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KG Freudenthal: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Karnevalsgesellschaft Freudenthal e.V.''' ist eine traditionsreiche Karnevalsgesellschaft in der westfälischen Stadt Ahlen, Nordrhein-Westfalen. Ihre Geburtsstunde schlug am 31. Dezember 1949, als eine große Schar bunt kostümierter Gäste, „vom Dorfpolizisten bis zum Cowboy“, sich im Schützenhof an der Beckumer Straße 91 versammelte, um mit dem Elferrat der „Ahlener Karnevalsgesellschaft Grüne Funken-Ost“, einer Stadtwache mit Gefolge, das alte Jahr zu verabschieden und das neue Jahr 1950 mit Prunk und Pomp zu begrüßen.
== Geschichte ==
Die Karnevalsgesellschaft Freudenthal wurde im Jahr 1950 von Job (Josef) Schäfer gegründet, unter tatkräftiger Mitwirkung der KG Freudenthal Münster von 1833, die als Namensgeber fungierte. Schäfer war seit 1936 Mitglied der KG Freudenthal Münster und hatte daher gute Verbindungen zu den damaligen Verantwortlichen.
== Gründungsphase und Mitglieder ==
Bereits im Jahr 1949 fanden sich zahlreiche Persönlichkeiten unter den ersten Mitgliedern der KG Freudenthal, darunter Freudenthals Oberkellermeister Heinz Heimann, Wilhelm Kerssenfischer, Heinrich Overmann, Amalie Stach, Josef Wiegard, Johann Kramer und andere.
Nach der sich im Freudenthal-Archiv von Alois Höner befindlichen Mitgliederliste bestand der Kleine Rat der Grünen Funken aus:
    Präsident Pitt Ruhland
    Vizepräsident Rudi Hamers
    Senatspräsident Berkel Becklas
    Narrensekretär Alois Höner
    Säckelmeister Lutz Hoer
    Ordens- und Kammermeister Heinrich Starkmann
Weitere Mitglieder des Elferrats waren Bernhard Lieftüchter, Fritz Fröhlich, Willi Hellmund, Meinolf Pützfeld und Heinz Reckendrees. Walther Erich Weber wurde Zeremonienmeister.
Am 5. März 1951 verhandelten Walter Volmer, Jans Brockmann, Jupp Hollmann und Fritz Gröblinghoff im Kaiserhof zu Münster mit den Freudenthälern über die Namensgebung der Ahlener KG. Jans Brockmann wurde Vizepräsident, Walter Volmer Senatspräsident, Theo Bücker Säckelmeister und Karl Balhorn Ordens- und Kammermeister.
Am 10. März 1951, nach sorgfältiger Überarbeitung und Anpassung der Satzung auf die Ahlener Verhältnisse, beschloss ein vorbereitender Kreis von 47 Männern, die Gründungsversammlung der Karnevalsgesellschaft Freudenthal Ahlen für Sonntag, den 18. März 1951, in die Domschänke einzuberufen. Diese Gründungsversammlung fand schließlich am 18. März 1951 mit 162 Teilnehmern statt.
Am 31. März 1951 entschied sich der Große Rat in der Hubertus-Gaststätte von Jupp Höllmann für das von Fritz Fröhlich entworfene Gesellschaftswappen. Es zeigt das närrisch bemützte Wappentier der Stadt, den Aal, umschlungen von Karnevalsrequisiten, der Larve und der Narrenklatsche und das Freudenthal-F mit der Umschrift „K.-Gesellschaft Freudenthal Ahlen/Westf.“
== Weitere Entwicklungen ==
=== 1951 ===
Am 2. Februar 1951 gestaltete Freudenthal die erste karnevalistische VdK-Sitzung im Kettelerhaus (Verband der Kriegsopfer, Sozialrentner und Hinterbliebenen). Am 5. Februar 1951 hob Job Schäfer bei Schmedding am Röteringshof die Karnevalsgesellschaft „nett un oerndlik“ aus der Taufe. Ihr Kleiner Rat bestand aus:
    Senatspräsident Arnold Oesterwinter
    Narrensekretär Anton Bohnen
    Säckelmeister Heinrich Pollmann
    Ordens- und Kammermeister Willi Wessel
Gustav Geitebrügge wurde Säckelmeister und Heinrich Schulte-Spitthöver wurde Ordens- und Kammermeister.
Am 9. und 10. Februar 1951 war Freudenthals Elferrat in der Dortmunder Westfalenhalle erstmalig auf einem BWK-Kongress vertreten. Job Schäfer wurde prompt in das Präsidium des BWK berufen.
Am 20. Februar 1951 fand die Senatorentaufe im Saal Körves statt. Die Senatoren Gerd Körvers, Theodor Bernhardt, Gerd Muer, Willi Quast, Willi Lönne, Heinrich Erdmann, Senatspräsident Walter Volmer und Präsident Job Schäfer wurden während der „Vereidigung“ feierlich eingeführt.
Am 28. Februar 1951 wurde die KG Freudenthal ins Vereinsregister eingetragen. Zur Gründungsversammlung erschienen 162 Teilnehmer, darunter Willi Riegert, Fritz Gröblinghoff, Jupp Höllmann, Gerd Muer und Bernhard Lieftüchter. Sie billigten den Entwurf der Satzung und wählten den ersten Kleinen Rat mit:
    Präsident Job Schäfer
    Vizepräsident Jans Brockmann
    Senatspräsident Walter Volmer
    Narrensekretär Alois Höner
    Säckelmeister Theo Bücker
    Ordens- und Kammermeister Karl Balhorn
Eduard Hagedorn, seit 1927 Leiter des Narrensekretariats der KG Freudenthal von 1833 Münster, bestätigte Schäfer die vollste Unterstützung und das Vertrauen der Muttergesellschaft.
Am 21. April 1951 verkündete der Narrensekretär während der Jahreshauptversammlung, dass Freudenthal nun 246 Mitglieder zählte.
Am 26. Oktober 1951 wurde Willi Wibbelt als erster Oberst der Freudenthal-Garde in sein Amt eingeführt. Am 29. November 1952 fand im Großen Saal von Gerd Körvers an der Weststraße 101 die feierliche Vereidigung der Garde statt. Die elf „Kriegsartikel“ der Garde-Dienstvorschriften wurden von Heinrich Wiethaup, Herbert Wiethaup, Friedrich Kahlert, Karl-Ludwig Hansen, Erwin Skerbis, Erich Meidrott, Bernhard Schulte-Spitthöver und Hugo Kohlstedt unterzeichnet.
Die erste Garde bestand außerdem aus Willi Wibbelt als Oberst, Fritz Venker, Franz Schäfer, Erwin Henfling und dem Pagen Manfred Ossenbrink. Schäfer, Henfling und Ossenbrink bildeten zusammen mit Erwin Skerbis das erste Freudenthal-Gesangsquartett, das mit seinem Auftritt in der Halle Münsterland am 21. Januar 1953 einen großen Erfolg verbuchen konnte. Unter der Leitung von Peter Kottmann hatte der Nordwestdeutsche Rundfunk die Veranstaltung vor 8000 Zuschauern mitgeschnitten und einige Tage später mit großem Echo gesendet.
=== 1953 ===
Am 4. Januar 1953 gesellte sich zur männlichen Garde eine weibliche Garde, die in blauen Ulanen-Uniformen, Tschakos, weißen Plisseeröcken und blauen Wildlederstiefeln auftrat. Mimi Breemann leitete die Gruppe als erste Kommandeuse. Mit von der Partie waren Anni Radzun, Cilli Scharwächter, Elsbeth Kranefus, Adelheid Gonska, Ferdinande Huppert, Marianne Oberschild, Maria Meidrott, Elisabeth Trost, Margot Knorn und Margret Richter.
Am 11. Januar 1953 fand die Proklamation im Theresienhof statt. Es regierte Fritz I. „Der Charmante“ Gröblinghoff, begleitet von seinen Adjutanten Franz Hautop und Mathias Hermanns. Die Prinzengarde bestand aus Mimi Breemann, Anni Radzun, Cilli Scharwächter, Elsbeth Kranefus, Adelheid Gonska, Ferdinande Huppert, Marianne Oberschild, Maria Meidrott, Elisabeth Trost, Margot Knorn und Margret Richter.
Am 18. Januar 1953 informierte Willi Riegert den Großen Rat der KG Freudenthal in der Isenbeck-Klause von Karl Wüller darüber, dass die „Steinkohlenbergwerk Westfalen AG“, unter der Leitung von Bergwerksdirektor Hesse, darauf bestand, den Rosenmontagsumzug aus wirtschaftlichen Gründen auf den Rosensonntag zu verlegen. Diese Verlegung erfolgte dann auch, nicht ohne Gegenleistung: Neben finanzieller Unterstützung durch zechennahe Firmen baute die Zechenschreinerei die Rosenmontagswagen. Als Besonderheit erhielt der Elferrat eine Rakete und die Gesellschaftsgarde eine Fliegende Untertasse, auf denen sie durch die Narrhalla Ahlensis rollten. Als Ersatz für den vorverlegten Umzug veranstalteten die Freudenthäler am Rosenmontag auf dem Marktplatz ein weiteres Gaudium. Angeführt von Präsident Job Schäfer legten sie zwischen dem Rathaus und dem Rest des Hotels Pieper den Grundstein zu einer „Brücke“, die beide Gebäude miteinander verbinden sollte. Ein Bollerwagen mit Bier und Schnaps versorgte die „Handwerker" im rollenden Einsatz mit allem für ihre „Arbeit“ Nötigen.
Am 31. Januar 1953 wurde Anneliese Gröblinghoff zur Ehrensenatorin ernannt und erhielt die „Ehrenmütze“ der Senatoren.
Am 21. September 1953 stand das erste Freudenthal-Ballett in der Domschänke bereit, um sich auf seine karnevalistischen Auftritte zur Session 1954 vorzubereiten. Heinrich Winkeler übernahm die Einstudierungen. Die Tanzformation bestand aus Waltraud Winkeler, Marita Schmidt, Hanni Burandt, Hannelore Biehs und Hildegard Hesse.
Am 21. November 1953 hatte das erste Freudenthal-Gesangsquartett, bestehend aus Franz Schäfer, Erwin Henfling und Manfred Ossenbrink, einen Auftritt in der Halle Münsterland und verbuchte wohl seinen größten Erfolg. Unter der Leitung von Peter Kottmann hatte der Nordwestdeutsche Rundfunk die vom Bund Westfälischer Karneval in Verbindung mit dem Bürgerausschuss der Stadt Münster ausgerichtete Veranstaltung vor 8000 Zuschauern mitgeschnitten, um sie einige Tage später mit ebenso großem Echo über den Äther zu senden.

Version vom 25. Juni 2024, 14:39 Uhr

KGF
Name Karnevalsgesellschaft Freudenthal
Gegründet 1949


Die Karnevalsgesellschaft Freudenthal e.V. ist eine traditionsreiche Karnevalsgesellschaft in der westfälischen Stadt Ahlen, Nordrhein-Westfalen. Ihre Geburtsstunde schlug am 31. Dezember 1949, als eine große Schar bunt kostümierter Gäste, „vom Dorfpolizisten bis zum Cowboy“, sich im Schützenhof an der Beckumer Straße 91 versammelte, um mit dem Elferrat der „Ahlener Karnevalsgesellschaft Grüne Funken-Ost“, einer Stadtwache mit Gefolge, das alte Jahr zu verabschieden und das neue Jahr 1950 mit Prunk und Pomp zu begrüßen.

Geschichte

Die Karnevalsgesellschaft Freudenthal wurde im Jahr 1950 von Job (Josef) Schäfer gegründet, unter tatkräftiger Mitwirkung der KG Freudenthal Münster von 1833, die als Namensgeber fungierte. Schäfer war seit 1936 Mitglied der KG Freudenthal Münster und hatte daher gute Verbindungen zu den damaligen Verantwortlichen.

Gründungsphase und Mitglieder

Bereits im Jahr 1949 fanden sich zahlreiche Persönlichkeiten unter den ersten Mitgliedern der KG Freudenthal, darunter Freudenthals Oberkellermeister Heinz Heimann, Wilhelm Kerssenfischer, Heinrich Overmann, Amalie Stach, Josef Wiegard, Johann Kramer und andere.

Nach der sich im Freudenthal-Archiv von Alois Höner befindlichen Mitgliederliste bestand der Kleine Rat der Grünen Funken aus:

   Präsident Pitt Ruhland
   Vizepräsident Rudi Hamers
   Senatspräsident Berkel Becklas
   Narrensekretär Alois Höner
   Säckelmeister Lutz Hoer
   Ordens- und Kammermeister Heinrich Starkmann

Weitere Mitglieder des Elferrats waren Bernhard Lieftüchter, Fritz Fröhlich, Willi Hellmund, Meinolf Pützfeld und Heinz Reckendrees. Walther Erich Weber wurde Zeremonienmeister.

Am 5. März 1951 verhandelten Walter Volmer, Jans Brockmann, Jupp Hollmann und Fritz Gröblinghoff im Kaiserhof zu Münster mit den Freudenthälern über die Namensgebung der Ahlener KG. Jans Brockmann wurde Vizepräsident, Walter Volmer Senatspräsident, Theo Bücker Säckelmeister und Karl Balhorn Ordens- und Kammermeister.

Am 10. März 1951, nach sorgfältiger Überarbeitung und Anpassung der Satzung auf die Ahlener Verhältnisse, beschloss ein vorbereitender Kreis von 47 Männern, die Gründungsversammlung der Karnevalsgesellschaft Freudenthal Ahlen für Sonntag, den 18. März 1951, in die Domschänke einzuberufen. Diese Gründungsversammlung fand schließlich am 18. März 1951 mit 162 Teilnehmern statt.

Am 31. März 1951 entschied sich der Große Rat in der Hubertus-Gaststätte von Jupp Höllmann für das von Fritz Fröhlich entworfene Gesellschaftswappen. Es zeigt das närrisch bemützte Wappentier der Stadt, den Aal, umschlungen von Karnevalsrequisiten, der Larve und der Narrenklatsche und das Freudenthal-F mit der Umschrift „K.-Gesellschaft Freudenthal Ahlen/Westf.“

Weitere Entwicklungen

1951

Am 2. Februar 1951 gestaltete Freudenthal die erste karnevalistische VdK-Sitzung im Kettelerhaus (Verband der Kriegsopfer, Sozialrentner und Hinterbliebenen). Am 5. Februar 1951 hob Job Schäfer bei Schmedding am Röteringshof die Karnevalsgesellschaft „nett un oerndlik“ aus der Taufe. Ihr Kleiner Rat bestand aus:

   Senatspräsident Arnold Oesterwinter
   Narrensekretär Anton Bohnen
   Säckelmeister Heinrich Pollmann
   Ordens- und Kammermeister Willi Wessel

Gustav Geitebrügge wurde Säckelmeister und Heinrich Schulte-Spitthöver wurde Ordens- und Kammermeister.

Am 9. und 10. Februar 1951 war Freudenthals Elferrat in der Dortmunder Westfalenhalle erstmalig auf einem BWK-Kongress vertreten. Job Schäfer wurde prompt in das Präsidium des BWK berufen.

Am 20. Februar 1951 fand die Senatorentaufe im Saal Körves statt. Die Senatoren Gerd Körvers, Theodor Bernhardt, Gerd Muer, Willi Quast, Willi Lönne, Heinrich Erdmann, Senatspräsident Walter Volmer und Präsident Job Schäfer wurden während der „Vereidigung“ feierlich eingeführt.

Am 28. Februar 1951 wurde die KG Freudenthal ins Vereinsregister eingetragen. Zur Gründungsversammlung erschienen 162 Teilnehmer, darunter Willi Riegert, Fritz Gröblinghoff, Jupp Höllmann, Gerd Muer und Bernhard Lieftüchter. Sie billigten den Entwurf der Satzung und wählten den ersten Kleinen Rat mit:

   Präsident Job Schäfer
   Vizepräsident Jans Brockmann
   Senatspräsident Walter Volmer
   Narrensekretär Alois Höner
   Säckelmeister Theo Bücker
   Ordens- und Kammermeister Karl Balhorn

Eduard Hagedorn, seit 1927 Leiter des Narrensekretariats der KG Freudenthal von 1833 Münster, bestätigte Schäfer die vollste Unterstützung und das Vertrauen der Muttergesellschaft.

Am 21. April 1951 verkündete der Narrensekretär während der Jahreshauptversammlung, dass Freudenthal nun 246 Mitglieder zählte.

Am 26. Oktober 1951 wurde Willi Wibbelt als erster Oberst der Freudenthal-Garde in sein Amt eingeführt. Am 29. November 1952 fand im Großen Saal von Gerd Körvers an der Weststraße 101 die feierliche Vereidigung der Garde statt. Die elf „Kriegsartikel“ der Garde-Dienstvorschriften wurden von Heinrich Wiethaup, Herbert Wiethaup, Friedrich Kahlert, Karl-Ludwig Hansen, Erwin Skerbis, Erich Meidrott, Bernhard Schulte-Spitthöver und Hugo Kohlstedt unterzeichnet.

Die erste Garde bestand außerdem aus Willi Wibbelt als Oberst, Fritz Venker, Franz Schäfer, Erwin Henfling und dem Pagen Manfred Ossenbrink. Schäfer, Henfling und Ossenbrink bildeten zusammen mit Erwin Skerbis das erste Freudenthal-Gesangsquartett, das mit seinem Auftritt in der Halle Münsterland am 21. Januar 1953 einen großen Erfolg verbuchen konnte. Unter der Leitung von Peter Kottmann hatte der Nordwestdeutsche Rundfunk die Veranstaltung vor 8000 Zuschauern mitgeschnitten und einige Tage später mit großem Echo gesendet.

1953

Am 4. Januar 1953 gesellte sich zur männlichen Garde eine weibliche Garde, die in blauen Ulanen-Uniformen, Tschakos, weißen Plisseeröcken und blauen Wildlederstiefeln auftrat. Mimi Breemann leitete die Gruppe als erste Kommandeuse. Mit von der Partie waren Anni Radzun, Cilli Scharwächter, Elsbeth Kranefus, Adelheid Gonska, Ferdinande Huppert, Marianne Oberschild, Maria Meidrott, Elisabeth Trost, Margot Knorn und Margret Richter.

Am 11. Januar 1953 fand die Proklamation im Theresienhof statt. Es regierte Fritz I. „Der Charmante“ Gröblinghoff, begleitet von seinen Adjutanten Franz Hautop und Mathias Hermanns. Die Prinzengarde bestand aus Mimi Breemann, Anni Radzun, Cilli Scharwächter, Elsbeth Kranefus, Adelheid Gonska, Ferdinande Huppert, Marianne Oberschild, Maria Meidrott, Elisabeth Trost, Margot Knorn und Margret Richter.

Am 18. Januar 1953 informierte Willi Riegert den Großen Rat der KG Freudenthal in der Isenbeck-Klause von Karl Wüller darüber, dass die „Steinkohlenbergwerk Westfalen AG“, unter der Leitung von Bergwerksdirektor Hesse, darauf bestand, den Rosenmontagsumzug aus wirtschaftlichen Gründen auf den Rosensonntag zu verlegen. Diese Verlegung erfolgte dann auch, nicht ohne Gegenleistung: Neben finanzieller Unterstützung durch zechennahe Firmen baute die Zechenschreinerei die Rosenmontagswagen. Als Besonderheit erhielt der Elferrat eine Rakete und die Gesellschaftsgarde eine Fliegende Untertasse, auf denen sie durch die Narrhalla Ahlensis rollten. Als Ersatz für den vorverlegten Umzug veranstalteten die Freudenthäler am Rosenmontag auf dem Marktplatz ein weiteres Gaudium. Angeführt von Präsident Job Schäfer legten sie zwischen dem Rathaus und dem Rest des Hotels Pieper den Grundstein zu einer „Brücke“, die beide Gebäude miteinander verbinden sollte. Ein Bollerwagen mit Bier und Schnaps versorgte die „Handwerker" im rollenden Einsatz mit allem für ihre „Arbeit“ Nötigen.

Am 31. Januar 1953 wurde Anneliese Gröblinghoff zur Ehrensenatorin ernannt und erhielt die „Ehrenmütze“ der Senatoren.

Am 21. September 1953 stand das erste Freudenthal-Ballett in der Domschänke bereit, um sich auf seine karnevalistischen Auftritte zur Session 1954 vorzubereiten. Heinrich Winkeler übernahm die Einstudierungen. Die Tanzformation bestand aus Waltraud Winkeler, Marita Schmidt, Hanni Burandt, Hannelore Biehs und Hildegard Hesse.

Am 21. November 1953 hatte das erste Freudenthal-Gesangsquartett, bestehend aus Franz Schäfer, Erwin Henfling und Manfred Ossenbrink, einen Auftritt in der Halle Münsterland und verbuchte wohl seinen größten Erfolg. Unter der Leitung von Peter Kottmann hatte der Nordwestdeutsche Rundfunk die vom Bund Westfälischer Karneval in Verbindung mit dem Bürgerausschuss der Stadt Münster ausgerichtete Veranstaltung vor 8000 Zuschauern mitgeschnitten, um sie einige Tage später mit ebenso großem Echo über den Äther zu senden.