den letzten Kriegsjahren litt die Produktion unter Arbeitskräfte- und Materialmangel. Der Betrieb wurde infolge der Kriegswirtschaft zeitweise weitgehend stillgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 nahm die Firma die volle Produktion wieder auf. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte sie 27 Arbeitskräfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau in den 1920er Jahren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg profitierte die Schuhfabrik zunächst von der starken Nachfrage. 1921 begann der Bau eines neuen Fabrikgebäudes am Holzweg, durch das die Betriebsfläche verdoppelt wurde. 1922/1923 folgten weitere Erweiterungsbauten am Lütkeweg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tagesproduktion lag Anfang der 1920er Jahre bei etwa 450 bis 500 Paar Schuhen. 1923 stieg die Beschäftigtenzahl auf etwa 80 Personen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 begann außerdem der Bau eines weiteren Fabrikgebäudes an der Ecke &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beckumer Straße / Rottmannstraße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Dieses Projekt wurde jedoch durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der folgenden Jahre belastet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Weltwirtschaftskrise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1920er Jahre geriet die Firma wie die gesamte Ahlener Schuhindustrie unter Druck. 1925 lag die Tagesproduktion zwar noch bei über 800 Paar Schuhen, doch führten geschäftliche Verluste 1927 zum Verkauf des Grundstücks und Rohbaus an der Beckumer Straße/Rottmannstraße. Später entstand dort die Berufsschule.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Steinhoff zog sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Geschäftsführung zurück. Die Leitung lag nun bei seinen Söhnen Theo, Heinz und Karl.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Weltwirtschaftskrise wurde in der Schuhfabrik zeitweise nur an einem Tag in der Woche produziert. 1931 sank die Tagesproduktion auf etwa 400 Paar. 1933 beschäftigte der Betrieb nur noch 51 Arbeitskräfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufschwung in der NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 wurde die Firma in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Hauptgesellschafter wurde &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Seelige-Steinhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. In dieser Zeit firmierte das Unternehmen als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinhoff &amp;amp; Hürkamp KG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise später als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinhoff KG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatliche Aufträge zur Ausstattung der Wehrmacht mit Militärschuhen führten zu einem deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Beschäftigtenzahl stieg 1934 wieder auf etwa 100 Personen. In den folgenden Jahren wuchs die Produktion weiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 starb Firmengründer Heinrich Steinhoff im Alter von 62 Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 begann das Unternehmen mit dem Bau eines neuen Fabrikgebäudes an der Eisenbahnlinie in [[Vorhelm]]. 1939 war die Tagesproduktion auf etwa 1000 Paar Schuhe gestiegen; die Beschäftigtenzahl lag bei rund 220 Personen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] produzierte die Steinhoff KG fast ausschließlich Schuhe und Stiefel für die Wehrmacht. Dazu gehörten unter anderem Militärstiefel und Filzstiefel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 wurde der Firmenname in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinhoff KG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geändert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Krieg nutzte die Firma zusätzliche Werke und Lagerflächen. Die Zuschneiderei wurde in ein Werk an der Beckumer Straße verlegt, während ein weiteres Werk an der Ostbredenstraße als Bodenlederlager und Stanzerei diente.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde die Produktion nach der Besetzung zunächst stillgelegt, im Juni aber wieder aufgenommen. Der Betrieb beschäftigte zu diesem Zeitpunkt etwa 160 Arbeitskräfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit und Umstellung auf modische Schuhe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg nahm die Firma zunächst die Produktion dringend benötigter Arbeitsschuhe wieder auf. In der Nachkriegszeit fertigte Steinhoff unter anderem Schuhe für Bergarbeiter und andere Sonderkontingente.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Währungsreform 1948]] änderten sich die wirtschaftlichen Bedingungen. Das Unternehmen stellte sich nun stärker auf modische Herren- und Damenschuhe um. Neben Arbeits- und Berufsschuhen wurden auch Straßen-, Damen-, Jugend- und Sportschuhe angeboten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlagerung nach Vorhelm ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 verlagerte die Firma ihren Sitz nach [[Vorhelm]]. Dort entstand das neue Werk I am Bahnhof Vorhelm. Gleichzeitig blieb der alte Standort am Lütkeweg in Ahlen zunächst als Werk II bestehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Oktober 1949 wurde die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schuhvertriebsgesellschaft m.b.H.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in Vorhelm gegründet. Sie übernahm den Vertrieb der Steinhoff-Produkte. Zu dieser Zeit beschäftigte das Unternehmen insgesamt etwa 400 Personen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wegzug nach Vorhelm war für Ahlen wirtschaftlich spürbar, da die Stadt Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen verlor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod Theodor Seelige-Steinhoffs ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 starb &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theodor Seelige-Steinhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Alter von nur 49 Jahren. Sein Tod traf das Unternehmen in einer wichtigen Umbruchphase. Die Firma hatte gerade den neuen Standort in Vorhelm bezogen und befand sich in der Umstellung auf die neuen Marktbedingungen der Nachkriegszeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod übernahm seine Frau &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hedwig Seelige-Steinhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Firmenleitung. Später wurde ein externer Geschäftsführer eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätere Entwicklung und Vertriebsgesellschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 übernahm der 33-jährige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burghard Seelige-Steinhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die Leitung des Betriebs. Die deutsche Schuhindustrie geriet in den 1960er Jahren zunehmend unter Druck durch ausländische Konkurrenz und veränderte Verbrauchergewohnheiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma Steinhoff wandelte sich schrittweise von einer produzierenden Schuhfabrik zu einer Handels- und Vertriebsgesellschaft. Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interline-design 68&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurden Schuhe vertrieben, die im Ausland hergestellt wurden. Die Interline hatte Handelsvertretungen unter anderem in Holland, der Schweiz, Frankreich, Österreich und Skandinavien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 trat an die Stelle der Interline die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Isko Mode GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Internationale Schuh-Kollektion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. 1982 wurde die Isko Mode GmbH aufgelöst und die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schuhbox GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1985 wurde auch dieses Unternehmen aufgelöst. Damit endete die Geschichte der Schuhfabrik Steinhoff nach 87 Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Firmennamen und Unternehmensphasen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Zeitraum !! Name / Phase !! Bemerkung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1898–1909 || Steinhoff &amp;amp; Sudhoff || Gründungsfirma von Heinrich Steinhoff und Theodor Sudhoff&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1909–1934/1941 || Steinhoff &amp;amp; Hürkamp || Nach Eintritt Hermann Hürkamps&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab 1934/1941 || Steinhoff KG || Kommanditgesellschaft, später offizieller Firmenname&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab 1949 || Schuhvertriebsgesellschaft m.b.H. || Vertriebsgesellschaft in Vorhelm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ca. 1967–1977 || Interline / Interline-design 68 || Vertriebsphase mit im Ausland produzierten Schuhen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1977–1982 || Isko Mode GmbH || Internationale Schuh-Kollektion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1982–1985 || Schuhbox GmbH || letzte Unternehmensphase&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standorte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Standort !! Zeitraum !! Bemerkung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Weberstraße 1 || ab 1898 || erster Standort der Firma Steinhoff &amp;amp; Sudhoff&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lütkeweg 52 || ab ca. 1898/1905 || Hauptstandort in Ahlen, später Werk II&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Holzweg || ab 1921 || geplanter/errichteter Erweiterungsbau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beckumer Straße / Rottmannstraße || ab 1923 geplant || Rohbau später an die Stadt verkauft; spätere Berufsschule&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beckumer Straße || Zweiter Weltkrieg || Werk II, Zuschneiderei und Oberlederlager&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ostbredenstraße || Zweiter Weltkrieg || Werk III, Bodenlederlager und Stanzerei&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bahnhof Vorhelm || ab 1949 || Werk I und späterer Firmensitz&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschäftigte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr / Monat !! Beschäftigte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| März 1905 || 19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1906 || ca. 20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1908 || ca. 30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Juni 1918 || 32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Juli 1919 || 27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1923 || 80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dezember 1925 || ca. 80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Februar 1926 || ca. 55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| März 1927 || 89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| März 1928 || 88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| März 1929 || 73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| März 1930 || 72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| März 1931 || 77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| März 1932 || 59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| März 1933 || 51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ende 1933 || ca. 75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| April 1934 || 100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| April 1935 || 98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || 220&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| November 1940 || 100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Januar 1945 || 280&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Juni 1945 || 160&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Juli 1945 || 150&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| November 1946 || 189&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dezember 1946 || 190&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dezember 1948 || 184&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dezember 1949 || ca. 400&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1951 || ca. 300&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1962 || 300&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985 || Auflösung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Tagesproduktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1922 || ca. 450 Paar Schuhe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 || ca. 830 Paar Schuhe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1931 || ca. 400 Paar Schuhe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939/40 || ca. 1000 Paar Schuhe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1949 || ca. 2000 Paar Schuhe im Ahlener Werk II und Vorhelmer Werk I&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produkte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma Steinhoff produzierte im Laufe ihrer Geschichte unterschiedliche Schuharten. In der Frühzeit standen Bergarbeiter- und Landarbeiterschuhe im Vordergrund. Während der Weltkriege wurden Militärschuhe gefertigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erweiterte das Unternehmen sein Sortiment um Herren-, Damen-, Jugend-, Sport- und Arbeitsschuhe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Produktbezeichnungen und Marken aus dem Umfeld der Firma waren unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marke Steinhoff unverwüstlich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Westfalenstolz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jugendstiefel Klettermax&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Interline-design 68&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schuhfabrik Steinhoff war neben der Schuhfabrik Tovar einer der wichtigsten Betriebe der Ahlener Schuhindustrie. Sie steht für den Aufstieg der Branche aus handwerklichen Anfängen, für die starke Bedeutung der Arbeitsschuhproduktion, aber auch für die späteren strukturellen Probleme der deutschen Schuhindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit bis zu etwa 400 Beschäftigten nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Steinhoff zu den größten Schuhbetrieben im Raum Ahlen/Vorhelm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schorfheide&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Links ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wie der Aal unter die Sohle kam - Ahlen und seine Schuhindustrie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schuhindustrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industriegeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>WikiSysop</name></author>
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