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== Baugeschichte und Architektur == | |||
Das Gebäude zeigt noch heute ein für das münsterländische Bürgerhaus des 15. bis 17. Jahrhunderts typisches Raumgefüge. Dazu gehören ein unterkellertes Hinterhaus, eine Querküche und ein ursprünglich landwirtschaftlich genutztes Vorderhaus. | |||
Der mittlere Teil des Gebäudes wurde nach dendrochronologischen Untersuchungen um 1540 aufgerichtet. | |||
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach verändert. Im 19. Jahrhundert kam es unter anderem zu Veränderungen der Raumaufteilung sowie zu einer Erweiterung des Wirtschaftsteils. | |||
== Burgmanns- und Adelshof == | |||
Ursprünglich gehörte das Gebäude zu einem größeren Anwesen an der südwestlichen Grenze der mittelalterlichen Stadt Ahlen. Dieses ging aus einem '''Burgmanns- beziehungsweise Adelshof''' hervor, der im Zusammenhang mit der Sicherung der südlich anschließenden Stadtbefestigung stand. | |||
Der Hof wurde als Lehen der Bischöfe von Münster vergeben und befand sich spätestens um '''1500''' im Besitz der münsterländischen Adelsfamilie '''von Oer'''. | |||
Das eigentliche herrschaftliche Wohnhaus des Hofes ist nicht überliefert. Es wird angenommen, dass es sich inmitten des weitläufigen Hofgeländes befand. | |||
Im Jahr '''1706''' wurde das heutige Gebäude vom Hof abgetrennt und verkauft. | |||
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Spätestens seit der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde es von der Familie des Rentmeisters '''Melchers''' bewohnt. | |||
== Peters’scher Hof == | |||
Später gelangte das Gebäude in den Besitz der Familie Peters und wurde als '''Peters’scher Hof''' beziehungsweise '''Haus Peters''' bekannt. | |||
Im Jahr '''1941''' erwarb die [[Stadt Ahlen]] das Gebäude. | |||
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== Entwicklung zum Heimatmuseum == | |||
Ab '''1956''' wurde der Peters’sche Hof dem '''SGV-Heimatverein''' zur Nutzung überlassen. | |||
Im Jahr '''1966''' wurde das '''Heimatmuseum Ahlen''' eröffnet. | |||
Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen Mitte der 1970er Jahre wurde das Gebäude umfassend renoviert. Im Jahr '''1981''' wurde es erneut der Öffentlichkeit übergeben. | |||
Zwischen '''2012 und 2017''' fanden weitere Renovierungs- und Neugestaltungsmaßnahmen statt. | |||
== Bedeutung == | |||
Das Heimatmuseum gehört zu den ältesten erhaltenen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden Ahlens. | |||
Seine Baugeschichte dokumentiert die Entwicklung eines spätmittelalterlichen beziehungsweise frühneuzeitlichen Wohn- und Wirtschaftsgebäudes vom Bestandteil eines Burgmannshofes über die spätere Nutzung als bäuerliches Anwesen bis hin zum heutigen Museum. | |||
Besondere Bedeutung besitzt das noch ablesbare historische Raumgefüge mit unterkellertem Hinterhaus, Querküche und landwirtschaftlich genutztem Vorderhaus. | |||
== Einzelnachweise == | |||
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Version vom 15. September 2026, 12:15 Uhr
| Heimatmuseum | |
|---|---|
51.76158467427.88912302155 Koordinaten: 51° 45′ 42″ N, 7° 53′ 21″ O
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| Anschrift | Wilhelmstr. 12 |
| PLZ | 59227 |
| Telefon | 02382/805869
|
| Baujahr | um 1540 |
| Ursprüngliche Nutzung | Wohn- und Wirtschaftsgebäude |
| Heutige Nutzung | Museum |
Das Heimatmuseum Ahlen an der Wilhelmstraße 12 befindet sich in einem historischen Wohn- und Wirtschaftsgebäude, das auch als Peters’scher Hof bekannt ist. Das seit 1986 unter Denkmalschutz stehende Gebäude gilt als ältestes in Ahlen erhaltenes Beispiel der früher weit verbreiteten großen Wohn- und Wirtschaftsgebäude.
Dendrochronologische Untersuchungen aus dem Jahr 2013 ergaben, dass der mittlere Teil des Hauses um 1540 errichtet wurde.[1]
Baugeschichte und Architektur
Das Gebäude zeigt noch heute ein für das münsterländische Bürgerhaus des 15. bis 17. Jahrhunderts typisches Raumgefüge. Dazu gehören ein unterkellertes Hinterhaus, eine Querküche und ein ursprünglich landwirtschaftlich genutztes Vorderhaus.
Der mittlere Teil des Gebäudes wurde nach dendrochronologischen Untersuchungen um 1540 aufgerichtet.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach verändert. Im 19. Jahrhundert kam es unter anderem zu Veränderungen der Raumaufteilung sowie zu einer Erweiterung des Wirtschaftsteils.
Burgmanns- und Adelshof
Ursprünglich gehörte das Gebäude zu einem größeren Anwesen an der südwestlichen Grenze der mittelalterlichen Stadt Ahlen. Dieses ging aus einem Burgmanns- beziehungsweise Adelshof hervor, der im Zusammenhang mit der Sicherung der südlich anschließenden Stadtbefestigung stand.
Der Hof wurde als Lehen der Bischöfe von Münster vergeben und befand sich spätestens um 1500 im Besitz der münsterländischen Adelsfamilie von Oer.
Das eigentliche herrschaftliche Wohnhaus des Hofes ist nicht überliefert. Es wird angenommen, dass es sich inmitten des weitläufigen Hofgeländes befand.
Im Jahr 1706 wurde das heutige Gebäude vom Hof abgetrennt und verkauft.
Spätestens seit der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde es von der Familie des Rentmeisters Melchers bewohnt.
Peters’scher Hof
Später gelangte das Gebäude in den Besitz der Familie Peters und wurde als Peters’scher Hof beziehungsweise Haus Peters bekannt.
Im Jahr 1941 erwarb die Stadt Ahlen das Gebäude.
Bis in die 1950er Jahre wurde es weiterhin als Wohn- und Wirtschaftsgebäude genutzt.
Entwicklung zum Heimatmuseum
Ab 1956 wurde der Peters’sche Hof dem SGV-Heimatverein zur Nutzung überlassen.
Im Jahr 1966 wurde das Heimatmuseum Ahlen eröffnet.
Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen Mitte der 1970er Jahre wurde das Gebäude umfassend renoviert. Im Jahr 1981 wurde es erneut der Öffentlichkeit übergeben.
Zwischen 2012 und 2017 fanden weitere Renovierungs- und Neugestaltungsmaßnahmen statt.
Bedeutung
Das Heimatmuseum gehört zu den ältesten erhaltenen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden Ahlens.
Seine Baugeschichte dokumentiert die Entwicklung eines spätmittelalterlichen beziehungsweise frühneuzeitlichen Wohn- und Wirtschaftsgebäudes vom Bestandteil eines Burgmannshofes über die spätere Nutzung als bäuerliches Anwesen bis hin zum heutigen Museum.
Besondere Bedeutung besitzt das noch ablesbare historische Raumgefüge mit unterkellertem Hinterhaus, Querküche und landwirtschaftlich genutztem Vorderhaus.
Einzelnachweise
- ↑ Stadt Ahlen – Der Bürgermeister (Hrsg.): 30 Jahre Tag des offenen Denkmals in Ahlen. Ausgewählte Denkmäler von 1994 bis 2024, Ahlen 2024, S. 42–43.

