Südenmauer: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Haus Südenmauer 7 war lange Zeit als eine Ruine bekannt, die sowohl Ahlener Bürger als auch auswärtige Passanten wahrnahmen. Das kleine Backsteinwohnhaus, das einst auch einen Laden beherbergte, stand über Jahrzehnte leer und verfiel zunehmend. Bereits Anfang der 1990er Jahre war das Gebäude so baufällig, dass Abrisspläne erwogen wurden. Als die Stadtverwaltung das Haus erwarb, sollten diese Pläne umgesetzt werden, doch die fehlende Brandschutzwand zwischen der Ruine und dem Nachbarhaus verursachte enorme Kosten. Der damalige Stadtbaurat Franz Budnik erklärte, dass ein gewöhnlicher Abriss das angrenzende Gebäude in Mitleidenschaft gezogen hätte. Ohne eine klare Nachnutzungsperspektive wurde der Abriss als unrentabel erachtet. Die Stadt entschied sich daher, die Fenster zu verbrettern und im ehemaligen Garten einen Parkplatz zu betreiben, während der Verfall des Hauses weiter fortschritt. | Das '''Haus Südenmauer 7''' war lange Zeit als eine Ruine bekannt, die sowohl Ahlener Bürger als auch auswärtige Passanten wahrnahmen. Das kleine Backsteinwohnhaus, das einst auch einen Laden beherbergte, stand über Jahrzehnte leer und verfiel zunehmend. Bereits Anfang der 1990er Jahre war das Gebäude so baufällig, dass Abrisspläne erwogen wurden. Als die [[Stadtverwaltung Ahlen|Stadtverwaltung]] das Haus erwarb, sollten diese Pläne umgesetzt werden, doch die fehlende Brandschutzwand zwischen der Ruine und dem Nachbarhaus verursachte enorme Kosten. Der damalige Stadtbaurat [[Franz Budnik]] erklärte, dass ein gewöhnlicher Abriss das angrenzende Gebäude in Mitleidenschaft gezogen hätte. Ohne eine klare Nachnutzungsperspektive wurde der Abriss als unrentabel erachtet. Die Stadt entschied sich daher, die Fenster zu verbrettern und im ehemaligen Garten einen Parkplatz zu betreiben, während der Verfall des Hauses weiter fortschritt. | ||
Erst mit der Planung durch Gosda-Bau zeigte sich im Jahr 2012 ein Ausweg. 2014 erfolgte schließlich der langersehnte Abriss, der jedoch eine unerwartete Herausforderung mit sich brachte: Ein bislang nicht verzeichneter Luftschutzbunker wurde entdeckt. Trotz dieser Unwägbarkeit und der aufwendigen Abstützung des Nachbarhauses wurde die Baulücke bis 2015 vollständig geschlossen. Seitdem befindet sich im Erdgeschoss das Hörstudio Möllmann, ein namhaftes Ahlener Unternehmen.<ref>Ahlener Zeitung, 24.10.2015</ref> | Erst mit der Planung durch [[Gosda-Bau]] zeigte sich im Jahr 2012 ein Ausweg. 2014 erfolgte schließlich der langersehnte Abriss, der jedoch eine unerwartete Herausforderung mit sich brachte: Ein bislang nicht verzeichneter Luftschutzbunker wurde entdeckt. Trotz dieser Unwägbarkeit und der aufwendigen Abstützung des Nachbarhauses wurde die Baulücke bis 2015 vollständig geschlossen. Seitdem befindet sich im Erdgeschoss das [[Hörstudio Möllmann]], ein namhaftes Ahlener Unternehmen.<ref>Ahlener Zeitung, 24.10.2015</ref> | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
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Version vom 23. August 2024, 18:59 Uhr
| Südenmauer | |
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51.7611787.889989 Koordinaten: 51° 45′ 40″ N, 7° 53′ 24″ O
| |
| Postleitzahl | 59227 |
| Ortsteil | Innenstadt |
| Art der Straße | Wohnstraße |
Südenmauer 7
Das Haus Südenmauer 7 war lange Zeit als eine Ruine bekannt, die sowohl Ahlener Bürger als auch auswärtige Passanten wahrnahmen. Das kleine Backsteinwohnhaus, das einst auch einen Laden beherbergte, stand über Jahrzehnte leer und verfiel zunehmend. Bereits Anfang der 1990er Jahre war das Gebäude so baufällig, dass Abrisspläne erwogen wurden. Als die Stadtverwaltung das Haus erwarb, sollten diese Pläne umgesetzt werden, doch die fehlende Brandschutzwand zwischen der Ruine und dem Nachbarhaus verursachte enorme Kosten. Der damalige Stadtbaurat Franz Budnik erklärte, dass ein gewöhnlicher Abriss das angrenzende Gebäude in Mitleidenschaft gezogen hätte. Ohne eine klare Nachnutzungsperspektive wurde der Abriss als unrentabel erachtet. Die Stadt entschied sich daher, die Fenster zu verbrettern und im ehemaligen Garten einen Parkplatz zu betreiben, während der Verfall des Hauses weiter fortschritt.
Erst mit der Planung durch Gosda-Bau zeigte sich im Jahr 2012 ein Ausweg. 2014 erfolgte schließlich der langersehnte Abriss, der jedoch eine unerwartete Herausforderung mit sich brachte: Ein bislang nicht verzeichneter Luftschutzbunker wurde entdeckt. Trotz dieser Unwägbarkeit und der aufwendigen Abstützung des Nachbarhauses wurde die Baulücke bis 2015 vollständig geschlossen. Seitdem befindet sich im Erdgeschoss das Hörstudio Möllmann, ein namhaftes Ahlener Unternehmen.[1]
Quellen
- ↑ Ahlener Zeitung, 24.10.2015
