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Ahlmut

Aus AhlenWiki
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Historischer Hintergrund

Die Idee, das Mammut als Symbolfigur für Ahlen einzusetzen, reicht weiter zurück als die 2013 gestartete Ahlmut-Initiative.

Bereits Anfang der 2000er-Jahre hatte der Ahlener Architekt Hartmut Rogalla vorgeschlagen, das Mammut als Symbol für den Strukturwandel der Stadt nach der Schließung der Zeche zu nutzen.

In diesem Zusammenhang entwickelte er ein Grobkonzept für eine Öffentlichkeitskampagne, mit der das 1910 in Ahlen gefundene Mammutskelett aus Münster nach Ahlen zurückgeholt werden sollte.

Nach Rogallas Darstellung fand die Idee beim damaligen Bürgermeister jedoch keine Zustimmung.

Öffentliche Diskussion und Kritik

Die Initiative zur Aufstellung zahlreicher Mammutfiguren löste im August 2013 eine öffentliche Diskussion über Stadtmarketing, Kunst und die Identität Ahlens aus.

Haltung der Stadtverwaltung

Bürgermeister Benedikt Ruhmöller äußerte Zweifel daran, ob das Mammut als stadtbildprägendes Maskottchen oder Symboltier für Ahlen geeignet sei.

Er verwies darauf, dass die Stadt bereits über verschiedene Stärken verfüge, darunter erfolgreiche Wirtschaftsunternehmen und eine überregional bedeutsame Kunstszene.

Ruhmöller sprach sich für eine breitere Diskussion unter Beteiligung der politischen Gremien aus.

Dabei unterschied er zwischen privaten und öffentlichen Standorten. Während Eigentümer auf ihren eigenen Grundstücken grundsätzlich Mammutfiguren aufstellen könnten, müsse eine Aufstellung im öffentlichen Raum jeweils einzeln geprüft werden.

Kritik aus Kunst und Architektur

Auch Vertreter der Ahlener Kunst- und Architekturszene äußerten sich überwiegend kritisch.

Der Architekt Christian Tripp bezeichnete die Idee als überflüssig und regte an, stattdessen der Gestaltung der Innenstadt größere Aufmerksamkeit zu widmen. Ahlen verfüge mit dem Aal im Stadtwappen bereits über ein eigenes Symbol.

Helga Gausling, Leiterin des Fritz-Winter-Hauses, hielt die Mammutfiguren für unpassend und sprach sich stattdessen für ein stärkeres bürgerschaftliches Engagement im Denkmalschutz aus.

Burkhard Leismann kritisierte die Figuren als wenig gelungene Dekoration. Er befürchtete außerdem, dass eine Vielzahl von Kunststoff-Mammuts die Bedeutung eines bereits bestehenden, künstlerisch gestalteten Mammuts schmälern könnte, mit dem die Wirtschaftsförderungsgesellschaft besondere unternehmerische Leistungen würdigte.

Walter Rinke vom Kunstverein sah in der geplanten Aktion einen Widerspruch zum Kulturimage Ahlens.

Die Kunsthistorikerin Andrea Bergmann stellte grundsätzlich infrage, ob überlebensgroße Tierfiguren noch eine zeitgemäße Ausdrucksform städtischer Identität seien.

Auch der Architekt Volker Lembken äußerte Zweifel an der identitätsstiftenden Wirkung des Mammuts und verwies auf den Aal als bereits vorhandenes Alleinstellungsmerkmal.

Befürworter

Zu den ausdrücklichen Befürwortern gehörte der Architekt Hartmut Rogalla, der das Mammut bereits Jahre zuvor als Symbol für den Strukturwandel Ahlens vorgeschlagen hatte.

Auch Initiator Knut Schneider und Unterstützer aus der Facebook-Gruppe „Wir sind Ahlen“ setzten sich für eine Verbreitung der Mammutfiguren im Stadtgebiet ein.

Die Diskussion zeigte, dass das Projekt nicht nur als dekorative oder werbliche Maßnahme wahrgenommen wurde, sondern auch grundsätzliche Fragen nach der kulturellen Identität und Außendarstellung Ahlens berührte.