Albert-Schweitzer-Schule: Unterschied zwischen den Versionen
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== Städtebauliche Lage == | |||
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Damit dokumentiert die Albert-Schweitzer-Schule zugleich die Umwandlung des ehemaligen Befestigungsbereichs in einen neuen städtischen Gürtel mit öffentlichen Einrichtungen. | |||
== Architektur == | |||
Das Schulgebäude ist als mehrgeschossiger Backsteinbau ausgeführt. Seine Gestaltung entspricht dem Typus größerer Schulbauten des ausgehenden 19. Jahrhunderts. | |||
Die ursprüngliche Trennung der Eingänge für Mädchen und Jungen verweist noch auf die damalige Organisation des Schulwesens.<ref name="denkmal2024" /> | |||
== Schulhof und Umgestaltung 2023 == | |||
Im Jahr '''2023''' wurde das Umfeld der Albert-Schweitzer-Schule grundlegend umgestaltet. Dabei tauschten zwei Flächen gewissermaßen ihre Funktion: Der frühere Lehrerparkplatz wurde zu einem öffentlichen Spielplatz umgebaut, während der bisherige Schulhof zu einem öffentlichen Parkplatz umgestaltet wurde. | |||
Der neue Parkplatz erhielt eine eigene Zufahrt von der [[Südbrede]]. | |||
Im Zuge der Bauarbeiten kam es zu einem überraschenden Fund. Bei Ausbaggerungen im Bereich des neuen Parkplatzes und des ehemaligen Pausenhofs stießen die Bauarbeiter auf ältere bauliche Strukturen im Boden.<ref>[https://www.wn.de/muensterland/kreis-warendorf/ahlen/uberraschender-fund-beim-ausbaggern-2791242 Westfälische Nachrichten: Überraschender Fund beim Ausbaggern]</ref> | |||
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Mit der Umgestaltung entstanden somit auf dem ehemaligen Schulgelände sowohl zusätzliche öffentliche Parkmöglichkeiten als auch eine neue Spielfläche. | |||
=== Kontroverse um Baumfällungen und Planung === | |||
Die Umgestaltung des bisherigen Schulhofes zu einem öffentlichen Parkplatz war politisch und in Teilen der Öffentlichkeit umstritten. | |||
Anfang Januar 2023 wurden auf dem rückwärtigen Schulhof der Albert-Schweitzer-Schule an der [[Südbrede]] insgesamt '''zehn Bäume''' gefällt, um Platz für den geplanten Parkplatz zu schaffen.<ref>Ulrich Gösmann: ''Pausenhof frei für neue Parkplätze – Grünen-Chefin vermisst Ratsbeschluss zum Vorgehen'', Westfälische Nachrichten, 03.01.2023.</ref> | |||
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Der Parkplatz war als Ersatzfläche für Stellplätze vorgesehen, die im Zusammenhang mit dem geplanten Bürgercampus am Rathaus und an der Stadthalle entfallen sollten.<ref>Ulrich Gösmann: ''Pausenhof frei für neue Parkplätze – Grünen-Chefin vermisst Ratsbeschluss zum Vorgehen'', Westfälische Nachrichten, 03.01.2023.</ref> | |||
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== Einzelnachweise == | |||
<references /> | |||
== Weitere Quellen == | |||
* [https://www.wn.de/muensterland/kreis-warendorf/ahlen/sicheres-parken-auf-dem-pausenhof-2668984 Westfälische Nachrichten: Sicheres Parken auf dem Pausenhof] | |||
* [https://www.wn.de/muensterland/kreis-warendorf/ahlen/parkplatz-und-spielplatz-eingeweiht-2836428 Westfälische Nachrichten: Parkplatz und Spielplatz eingeweiht] | |||
* [https://www.wn.de/muensterland/kreis-warendorf/ahlen/ahlens-zentralster-city-spielplatz-2820641 Westfälische Nachrichten: Ahlens zentralster City-Spielplatz] | |||
* [https://www.wn.de/muensterland/kreis-warendorf/ahlen/pausenhof-frei-fur-neue-parkplatze-2683996 Westfälische Nachrichten: Pausenhof frei für neue Parkplätze] | |||
Aktuelle Version vom 15. September 2026, 11:21 Uhr
| Albert-Schweitzer-Schule | |
|---|---|
51.761267.892668 Koordinaten: 51° 45′ 41″ N, 7° 53′ 34″ O
| |
| Anschrift | Ostwall 7
|
| Baujahr | ab 1891 |
| Ursprüngliche Nutzung | Volksschule |
| Heutige Nutzung | Schule |
Die Albert-Schweitzer-Schule am Ostwall 7 ist ein historisches Schulgebäude in Ahlen. Sie wurde ursprünglich als Südenschule errichtet und entstand im Zuge des starken Bevölkerungswachstums und der steigenden Schülerzahlen während der Industrialisierung.[1]
Geschichte
Die damalige Südenschule wurde ab 1891 als einer der ersten größeren Schulneubauten Ahlens geplant. Hintergrund waren die durch Industrialisierung und Bevölkerungswachstum stark ansteigenden Schülerzahlen.[1]
Die Schule wurde zunächst als katholische Volksschule genutzt und bot Platz für insgesamt 221 Kinder. Mädchen und Jungen betraten das Gebäude durch getrennte Eingänge.[1]
Später erhielt die Schule den Namen Albert-Schweitzer-Schule.
Städtebauliche Lage
Der Standort der Schule besitzt eine besondere stadtgeschichtliche Bedeutung. Das Gebäude wurde im Bereich der ehemaligen mittelalterlichen Wall- und Grabenanlagen errichtet, die ab 1765 geschleift worden waren.[1]
Auf den dadurch entstandenen großzügigen Freiflächen entstanden später mehrere öffentliche Gebäude. Dazu gehörten neben der Südenschule unter anderem das Amtsgericht und die Marienschule.[1]
Damit dokumentiert die Albert-Schweitzer-Schule zugleich die Umwandlung des ehemaligen Befestigungsbereichs in einen neuen städtischen Gürtel mit öffentlichen Einrichtungen.
Architektur
Das Schulgebäude ist als mehrgeschossiger Backsteinbau ausgeführt. Seine Gestaltung entspricht dem Typus größerer Schulbauten des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Die ursprüngliche Trennung der Eingänge für Mädchen und Jungen verweist noch auf die damalige Organisation des Schulwesens.[1]
Schulhof und Umgestaltung 2023
Im Jahr 2023 wurde das Umfeld der Albert-Schweitzer-Schule grundlegend umgestaltet. Dabei tauschten zwei Flächen gewissermaßen ihre Funktion: Der frühere Lehrerparkplatz wurde zu einem öffentlichen Spielplatz umgebaut, während der bisherige Schulhof zu einem öffentlichen Parkplatz umgestaltet wurde.
Der neue Parkplatz erhielt eine eigene Zufahrt von der Südbrede.
Im Zuge der Bauarbeiten kam es zu einem überraschenden Fund. Bei Ausbaggerungen im Bereich des neuen Parkplatzes und des ehemaligen Pausenhofs stießen die Bauarbeiter auf ältere bauliche Strukturen im Boden.[2]
Die Überreste konnten als Teil eines ehemaligen Feuchtbiotops identifiziert werden. Nach Erinnerungen älterer Anwohner und Zeitzeugen befand sich an dieser Stelle früher eine kleine Teich- beziehungsweise Sumpfanlage. In den 1950er- und 1960er-Jahren nutzten Kinder aus der Nachbarschaft diesen Bereich regelmäßig zum Spielen.[3]
Mit der Umgestaltung entstanden somit auf dem ehemaligen Schulgelände sowohl zusätzliche öffentliche Parkmöglichkeiten als auch eine neue Spielfläche.
Kontroverse um Baumfällungen und Planung
Die Umgestaltung des bisherigen Schulhofes zu einem öffentlichen Parkplatz war politisch und in Teilen der Öffentlichkeit umstritten.
Anfang Januar 2023 wurden auf dem rückwärtigen Schulhof der Albert-Schweitzer-Schule an der Südbrede insgesamt zehn Bäume gefällt, um Platz für den geplanten Parkplatz zu schaffen.[4]
Kritik daran kam unter anderem von der Ahlener Grünen-Vorsitzenden Petra Pähler-Paul. Sie beanstandete, dass die Fällarbeiten ihrer Ansicht nach erfolgt seien, obwohl noch kein entsprechender Ratsbeschluss vorgelegen habe.[5]
Der Parkplatz war als Ersatzfläche für Stellplätze vorgesehen, die im Zusammenhang mit dem geplanten Bürgercampus am Rathaus und an der Stadthalle entfallen sollten.[6]
Später wurde der Parkplatz mit 66 Stellplätzen realisiert und durch neue Baumpflanzungen sowie eine besondere Regenwasserbewirtschaftung ergänzt.[7]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Stadt Ahlen – Der Bürgermeister (Hrsg.): 30 Jahre Tag des offenen Denkmals in Ahlen. Ausgewählte Denkmäler von 1994 bis 2024, Ahlen 2024, S. 34–35.
- ↑ Westfälische Nachrichten: Überraschender Fund beim Ausbaggern
- ↑ Westfälische Nachrichten: Es war einmal ein Feuchtbiotop
- ↑ Ulrich Gösmann: Pausenhof frei für neue Parkplätze – Grünen-Chefin vermisst Ratsbeschluss zum Vorgehen, Westfälische Nachrichten, 03.01.2023.
- ↑ Ulrich Gösmann: Pausenhof frei für neue Parkplätze – Grünen-Chefin vermisst Ratsbeschluss zum Vorgehen, Westfälische Nachrichten, 03.01.2023.
- ↑ Ulrich Gösmann: Pausenhof frei für neue Parkplätze – Grünen-Chefin vermisst Ratsbeschluss zum Vorgehen, Westfälische Nachrichten, 03.01.2023.
- ↑ Stadt Ahlen: Ein neuer Spielplatz in der Innenstadt, 29.09.2023.

