Zum Inhalt springen

Egon Kaderka: Unterschied zwischen den Versionen

Aus AhlenWiki
K WikiSysop verschob die Seite Egon kaderka nach Egon Kaderka: Falsch geschriebener Name
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 8: Zeile 8:
|Todesdatum  =  
|Todesdatum  =  
|Todesort    =  
|Todesort    =  
|Beruf        = Unternehmer
|Beruf        = Unternehmer, Sportfunktionär
}}
}}


[[Kategorie:Person aus Ahlen]]
[[Kategorie:Unternehmer]]
[[Kategorie:Sportfunktionär]]
[[Kategorie:Boxen]]


== Leben == 
'''Egon Kaderka''' war ein Ahlener Unternehmer und Sportfunktionär, der vor allem in den 1980er Jahren als Präsident und Förderer des [[Box Sport Klub 27|Boxsportklubs 27 Ahlen]] in Erscheinung trat. Er prägte die erfolgreichste Phase des Vereins wesentlich mit und galt als eine der zentralen Figuren des Ahlener Amateurboxens jener Jahre.<ref name="AZ2016">{{Literatur
Egon Kaderka war ein umstrittener Unternehmer, der in den 1980er-Jahren als Mäzen des [[Box Sport Klub 27]] Ahlen auftrat.   
|Autor=Henning Tillmann
|Titel=Als Amateurboxen die Hallen füllte
|Sammelwerk=Ahlener Zeitung
|Datum=2016-06-25
}}</ref><ref name="Jub1987-S3">{{Literatur
|Hrsg=Box-Sportklub 1927 Ahlen e. V.
|Titel=Jubiläumsschrift des BSK 27 Ahlen e. V. : herausgegeben zum 60jährigen Jubiläum des Boxsportklubs 27 Ahlen, im Jahre des großen sportlichen Erfolges, die Erringung der deutschen Mannschaftsmeisterschaft 1987
|Ort=Ahlen
|Jahr=1987
  |Seiten=3
}}</ref>


== Rolle beim BSK Ahlen ==
== Leben und unternehmerisches Wirken ==
Kaderka investierte ein beträchtliches Vermögen in den Verein und sorgte dafür, dass zahlreiche hochkarätige Boxer nach Ahlen kamen. Unter seiner Führung gewann der BSK 1987 und 1989 die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.   
Kaderka trat in Ahlen als Unternehmer auf. Nach Angaben der heutigen Kaderka-Gruppe legte er 1983 den Grundstein für die spätere Unternehmensgruppe; dort wird er zugleich als Förderer des Amateurboxsports und als Box-Promoter im Profibereich bezeichnet.<ref name="KaderkaGruppe">{{Internetquelle
|url=https://www.kaderkagruppe.com/
  |titel=Willkommen | Kaderka Gruppe
|werk=Kaderka Gruppe
|abruf=2026-04-22
}}</ref>


== Kontroversen ==   
Mit Kaderka verbunden war außerdem der ''Sonntags-Rundblick'', der auch als Verlagspartner der Jubiläumsschrift des BSK 27 Ahlen in Erscheinung trat.<ref name="Jub1987-Impressum">{{Literatur
Kaderka war Inhaber eines Bordells, was immer wieder für Diskussionen sorgte. Der „Spiegel“ berichtete 1991 ausführlich über seine Geschäftspraktiken. Viele Boxer und Vereinsmitglieder stellten sich dennoch hinter ihn und betonten seine Leidenschaft für den Sport.  
|Hrsg=Box-Sportklub 1927 Ahlen e. V.
|Titel=Jubiläumsschrift des BSK 27 Ahlen e. V. : herausgegeben zum 60jährigen Jubiläum des Boxsportklubs 27 Ahlen, im Jahre des großen sportlichen Erfolges, die Erringung der deutschen Mannschaftsmeisterschaft 1987
|Ort=Ahlen
  |Jahr=1987
  |Seiten=Impressum
}}</ref>


== Weblinks ==   
== Rolle beim BSK 27 Ahlen ==
* [https://www.spiegel.de Spiegel-Artikel über Kaderka (1991)]
Kaderka war in den 1980er Jahren Präsident des [[Box Sport Klub 27|BSK 27 Ahlen]]. In der Jubiläumsschrift des Vereins wird er für den 7. September 1985 als Präsident des damals vorgestellten beziehungsweise bestätigten Präsidiums genannt.<ref name="Jub1987-S3" />
 
Unter seiner Führung erlebte der Verein seine erfolgreichste Phase. Der BSK boxte in der 1. Bundesliga und gewann 1987 die deutsche Mannschaftsmeisterschaft.<ref name="Jub1987-Titel">{{Literatur
|Hrsg=Box-Sportklub 1927 Ahlen e. V.
|Titel=Jubiläumsschrift des BSK 27 Ahlen e. V. : herausgegeben zum 60jährigen Jubiläum des Boxsportklubs 27 Ahlen, im Jahre des großen sportlichen Erfolges, die Erringung der deutschen Mannschaftsmeisterschaft 1987
|Ort=Ahlen
|Jahr=1987
|Seiten=Titelseite
}}</ref> Eine spätere Rückschau der ''Ahlener Zeitung'' beschreibt Kaderka als den Mann, der erhebliche finanzielle Mittel in den Verein investierte und zahlreiche hochkarätige Boxer nach Ahlen holte.<ref name="AZ2016" />
 
Mit den Erfolgsjahren des BSK 27 Ahlen werden unter anderem Boxer wie '''Norbert Nieroba''', '''Thorsten Spürgin''', '''Ralston „Ricky“ Lewis''' und '''Klaus Niketta''' verbunden.<ref name="AZ2016" /> Die Heimkämpfe des Vereins in der Friedrich-Ebert-Halle zogen in dieser Zeit nach Presseberichten regelmäßig mehr als 2000 Zuschauer an.<ref name="AZ2016" />
 
== Kontroversen ==
Kaderka war eine schillernde und umstrittene Persönlichkeit. In der Rückschau der ''Ahlener Zeitung'' wird er ausdrücklich als Bordellbesitzer bezeichnet; zugleich wird dort hervorgehoben, dass er sich mit großem finanziellem Einsatz für seine Boxer und den Verein engagierte.<ref name="AZ2016" />
 
Die öffentliche Aufmerksamkeit für seine Person reichte deutlich über Ahlen hinaus. Darauf verweist insbesondere der ''Spiegel''-Artikel ''Der Robin Hood von Ahlen'' aus dem Jahr 1991.<ref name="Spiegel1991">{{Literatur
|Titel=Der Robin Hood von Ahlen
|Sammelwerk=Der Spiegel
|Jahr=1991
}}</ref>
 
Archivische Quellen belegen zudem Kaderkas geschäftliche Präsenz im Rotlicht- und Gaststättengewerbe in Ahlen. Im Archivportal Nordrhein-Westfalen ist unter seinem Namen unter anderem eine Konzession zum Betrieb einer Schankwirtschaft mit der Bezeichnung „Maxim-Bar“ an der Hammer Straße nachgewiesen.<ref name="ArchivNRW">{{Internetquelle
|url=https://www.archive.nrw.de/en/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_bf76dece-4fde-46a9-ad71-0ae4c6b5eb5a
|titel=Konzession zum Betrieb einer Schankwirtschaft („Maxim-Bar“) durch Egon Kaderka
|werk=Archive in Nordrhein-Westfalen
|abruf=2026-04-22
}}</ref>
 
== Bedeutung für Ahlen ==
Für die Ahlener Sportgeschichte ist Kaderka vor allem als Mäzen und Funktionär des BSK 27 Ahlen von Bedeutung. Mit seinem Namen verbindet sich die Hochphase des Ahlener Amateurboxens in den 1980er Jahren, als der Verein bundesweit zu den erfolgreichsten Mannschaften zählte.<ref name="AZ2016" /><ref name="Jub1987-Titel" />
 
Seine Person steht zugleich für die enge Verbindung von lokalem Sport, wirtschaftlicher Förderung und öffentlicher Kontroverse, die den BSK 27 Ahlen in jener Zeit besonders sichtbar machte.<ref name="AZ2016" /><ref name="Spiegel1991" />
 
== Literatur ==
* {{Literatur
|Hrsg=Box-Sportklub 1927 Ahlen e. V.
|Titel=Jubiläumsschrift des BSK 27 Ahlen e. V. : herausgegeben zum 60jährigen Jubiläum des Boxsportklubs 27 Ahlen, im Jahre des großen sportlichen Erfolges, die Erringung der deutschen Mannschaftsmeisterschaft 1987
|Ort=Ahlen
|Jahr=1987
}}
* {{Literatur
|Autor=Henning Tillmann
|Titel=Als Amateurboxen die Hallen füllte
|Sammelwerk=Ahlener Zeitung
|Datum=2016-06-25
}}
* {{Literatur
|Titel=Der Robin Hood von Ahlen
|Sammelwerk=Der Spiegel
|Jahr=1991
}}
 
== Weblinks ==
* {{Internetquelle
|url=https://www.kaderkagruppe.com/
|titel=Willkommen | Kaderka Gruppe
|werk=Kaderka Gruppe
  |abruf=2026-04-22
}}
* {{Internetquelle
|url=https://www.archive.nrw.de/en/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_bf76dece-4fde-46a9-ad71-0ae4c6b5eb5a
|titel=Konzession zum Betrieb einer Schankwirtschaft („Maxim-Bar“) durch Egon Kaderka
|werk=Archive in Nordrhein-Westfalen
|abruf=2026-04-22
}}
 
== Einzelnachweise ==
<references />

Version vom 22. April 2026, 10:36 Uhr

Egon Kaderka
Vorname/n Egon
Nachname Kaderka
Beruf Unternehmer, Sportfunktionär


Egon Kaderka war ein Ahlener Unternehmer und Sportfunktionär, der vor allem in den 1980er Jahren als Präsident und Förderer des Boxsportklubs 27 Ahlen in Erscheinung trat. Er prägte die erfolgreichste Phase des Vereins wesentlich mit und galt als eine der zentralen Figuren des Ahlener Amateurboxens jener Jahre.[1][2]

Leben und unternehmerisches Wirken

Kaderka trat in Ahlen als Unternehmer auf. Nach Angaben der heutigen Kaderka-Gruppe legte er 1983 den Grundstein für die spätere Unternehmensgruppe; dort wird er zugleich als Förderer des Amateurboxsports und als Box-Promoter im Profibereich bezeichnet.[3]

Mit Kaderka verbunden war außerdem der Sonntags-Rundblick, der auch als Verlagspartner der Jubiläumsschrift des BSK 27 Ahlen in Erscheinung trat.[4]

Rolle beim BSK 27 Ahlen

Kaderka war in den 1980er Jahren Präsident des BSK 27 Ahlen. In der Jubiläumsschrift des Vereins wird er für den 7. September 1985 als Präsident des damals vorgestellten beziehungsweise bestätigten Präsidiums genannt.[2]

Unter seiner Führung erlebte der Verein seine erfolgreichste Phase. Der BSK boxte in der 1. Bundesliga und gewann 1987 die deutsche Mannschaftsmeisterschaft.[5] Eine spätere Rückschau der Ahlener Zeitung beschreibt Kaderka als den Mann, der erhebliche finanzielle Mittel in den Verein investierte und zahlreiche hochkarätige Boxer nach Ahlen holte.[1]

Mit den Erfolgsjahren des BSK 27 Ahlen werden unter anderem Boxer wie Norbert Nieroba, Thorsten Spürgin, Ralston „Ricky“ Lewis und Klaus Niketta verbunden.[1] Die Heimkämpfe des Vereins in der Friedrich-Ebert-Halle zogen in dieser Zeit nach Presseberichten regelmäßig mehr als 2000 Zuschauer an.[1]

Kontroversen

Kaderka war eine schillernde und umstrittene Persönlichkeit. In der Rückschau der Ahlener Zeitung wird er ausdrücklich als Bordellbesitzer bezeichnet; zugleich wird dort hervorgehoben, dass er sich mit großem finanziellem Einsatz für seine Boxer und den Verein engagierte.[1]

Die öffentliche Aufmerksamkeit für seine Person reichte deutlich über Ahlen hinaus. Darauf verweist insbesondere der Spiegel-Artikel Der Robin Hood von Ahlen aus dem Jahr 1991.[6]

Archivische Quellen belegen zudem Kaderkas geschäftliche Präsenz im Rotlicht- und Gaststättengewerbe in Ahlen. Im Archivportal Nordrhein-Westfalen ist unter seinem Namen unter anderem eine Konzession zum Betrieb einer Schankwirtschaft mit der Bezeichnung „Maxim-Bar“ an der Hammer Straße nachgewiesen.[7]

Bedeutung für Ahlen

Für die Ahlener Sportgeschichte ist Kaderka vor allem als Mäzen und Funktionär des BSK 27 Ahlen von Bedeutung. Mit seinem Namen verbindet sich die Hochphase des Ahlener Amateurboxens in den 1980er Jahren, als der Verein bundesweit zu den erfolgreichsten Mannschaften zählte.[1][5]

Seine Person steht zugleich für die enge Verbindung von lokalem Sport, wirtschaftlicher Förderung und öffentlicher Kontroverse, die den BSK 27 Ahlen in jener Zeit besonders sichtbar machte.[1][6]

Literatur

Jubiläumsschrift des BSK 27 Ahlen e. V. : herausgegeben zum 60jährigen Jubiläum des Boxsportklubs 27 Ahlen, im Jahre des großen sportlichen Erfolges, die Erringung der deutschen Mannschaftsmeisterschaft 1987. Ahlen: 1987.
  • Henning Tillmann: Als Amateurboxen die Hallen füllte. : {{{Jahr}}}.
Der Robin Hood von Ahlen. : 1991.
  • „Willkommen“.In: Kaderka Gruppe.Online
  • „Konzession zum Betrieb einer Schankwirtschaft („Maxim-Bar“) durch Egon Kaderka“.In: Archive in Nordrhein-Westfalen.Online

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Henning Tillmann: Als Amateurboxen die Hallen füllte. : {{{Jahr}}}.
  2. 2,0 2,1
    Jubiläumsschrift des BSK 27 Ahlen e. V. : herausgegeben zum 60jährigen Jubiläum des Boxsportklubs 27 Ahlen, im Jahre des großen sportlichen Erfolges, die Erringung der deutschen Mannschaftsmeisterschaft 1987. Ahlen: 1987.S. 3.
  3. „Willkommen“.In: Kaderka Gruppe.Online
  4. Jubiläumsschrift des BSK 27 Ahlen e. V. : herausgegeben zum 60jährigen Jubiläum des Boxsportklubs 27 Ahlen, im Jahre des großen sportlichen Erfolges, die Erringung der deutschen Mannschaftsmeisterschaft 1987. Ahlen: 1987.S. Impressum.
  5. 5,0 5,1
    Jubiläumsschrift des BSK 27 Ahlen e. V. : herausgegeben zum 60jährigen Jubiläum des Boxsportklubs 27 Ahlen, im Jahre des großen sportlichen Erfolges, die Erringung der deutschen Mannschaftsmeisterschaft 1987. Ahlen: 1987.S. Titelseite.
  6. 6,0 6,1
    Der Robin Hood von Ahlen. : 1991.
  7. „Konzession zum Betrieb einer Schankwirtschaft („Maxim-Bar“) durch Egon Kaderka“.In: Archive in Nordrhein-Westfalen.Online