Metallwerke Renner GmbH: Unterschied zwischen den Versionen
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1973 übernahm Ing. Werner Henke die Anteile seiner Mutter und führte das Unternehmen in der dritten Generation weiter.<ref name="Henke2024" /> | 1973 übernahm Ing. Werner Henke die Anteile seiner Mutter und führte das Unternehmen in der dritten Generation weiter.<ref name="Henke2024" /> | ||
Version vom 7. Februar 2026, 00:13 Uhr
| Metallwerke Renner GmbH
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| Anschrift | Ostberg 7-11 59229 Ahlen (Westfalen)
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| Branche | Metallverarbeitung; Oberflächenveredelung |
| Erscheinungsweise | seit 1923 |
| Gründungsdatum | 21. Februar 1923
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| Inhaber | Dipl.-Ing. Jürgen Henke
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Kurzbeschreibung
Die Metallwerke Renner GmbH ist ein familiengeführtes Metallunternehmen in Ahlen. Seit der Gründung 1923 gehören die Verarbeitung von Blech/Stahl sowie Oberflächenveredelung (u. a. Verzinken und Pulverbeschichten) zum Profil des Betriebs. Heute liegt der Schwerpunkt auf Entsorgungs- und Industrieprodukten sowie Dienstleistungen in der Lohnfertigung, -beschichtung und -verzinkung.[1]
Geschichte
Gründung und Aufbau (1923–1932)
Am 21. Februar 1923 gründeten der Kaufmann Josef Renner sowie die Mitgesellschafter Stefan Ortheiler und Theodor Schwarte die Westfälische Metallwerke GmbH am heutigen Standort in Ahlen.[1] Frühe Kernkompetenz war die Produktion und Veredelung von Blechwaren, u. a. durch Nassverzinken per Hand.[1] Das anfängliche Fertigungsprogramm umfasste Haus- und Wirtschaftsgeräte (z. B. Eimer, Waschkessel, Einkochapparate, Gießkannen, Badewannen).[1]
Umfirmierungen, Expansion und Kriegszeit (1932–1945)
1932 wurde aus der Westfälischen Metallwerke GmbH die Metallwerke Renner & Schwarte (OHG).[1] 1935 verließ Theodor Schwarte das Unternehmen; zugleich trat Hermann Henke (Schwiegersohn von Josef Renner) als Gesellschafter ein. Fortan firmierte das Unternehmen als Metallwerke Renner & Co. Blechwarenfabrik und Verzinkerei.[1] In den 1930er-Jahren wurden Pressen und Biegemaschinen angeschafft und Werksanlagen erweitert.[1] Während des Zweiten Weltkriegs wurden fehlende Arbeitskräfte u. a. durch Frauen, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter ersetzt; am letzten Kriegstag 1945 fiel Hermann Henke.[1]
Nachkriegszeit und Sortimentserweiterung (1945–1973)
Nach 1945 standen Aufräumarbeiten und die Wiederaufnahme des Betriebs im Vordergrund; das Sortiment wurde an den Bedarf des Alltags angepasst.[1] In den Folgejahren gewann die Feuerverzinkung als Korrosionsschutz an Bedeutung, wodurch das Lohnverzinken wuchs.[1] Nach dem Tod von Josef Renner (1957) wurde Marie Renner Alleinerbin; Enkel Werner Henke stieß nach seinem Ingenieursexamen zum Unternehmen.[1] 1973 übernahm Ing. Werner Henke die Anteile seiner Mutter und führte das Unternehmen in der dritten Generation weiter.[1]
Ausbau zum Entsorgungs- und Industriezulieferer (1973–2012)
Unter Werner Henke wurden u. a. Produkte für Schweine-, Geflügel- und Pferdehaltung ausgebaut.[1] 1986 begann die Herstellung von Papierkörben und weiteren verzinkten Abfallbehältern; bis 1989 wurden Lagerflächen vergrößert und die Voraussetzungen für Serienfertigung geschaffen.[1] 1990 übernahmen Andreas Schulze Beerhorst sowie Dipl.-Ing. Jürgen Henke verantwortliche Positionen in Betriebs- und Geschäftsführung.[1] Zur Jahrtausendwende ging Ing. Werner Henke in den Ruhestand; Jürgen Henke und Andreas Schulze Beerhorst wurden Gesellschafter der umfirmierten Metallwerke Renner GmbH.[1] Durch die Übernahme der Merkado Systembau GmbH wurde die Oberflächenveredelung um Pulverbeschichtung erweitert; strategisch fokussierte sich das Unternehmen stärker auf Entsorgungsprodukte.[1] 2012 schied Andreas Schulze Beerhorst als geschäftsführender Gesellschafter aus.[1]
Gegenwart und Generationswechsel (seit 2012)
Seit 2012 ist Dipl.-Ing. Jürgen Henke als geschäftsführender Gesellschafter verantwortlich; das Unternehmen wuchs zwischenzeitlich auf über 70 Mitarbeitende.[1] Ein schrittweiser Generationswechsel wird vorbereitet, u. a. mit Einbindung von Jan Henke.[1]
Produkte und Dienstleistungen
Entsorgungs- und Industrieprodukte
Das Unternehmen fokussiert den Markt der Entsorgungsprodukte, darunter Standabfallbehälter, Wand- und Pfosten-Abfallbehälter, Ascher, Wertstoffsammler und Hundetoiletten; ergänzt wird das Sortiment durch Industrieprodukte (z. B. Müllsackhalter, System-Mülleimer, Öl-Vorratskannen, Universalbehälter).[1] Modelle wurden in den letzten Jahren u. a. mit neuen RAL-Farben und auf Wunsch Laserdesigns angeboten; Messepräsenz wird u. a. für die LogiMAT 2019 und 2022 erwähnt.[1]
Oberflächenveredelung und Lohnfertigung
RENNER bietet Oberflächenbeschichtungen für Bauteile und Konstruktionen an.[1] Als Besonderheit wird ein Nassverzinkungsverfahren beschrieben, bei dem Rohware aus Stahlblech mittels Zange per Hand verzinkt wird (Einordnung nach DIN EN ISO 1461 wird genannt).[1] Als Modernisierungsschritt wird zudem eine neue Pulverbeschichtungsanlage hervorgehoben.[1]
Personal, Ausbildung und Engagement
Das Unternehmen betont lange Betriebszugehörigkeiten, die Ausbildung junger Menschen (u. a. Messe TAHLENT) sowie Aktionen wie Social Days und Engagement für Nachhaltigkeit und Diversity.[1]
Preise und Auszeichnungen
- Großer Preis des Mittelstandes (2017).[1]
- Inklusionspreis (2015 und 2018).[1]
- Industriepreis (Auszeichnungen für Modelle aus der Rubrik Abfallbehälter).[1]
Einzelnachweise
Literatur
- Jürgen Henke: 100 Jahre Metallwerke Renner GmbH. Beitrag im Jahrbuch 2024.[1]
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