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Nahrathsches Geschäftshaus: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Nahrathsches Geschäftshaus''' bezeichnet das frühere Laden- und Wohngebäude der Familie [[Nahrath]] an der Ecke von [[Oststraße]] und [[Südstraße]] in [[Ahlen]]. Die aus Warendorf zugezogene Kaufmannsfamilie betrieb dort seit 1848 ein Haushaltswarengeschäft.<ref>Wolfgang Muth: ''Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt''. Ahlen 1989, S. 93.</ref>
[[Kategorie:Gebäude]]  
[[Kategorie:Verschwundene Orte]]


Das Gebäude steht im Zusammenhang mit der Vorgeschichte des Unternehmers [[Stephan Nahrath]], der aus dieser Kaufmannsfamilie stammte und 1907 in Ahlen ein eigenes Werk der [[Emailleindustrie in Ahlen]] gründete.<ref>Wolfgang Muth: ''Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt''. Ahlen 1989, S. 93.</ref>
'''Nahrathsches Geschäftshaus''' bezeichnet das frühere Laden- und Wohngebäude der Familie [[Nahrath]] in [[Ahlen]]. Die aus Warendorf zugezogene Kaufmannsfamilie betrieb dort seit 1848 ein Haushaltswarengeschäft. Das Gebäude stand im Bereich der Ecke [[Oststraße]] / [[Südstraße]] beziehungsweise am Markt und gehörte zur Vorgeschichte der späteren Unternehmerfamilie [[Nahrath]].<ref>Wolfgang Muth: ''Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt''. Ahlen 1989, S. 93.</ref>
 
Das Geschäftshaus steht in engem Zusammenhang mit [[Stephan Nahrath]], der aus dieser Kaufmannsfamilie stammte und 1907 in Ahlen ein eigenes Werk der [[Emailleindustrie in Ahlen]] gründete.<ref>Wolfgang Muth: ''Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt''. Ahlen 1989, S. 93.</ref>


== Geschichte ==
== Geschichte ==
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== Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ==
== Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ==
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Nahrathsche Geschäftshaus schwer beschädigt. Eine historische Aufnahme vom 2. August 1940 zeigt das Gebäude nach einem Brand mit erheblichen Zerstörungen im Erdgeschoss und Dachbereich.
Beim Luftangriff vom '''20. August 1940''' wurde das Geschäftshaus schwer zerstört. Heinrich Meerkemper schreibt zum Angriff, dass vom '''Kaufhaus Stephan Nahrath''' nur noch „das Gerippe und Schuttmassen“ übrigblieben. Eine Bildtafel des Buches bezeichnet das Gebäude ausdrücklich als '''„Haus Nahrath, Ecke Oststraße-Markt“''', das „nur noch eine Ruine“ sei.<ref>Heinrich Meerkemper: ''Ahlen im Zweiten Weltkrieg''. Ahlen 1964, S. 38 sowie Bildtafel S. 33.</ref>


Nach den Kriegsschäden wurde das Gebäude beseitigt. Weitere historische Aufnahmen zeigen die Ecke anschließend als eingezäunte Baulücke. Der Verkauf wurde offenbar zumindest zeitweise provisorisch fortgesetzt; überliefert ist ein Behelfsverkaufsstand nach der Beseitigung der Trümmer, an dem weiterhin Haushaltswaren angeboten wurden.
Nach den Kriegsschäden wurde das Gebäude beseitigt. Historische Aufnahmen zeigen die Stelle anschließend als eingezäunte Baulücke. Der Verkauf wurde offenbar zumindest zeitweise provisorisch fortgesetzt; überliefert ist ein Behelfsverkaufsstand nach der Beseitigung der Trümmer, an dem weiterhin Haushaltswaren angeboten wurden.


== Bedeutung ==
== Bedeutung ==
Das Nahrathsche Geschäftshaus war der ursprüngliche Handelsstandort der Familie Nahrath in Ahlen. Es dokumentiert die Vorgeschichte der späteren Firma [[Stephan Nahrath]] und damit den Übergang von einem innerstädtischen Haushaltswarengeschäft zu einem bedeutenden Unternehmen der Ahlener Emailleindustrie.
Das Nahrathsche Geschäftshaus war der ursprüngliche Handelsstandort der Familie Nahrath in Ahlen. Es dokumentiert die Entwicklung einer Kaufmannsfamilie, aus der später mit der [[Firma Stephan Nahrath]] ein bedeutendes Unternehmen der Ahlener Emailleindustrie hervorging.


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
* [[Stephan Nahrath]]
* [[Stephan Nahrath]]
* [[Firma Stephan Nahrath]]
* [[Nahrath (Stanz- und Emaillierwerke)]]
* [[Oststraße]]
* [[Oststraße]]
* [[Südstraße]]
* [[Südstraße]]
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[[Kategorie:Gebäude]]
== Siehe auch ==
* [[Stephan Nahrath]]
* [[Nahrath (Stanz- und Emaillierwerke)]]
* [[Oststraße]]
* [[Südstraße]]
* [[Emailleindustrie in Ahlen]]
 
== Quellen und Verweise ==
<references />

Aktuelle Version vom 23. April 2026, 11:36 Uhr

Nahrathsches Geschäftshaus
51.7630317.890064


Anschrift Ecke Oststraße / Südstraße




Ursprüngliche Nutzung Geschäft mit Wohnung
Heutige Nutzung abgebrochen
Karte

Nahrathsches Geschäftshaus bezeichnet das frühere Laden- und Wohngebäude der Familie Nahrath in Ahlen. Die aus Warendorf zugezogene Kaufmannsfamilie betrieb dort seit 1848 ein Haushaltswarengeschäft. Das Gebäude stand im Bereich der Ecke Oststraße / Südstraße beziehungsweise am Markt und gehörte zur Vorgeschichte der späteren Unternehmerfamilie Nahrath.[1]

Das Geschäftshaus steht in engem Zusammenhang mit Stephan Nahrath, der aus dieser Kaufmannsfamilie stammte und 1907 in Ahlen ein eigenes Werk der Emailleindustrie in Ahlen gründete.[2]

Geschichte

Die Familie Nahrath zog 1848 von Warendorf nach Ahlen und eröffnete an der Ecke Oststraße/Südstraße ein Geschäft für Haushaltswaren. Wolfgang Muth bezeichnet das Gebäude ausdrücklich als „altes Nahrathsches Geschäftshaus“.[3]

Historische Fotografien zeigen das Haus als langgestrecktes Laden- und Wohngebäude mit mehreren Schaufenstern zur Oststraße hin. Auffällig war die reich dekorierte Fassadengestaltung. In den Schaufenstern beziehungsweise an der Fassade ist der Name „Steph. Nahrath“ überliefert.

Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

Beim Luftangriff vom 20. August 1940 wurde das Geschäftshaus schwer zerstört. Heinrich Meerkemper schreibt zum Angriff, dass vom Kaufhaus Stephan Nahrath nur noch „das Gerippe und Schuttmassen“ übrigblieben. Eine Bildtafel des Buches bezeichnet das Gebäude ausdrücklich als „Haus Nahrath, Ecke Oststraße-Markt“, das „nur noch eine Ruine“ sei.[4]

Nach den Kriegsschäden wurde das Gebäude beseitigt. Historische Aufnahmen zeigen die Stelle anschließend als eingezäunte Baulücke. Der Verkauf wurde offenbar zumindest zeitweise provisorisch fortgesetzt; überliefert ist ein Behelfsverkaufsstand nach der Beseitigung der Trümmer, an dem weiterhin Haushaltswaren angeboten wurden.

Bedeutung

Das Nahrathsche Geschäftshaus war der ursprüngliche Handelsstandort der Familie Nahrath in Ahlen. Es dokumentiert die Entwicklung einer Kaufmannsfamilie, aus der später mit der Firma Stephan Nahrath ein bedeutendes Unternehmen der Ahlener Emailleindustrie hervorging.

Siehe auch

Quellen und Verweise

  1. ↑ Wolfgang Muth: Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt. Ahlen 1989, S. 93.
  2. ↑ Wolfgang Muth: Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt. Ahlen 1989, S. 93.
  3. ↑ Wolfgang Muth: Ahlen 1870–1914. Ahlen 1989, S. 93.
  4. ↑ Heinrich Meerkemper: Ahlen im Zweiten Weltkrieg. Ahlen 1964, S. 38 sowie Bildtafel S. 33.

Siehe auch

Quellen und Verweise