Nahrathsches Geschäftshaus: Unterschied zwischen den Versionen
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Nach den Kriegsschäden wurde das Gebäude beseitigt. | Nach den Kriegsschäden wurde das Gebäude beseitigt. Historische Aufnahmen zeigen die Stelle anschließend als eingezäunte Baulücke. Der Verkauf wurde offenbar zumindest zeitweise provisorisch fortgesetzt; überliefert ist ein Behelfsverkaufsstand nach der Beseitigung der Trümmer, an dem weiterhin Haushaltswaren angeboten wurden. | ||
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Das Nahrathsche Geschäftshaus war der ursprüngliche Handelsstandort der Familie Nahrath in Ahlen. Es dokumentiert die | Das Nahrathsche Geschäftshaus war der ursprüngliche Handelsstandort der Familie Nahrath in Ahlen. Es dokumentiert die Entwicklung einer Kaufmannsfamilie, aus der später mit der [[Firma Stephan Nahrath]] ein bedeutendes Unternehmen der Ahlener Emailleindustrie hervorging. | ||
== Siehe auch == | |||
* [[Stephan Nahrath]] | |||
* [[Firma Stephan Nahrath]] | |||
* [[Oststraße]] | |||
* [[Südstraße]] | |||
* [[Emailleindustrie in Ahlen]] | |||
== Quellen und Verweise == | |||
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== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||
Version vom 12. April 2026, 22:56 Uhr
| Nahrathsches Geschäftshaus | |
|---|---|
51.7630317.890064 Koordinaten: 51° 45′ 47″ N, 7° 53′ 24″ O
| |
| Anschrift | Ecke Oststraße / Südstraße
|
| Ursprüngliche Nutzung | Geschäft mit Wohnung |
| Heutige Nutzung | abgebrochen |
Nahrathsches Geschäftshaus bezeichnet das frühere Laden- und Wohngebäude der Familie Nahrath in Ahlen. Die aus Warendorf zugezogene Kaufmannsfamilie betrieb dort seit 1848 ein Haushaltswarengeschäft. Das Gebäude stand im Bereich der Ecke Oststraße / Südstraße beziehungsweise am Markt und gehörte zur Vorgeschichte der späteren Unternehmerfamilie Nahrath.[1]
Das Geschäftshaus steht in engem Zusammenhang mit Stephan Nahrath, der aus dieser Kaufmannsfamilie stammte und 1907 in Ahlen ein eigenes Werk der Emailleindustrie in Ahlen gründete.[2]
Geschichte
Die Familie Nahrath zog 1848 von Warendorf nach Ahlen und eröffnete an der Ecke Oststraße/Südstraße ein Geschäft für Haushaltswaren. Wolfgang Muth bezeichnet das Gebäude ausdrücklich als „altes Nahrathsches Geschäftshaus“.[3]
Historische Fotografien zeigen das Haus als langgestrecktes Laden- und Wohngebäude mit mehreren Schaufenstern zur Oststraße hin. Auffällig war die reich dekorierte Fassadengestaltung. In den Schaufenstern beziehungsweise an der Fassade ist der Name „Steph. Nahrath“ überliefert.
Zerstörung im Zweiten Weltkrieg
Beim Luftangriff vom 20. August 1940 wurde das Geschäftshaus schwer zerstört. Heinrich Meerkemper schreibt zum Angriff, dass vom Kaufhaus Stephan Nahrath nur noch „das Gerippe und Schuttmassen“ übrigblieben. Eine Bildtafel des Buches bezeichnet das Gebäude ausdrücklich als „Haus Nahrath, Ecke Oststraße-Markt“, das „nur noch eine Ruine“ sei.[4]
Nach den Kriegsschäden wurde das Gebäude beseitigt. Historische Aufnahmen zeigen die Stelle anschließend als eingezäunte Baulücke. Der Verkauf wurde offenbar zumindest zeitweise provisorisch fortgesetzt; überliefert ist ein Behelfsverkaufsstand nach der Beseitigung der Trümmer, an dem weiterhin Haushaltswaren angeboten wurden.
Bedeutung
Das Nahrathsche Geschäftshaus war der ursprüngliche Handelsstandort der Familie Nahrath in Ahlen. Es dokumentiert die Entwicklung einer Kaufmannsfamilie, aus der später mit der Firma Stephan Nahrath ein bedeutendes Unternehmen der Ahlener Emailleindustrie hervorging.
Siehe auch
Quellen und Verweise
- ↑ Wolfgang Muth: Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt. Ahlen 1989, S. 93.
- ↑ Wolfgang Muth: Ahlen 1870–1914. Die Industrialisierung einer münsterländischen Ackerbürgerstadt. Ahlen 1989, S. 93.
- ↑ Wolfgang Muth: Ahlen 1870–1914. Ahlen 1989, S. 93.
- ↑ Heinrich Meerkemper: Ahlen im Zweiten Weltkrieg. Ahlen 1964, S. 38 sowie Bildtafel S. 33.
