Westfalenkaserne

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Westfalenkaserne
51.73377.8702
Anschrift Hammer Str. 360
Baujahr 1956 - 1959



Geschichte

Kurz nach dem Aufstellen der Bundeswehr wurde 1959 im „Heessener Busch“ zwischen Ahlen und Hamm-Heessen, einem ehemaligen Besitz des Freiherrn von Boeselager, die Westfalen-Kaserne fertiggestellt. Dazu gehören auch eine Panzerwaschanlage, eine Schießbahn, ein Munitionsdepot und ein Waffenlager.

1975 wurde die Kapazität des kaserneneigenen Heizwerks erweitert und innerhalb von nur 12 Tagen der 75 Meter hohe Kamin gebaut. Nur 8 Jahre später, 1983, wurde eine neue Nachschubhalle auf dem Kasernengelände gebaut. Außerhalb des Geländes entstanden noch das Soldatenheim St. Martin und ein, seinerzeit modernes, Sportzentrum.

Zudem wird das Naturschutzgebiet Oestricher Wald als Übungsgelände genutzt. Genutzt wurde die Kaserne, neben der Lützow-Kaserne vor allem durch die Panzergrenadierbrigade 19, die hier das Panzergrenadierbataillon 191, das Panzergrenadierbataillon 192 und andere Versorgungs- und Ergänzungseinheiten unterbrachte. Am 31. August 2002 wurde die Brigade und am 18. Mai 2006 das Panzergrenadierbataillon 192 aufgelöst. Anschließend wurde das Sanitätsregiment 22 aus dem benachbarten Hamm an den Standort Ahlen verlegt. Danach stand der Standort lange zur Disposition und wurde schließlich umgebaut. Im Oktober 2011 wurde bekannt, dass im Zuge der beschlossenen Bundeswehrreform das Sanitätsregiment 22 aufgelöst wird. Stattdessen werden künftig die Rekrutenkompanie 3 und das Aufklärungsbataillon 7 mit unbewaffneten Drohnen in der Westfalenkaserne stationiert sein. Dadurch steigt die Zahl der Dienstposten von 760 auf 860.

Truppenübungsplatz

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Stationierte Einheiten

Aktuell

Aufklärungsbataillon 7

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Rekrutenkompanie 3

Sanitätsregiment 22

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Kommandeur: Oberfeldarzt Fritz Stoffregen

Anfang 2016 wird das Sanitätsregiment 22 "Westfalen" aufgelöst.[1]

Sanitätsversorgungszentrum Ahlen

Ehemalige

Stabskompanie Panzergrenadierbrigade 19

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Auslöser für die Aufstellung der Panzergrenadierbrigade 19 war der Aufstellungsbefehl 214 (Heer) BMVg-FüH II 1 (8) vom 27. Februar 1959.

III. Korps stellt ab 1. März 1959 in Handorf bei Münster, Neubau Stab und Stabskompanie PzGrenBrig 19 auf. Handorf ist nur Zwischenstandort, Endstation ist Heessen-Ahlen, wohin Stab und Stabskompanie vom III. Korps zu verlegen sind.

Damit ist der 1. März 1959 der offizielle Geburtstag der Brigade.

Der erste Brigadekommandeur, Oberst Fondermann, begann am 19. Januar 1959 zunächst in Münster, danach in der neuen Kaserne in Handorf, mit der Arbeit zum Aufbau der Brigade. Sein damaliges Personal: Zwei Kraftfahrer und ein Schreiber. Zudem stand ihm nur eine von der 7. Panzergrenadierdivision geliehene Schreibmaschine zu Verfügung.

Am 1. Juli 1959 erfolgte dann die Verlegung nach Ahlen.

Kommandeure
Name Komanndobeginn Kommandoende
Oberst a. D. Otto Fondermann 01.03.1959 31.03.1960
Brigadegeneral von Rumohr 01.04.1960 08.05.1961
Oberst a. D. Fischer 09.05.1961 31.03.1963
Generalleutnant a. D. Bernd Freiherr Freytag von Loringhoven 01.04.1963 30.07.1964
Oberst a. D. Werner Ziegler 01.08.1964 06.09.1967
General a. D. Franz-Joseph Schulze 07.09.1967 30.09.1968
Oberst a. D. Günter Rennhack 01.10.1968 28.04.1971
Generalmajor a. D. Horst-Bodo Schuwirth 29.04.1971 30.06.1974
Brigadegeneral a. D. Horst Scheuermann 01.07.1974 30.09.1977
Generalmajor Dipl.-Ing. Wolfgang Tebbe 01.10.1977 31.03.1980
Brigadegeneral Hubertus Senff 01.04.1980 20.03.1983
Bis zum Dienstantritt von Oberst Gerber war der stellvertretende Brigadekommandeur, Oberst Schwiering, mit der Führung der Brigade beauftragt.
Oberst Manfred Gerber 22.08.1983

Panzerpionierkompanie 190

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Die Panzerpionierkompanie 190 wurde am 01.04.1961 in Warendorf aufgestellt und war seit dem 01.07.1962 in Ahlen stationiert.

Nachschubkompanie 190

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Die Nachschubkompanie 190 wurde am 02.01.1957 als Quartiermeisterbataillon 7 aufgestellt und war seit dem 31.03.1973 in Ahlen stationiert.

Panzergrenadierbataillon 191

PzGrenBtl 191.svg1959 - 1980

Das Panzergrenadierbataillon 191 wurde am 1. April 1959 am Standort Ahlen neu aufgestellt. Der Ursprung des Bataillons geht auf das 3. Musketierbataillon des 4. (ostpr.) Infanterieregiment Nr. 5 bis in das Jahr 1689 zurück.

Vom 1. Juli 1813 bis Januar 1919 entstand hieraus mit der Aufstellung der fürstbischöflichen Truppen on Münster das 4. westfälische Infanterieregiment, Graf Barfuß, Nr17.

Von 1920 bis 1934 wurde es als II. Bataillon / Ausbildungsbataillon des Infanterieregiments Nr. 17 weitergeführt. Im Rahmen der Neuaufstellung wurde am 1. Oktober 1934 aus dem II. Bataillon des Infanterieregiments 18 das Infaterieregiment 64 Münster der 16. Infanteriedivision bis 1945. Auf Befehl zur Aufstellung der Panzergrenadierbrigade 19 wurde am 1. April 1959 das Panzergrenadierbataillon 191 aus der 3./Panzergrenadierbataillon 22 (Fritzlar) und der 4./Panzergrenadierbataillon (Göttingen) in der Westfalenkaserne neu aufgestellt.

Das Batillon erhielt eine Stärke von 658 Soldaten und war ausgerüstet mit LKW 1,5 to Unimog. Gegliedert war das Bataillon in

  • 1 Stabs- und Versorgungskompanie
  • 3 Panzergrenadierkompanien
  • 1 schwere Panzergrenadierkompanie

Panzergrenadierbataillon 192

PzGrenBtl 192.svg1980-2006

Im Rahmen der Umgliederung in die Heeresstruktur 4 wurde das Panzergrenadierbataillon 191 am 29. September 1980 in das Panzergrenadierbataillon 192 umbenannt.

Mit der Einführung der Heeresstruktur 5 am 1. Oktober 1992 bestand das Panzergrenadierbataillon 192 aus

  • 1 Stabs- und Versorgungskompanie
  • 4 Panzergrenadierkompanien
  • 1 Panzermörserkompanie
  • 1 Unteroffizierskompanie

Jägerbataillon 441 (1981 dann JgBtl 531)

Quellen

<references>