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'''Johannes Kerkmann''' (* 1. Mai 1837; † 28. September 1919) war ein Ahlener [[Klempner]] und Unternehmer. Gemeinsam mit seinem Bruder [[Heinrich Kerkmann]] gehörte er zu den Gründern der später als '''Kerkmannwerke''' bekannten Firma [[J. u. H. Kerkmann]]. Er zählt zu den frühen prägenden Gestalten der [[Emailleindustrie in Ahlen]]. | |||
Johannes Kerkmann absolvierte Anfang der 1850er Jahre bei [[Wilhelm Brock]] in Ahlen eine Klempnerlehre. Nach deren Abschluss ging er auf Wanderschaft und arbeitete in verschiedenen Betrieben, unter anderem in Remscheid. Dort kam er wahrscheinlich bereits mit der Technik der Emailleverarbeitung in Berührung.<ref>Wolfgang Muth: ''Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt''. Ahlen 1989, S. 79–80.</ref> | |||
Am 1. April 1863 gründete er zusammen mit seinem Bruder Heinrich Kerkmann in Ahlen einen eigenen Betrieb zur Herstellung verzinnter Kochgeschirre. Aus diesem Unternehmen gingen später die Kerkmannwerke hervor, die zu den wichtigsten Betrieben der Ahlener Emailleindustrie wurden.<ref>Wolfgang Muth: ''Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt''. Ahlen 1989, S. 80.</ref> | |||
Seit 1877 stellte die Firma auch emaillierte Blechgeschirre her und gehörte damit zu den frühen Pionieren der Emailleindustrie in Ahlen.<ref>Wolfgang Muth: ''Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt''. Ahlen 1989, S. 78, 80.</ref> | |||
== Bedeutung == | |||
Johannes Kerkmann war einer der Unternehmer, die den Übergang Ahlens von der Ackerbürgerstadt zum Industriestandort mitprägten. Das von ihm mitbegründete Unternehmen entwickelte sich von einem kleinen Handwerksbetrieb zu einem industriellen Werk mit mehreren hundert Beschäftigten.<ref>Wolfgang Muth: ''Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt''. Ahlen 1989, S. 80–81.</ref> | |||
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Aktuelle Version vom 12. April 2026, 12:00 Uhr
| Johannes Kerkmann | |
|---|---|
| Vorname/n | Johannes |
| Nachname | Kerkmann |
| Geburtsdatum | 01.05.1837 |
| Todesdatum | 28.09.1919 |
| Beruf | Klempner
|
Johannes Kerkmann war der ältere der Gebrüder Kerkmann
| Johannes Kerkmann | |
|---|---|
| Vorname/n | Johannes |
| Nachname | Kerkmann |
| Geburtsdatum | 01.05.1837 |
| Todesdatum | 28.09.1919 |
| Beruf | Klempner, Unternehmer
|
Johannes Kerkmann (* 1. Mai 1837; † 28. September 1919) war ein Ahlener Klempner und Unternehmer. Gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich Kerkmann gehörte er zu den Gründern der später als Kerkmannwerke bekannten Firma J. u. H. Kerkmann. Er zählt zu den frühen prägenden Gestalten der Emailleindustrie in Ahlen.
Johannes Kerkmann absolvierte Anfang der 1850er Jahre bei Wilhelm Brock in Ahlen eine Klempnerlehre. Nach deren Abschluss ging er auf Wanderschaft und arbeitete in verschiedenen Betrieben, unter anderem in Remscheid. Dort kam er wahrscheinlich bereits mit der Technik der Emailleverarbeitung in Berührung.[1]
Am 1. April 1863 gründete er zusammen mit seinem Bruder Heinrich Kerkmann in Ahlen einen eigenen Betrieb zur Herstellung verzinnter Kochgeschirre. Aus diesem Unternehmen gingen später die Kerkmannwerke hervor, die zu den wichtigsten Betrieben der Ahlener Emailleindustrie wurden.[2]
Seit 1877 stellte die Firma auch emaillierte Blechgeschirre her und gehörte damit zu den frühen Pionieren der Emailleindustrie in Ahlen.[3]
Bedeutung
Johannes Kerkmann war einer der Unternehmer, die den Übergang Ahlens von der Ackerbürgerstadt zum Industriestandort mitprägten. Das von ihm mitbegründete Unternehmen entwickelte sich von einem kleinen Handwerksbetrieb zu einem industriellen Werk mit mehreren hundert Beschäftigten.[4]
- ↑ Wolfgang Muth: Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt. Ahlen 1989, S. 79–80.
- ↑ Wolfgang Muth: Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt. Ahlen 1989, S. 80.
- ↑ Wolfgang Muth: Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt. Ahlen 1989, S. 78, 80.
- ↑ Wolfgang Muth: Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt. Ahlen 1989, S. 80–81.