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Haus Holtermann: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Haus Holtermann''' ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am [[Markt]] in Ahlen.
Das '''Haus Holtermann''' ist ein denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshausensemble am [[Markt]] in Ahlen. Es umfasst das ehemalige Kaufhaus am Markt 10 und das Wohnhaus Markt 12. Die Gebäude entstanden in mehreren Bauabschnitten zwischen 1905 und 1907 nach Plänen des Architekten [[Hubert Holtmann]]. Ihre Geschichte ist eng mit der [[Familie Holtermann]] und dem [[Kaufhaus Carl Holtermann]] verbunden.<ref name="WolffGeschichte">Christian Wolff: „Kaufmann wagte 1816 Neuanfang in Ahlen“, historischer Bericht auf Grundlage von Recherchen Ludger Schultes (1966); Text liegt dem AhlenWiki vor.</ref>


Bereits 1850 kaufte [[Carl Ludwig Holtermann]] das Gebäude Markt Nr. 392 vom Brennereibesitzer [[Anton Avermiddig]]. Dessen ehemaliges Wohnhaus wurde zum Gechäftshaus umgebaut. Das zugehörige Hinterhaus und die Scheune an der Weststraße wurden als Lager- und Abstellräume genutzt. Zu jener Zeit wurden Gemischt-, Manufaktur-, Eisen- und Kolonialwaren hier gehandelt. Zu dem Angebot zählten auch Heilmittel und künstlicher Dünger. Ebenfalls war hier ein Schankwirtschaft untergebracht, da Holtermann auch im Besitz einer Schankkonzession war.
== Vorgängerbauten und frühe Nutzung ==
Am Standort des späteren Gebäudeensembles befanden sich ältere Wohn- und Geschäftshäuser. Im Jahr 1850 erwarb [[Carl Ludwig Holtermann]] vom Brennereibesitzer [[Anton Avermiddig]] das Anwesen Markt Nr. 392. Dessen früheres Wohnhaus wurde zum Geschäftshaus umgebaut. Hinterhaus und Scheune an der Weststraße wurden als Lager- und Abstellräume genutzt.<ref name="WolffGeschichte">Christian Wolff: „Kaufmann wagte 1816 Neuanfang in Ahlen“, historischer Bericht auf Grundlage von Recherchen Ludger Schultes (1966); Text liegt dem AhlenWiki vor.</ref>


1884 erweiterte Holtermann die Manufakturabteilung beträchtlich. Für diese Abteilung wurde eigens ein eigener Eingang gebaut. Nach einem weiteren Umbau 1893 übertrug Carl Ludwig die Führung des Geschäftshauses an seinen ältesten Sohn, [[Carl Maria Franz Albert Holtermann]].
Die Geschäftsfront wurde 1884 durch eine Vergrößerung der Manufakturabteilung verändert. Für diesen Bereich wurde ein weiterer Eingang geschaffen. Ein weiterer Umbau folgte 1893.<ref name="Dez1966">„150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“. In: Ahlener Monatsschau, Dezember 1966, S. 13.</ref>


Der Architekt [[Hubert Holtmann]] plante das, heute erhaltene, Gebäude im Jugendstil, die Bauarbeiten, im Jahre 1906, übernahm [[Wilhelm Krämer]].
== Neubau im Jugendstil ==
Ab 1905 ließ Carl Holtermann das alte Overmannsche beziehungsweise Oevermannsche Haus am Markt abbrechen und durch einen Neubau für private Wohn- und Wirtschaftsräume sowie das Geschäftskontor ersetzen. Die Planung übernahm der münsterische Architekt [[Hubert Holtmann]], die Bauausführung der Ahlener Unternehmer [[Wilhelm Krämer]]. Im Anschluss wurde auch das bisherige Geschäftshaus erneuert; der Umbau wird in den historischen Berichten für 1907 genannt. Der Gesamtkomplex wird als Bau von 1906 geführt.<ref name="Jan1967">„150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“. In: Ahlener Monatsschau, Januar 1967, S. 7 und 9.</ref>


Es wurde am Ort des alten Oevermannschen Hauses errichtet, an dem [[Albert Matthias Holtermann]] zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen Kolonialwarenladen gründete, in welchem er Lebensmittel, Gewürze und allerlei Haushaltswaren und sogar Heilmittel anbot. Holtermann besaß auch eine Schankkonzession.
=== Historische Raumaufteilung ===
Der Jubiläumsbericht von 1967 beschreibt die Verteilung der Räume nach der Umgestaltung: Im unteren Geschäftsbereich lag ein großer Verkaufsraum. Im ersten Obergeschoss befanden sich Konfektionsabteilungen sowie Näherei und Berufskleidung. Das darüberliegende Geschoss enthielt unter anderem Personalräume, Lagerflächen und einen Betten- und Federnraum. Die Verteilung dieser Abteilungen wurde in der Jubiläumsschrift beschrieben.<ref name="Jan1967">„150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“. In: Ahlener Monatsschau, Januar 1967, S. 7 und 9.</ref>


Beide Gebäudehälften wurden in getrennten Versteigerungen zwangsversteigert, zuerst das Wohnhaus, im März 2015 das Geschäftshaus. Höchstbietender war Stefan Arztberg, ein Münchner mit Ahlener Wurzeln. Planungen für eine Nachnutzung gibt es noch nicht.
== Spätere Umbauten ==
1930 und 1931 erfolgte eine Modernisierung der Geschäftseinrichtung; dabei wurden ältere Regale und Ladentheken ersetzt.<ref name="Jan1967">„150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“. In: Ahlener Monatsschau, Januar 1967, S. 7 und 9.</ref>


==Bilder==
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Geschäftsräume und die Außenfront überarbeitet. In den Jahren 1964 und 1965 entstand die lange geplante Verbindungspassage zwischen Markt und Weststraße. Die Bebauung an der Weststraße wurde neu gestaltet. Dort fanden unter anderem eine Filiale der Dresdner Bank sowie eine Drogerie und ein Fotofachgeschäft von Theo Schulze Beenhorst Platz. In den oberen Geschossen wurden Mietwohnungen eingerichtet. Der Jubiläumsbericht nennt den Ahlener Architekten H. Hülsey und die Firma Krämer für diese Baumaßnahmen.<ref name="Feb1967">„150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“ (Schluss). In: Ahlener Monatsschau, Februar 1967, S. 9.</ref>
 
== Geschäftliche und kulturelle Nutzung ==
Das Gebäude diente zunächst dem [[Kaufhaus Carl Holtermann]]; später wurde das Geschäftshaus nach der Textilhausnutzung als Bettenhaus genutzt. Nach Angaben des KunstVereins Ahlen stand es 2011 bereits seit etwa zwei Jahren leer.<ref name="Kunstverein">KunstVerein Ahlen: [https://archiv.kunstvereinahlen.de/index.php%3Fid%3D444 „Temporäres Institut für Erinnerungen“], Dokumentation der Ausstellung 2011.</ref>
 
=== Temporäres Institut für Erinnerungen (2011) ===
Vom 6. November bis 11. Dezember 2011 fand im leerstehenden Haus die Ausstellung ''Temporäres Institut für Erinnerungen'' statt. Rund 25 Studierende der Kunstakademie Münster aus der Klasse Maik und Dirk Löbbert setzten sich mit den Räumen und der Geschichte des Gebäudes auseinander. Die Eröffnung erfolgte am 5. November.<ref name="Kunstverein">KunstVerein Ahlen: [https://archiv.kunstvereinahlen.de/index.php%3Fid%3D444 „Temporäres Institut für Erinnerungen“], Dokumentation der Ausstellung 2011.</ref>
 
== Zwangsversteigerung 2015 ==
Wohn- und Geschäftshaus wurden getrennt veräußert. Das Wohnhaus Markt 12 hatte bereits vor dem Versteigerungstermin des Geschäftshauses einen neuen Eigentümer. Für den dreigeschossigen ehemaligen Kaufhaustrakt wurden rund 700 Quadratmeter Fläche genannt. Ein Termin im November 2014 war ausgefallen; die erneute Versteigerung wurde auf den 13. März 2015 angesetzt. Vorher war das Kaufhaus für 365.000 Euro im freien Verkauf angeboten worden. Im Januar 2015 berichtete die Presse auch über eindringende Feuchtigkeit im Dachbereich.<ref name="Wolff2015">Christian Wolff: [https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ahlen/1863141-Termin-fuer-Zwangsvollstreckung-Haus-Holtermann-Neuer-Anlauf „Haus Holtermann: Neuer Anlauf“]. In: Westfälische Nachrichten / Ahlener Zeitung, 30. Januar 2015.</ref>
 
Am 13. März 2015 erhielt Stefan Arztberg aus München um 10:01 Uhr den Zuschlag für das Geschäftshaus mit einem Gebot von 280.000 Euro. Die örtliche Bietergemeinschaft GHKS Immobilien (Gosda, Scholdra, Heitfeld und Kupfernagel) stieg bei 265.000 Euro aus. Daneben beteiligten sich fünf weitere Bieter. Arztberg war bereits Eigentümer des angrenzenden Wohnhauses Markt 12. Nach eigenen damaligen Angaben bestanden noch keine konkreten Nutzungspläne.<ref name="Pastoor2015">Jörg Pastoor: [https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ahlen/1913179-Zuschlag-in-Zwangsversteigerungsverfahren-Haus-Holtermann-gehoert-Arztberg „Haus Holtermann gehört Arztberg“]. In: Westfälische Nachrichten / Ahlener Zeitung, 13. März 2015 (aktualisiert 16. März 2015).</ref>
 
== Denkmalpflege, Bürgerinitiative und Leerstand ==
Unter dem Motto ''Denk mal an dein Denkmal'' machte 2019 eine Bürgerinitiative auf den Zustand des Hauses aufmerksam. AhlenTV berichtete darüber.<ref name="AhlenTV">[https://www.nrwision.de/mediathek/ahlentv-denk-mal-an-dein-denkmal-haus-holtermann-in-ahlen-190213/ AhlenTV: „Denk mal an dein Denkmal – Haus Holtermann in Ahlen“], Beitrag 2019.</ref>
 
Das Innenstadtkonzept ''VielfAltstadt'' der Stadt Ahlen bezeichnete das Haus 2024 als stadtbildprägende Immobilie und hielt fest, dass bis dahin Sanierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade vorgenommen worden waren, eine konkrete Nachnutzung aber fehlte.<ref name="Konzept">Stadt Ahlen: [https://www.ahlen.de/fileadmin/Bilder/Stadtverwaltung_Themen___News/Wohnen___Umwelt/Planen_u._Bauen/Stadtentwicklung/Innenstadtkonzept_VielfAltstadt_Ahlen.pdf VielfAltstadt – Das Ahlener Innenstadtkonzept], Februar 2024.</ref> Auch Radio WAF berichtete im Dezember 2024 über den langjährigen Leerstand.<ref name="RadioWAF">[https://www.radiowaf.de/nachrichten/kreis-warendorf/detailansicht/erfahrungsaustausch-in-ahlen-umgang-mit-problematischen-immobilien.html Radio WAF: „Erfahrungsaustausch in Ahlen: Umgang mit problematischen Immobilien“], 12. Dezember 2024.</ref>
 
Das Haus steht weiterhin leer.
 
== Bilder ==
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Datei:Foto_1475.jpg|Vom Turm der Bartholomäus Kirche
Datei:Foto_1475.jpg|Blick vom Turm der Bartholomäuskirche
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== Quellen ==
== Siehe auch ==
* [[Holtermann]]
* [[Familie Holtermann]]
* [[Kaufhaus Carl Holtermann]]


* [http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ahlen/1863141-Termin-fuer-Zwangsvollstreckung-Haus-Holtermann-Neuer-Anlauf http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ahlen/1863141-Termin-fuer-Zwangsvollstreckung-Haus-Holtermann-Neuer-Anlauf]
== Einzelnachweise ==
* [http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreiswarendorf/ahlen/Haus-Holtermann-nun-doch-unterm-Hammer-a3a1d702-6388-48ff-abba-6d6f187661b6-ds http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreiswarendorf/ahlen/Haus-Holtermann-nun-doch-unterm-Hammer-a3a1d702-6388-48ff-abba-6d6f187661b6-ds]
<references />
* [http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ahlen/1913179-Zuschlag-in-Zwangsversteigerungsverfahren-Haus-Holtermann-gehoert-Arztberg http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ahlen/1913179-Zuschlag-in-Zwangsversteigerungsverfahren-Haus-Holtermann-gehoert-Arztberg]

Aktuelle Version vom 23. Oktober 2026, 19:19 Uhr

Haus Holtermann
51.762917.88879
Anschrift Markt 12 (Wohnhaus)
Markt 10 (Geschäftshaus)



Baujahr 1906
Architekt Hubert Holtmann
Heutige Nutzung Leerstand
Karte

Das Haus Holtermann ist ein denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshausensemble am Markt in Ahlen. Es umfasst das ehemalige Kaufhaus am Markt 10 und das Wohnhaus Markt 12. Die Gebäude entstanden in mehreren Bauabschnitten zwischen 1905 und 1907 nach Plänen des Architekten Hubert Holtmann. Ihre Geschichte ist eng mit der Familie Holtermann und dem Kaufhaus Carl Holtermann verbunden.[1]

Vorgängerbauten und frühe Nutzung

Am Standort des späteren Gebäudeensembles befanden sich ältere Wohn- und Geschäftshäuser. Im Jahr 1850 erwarb Carl Ludwig Holtermann vom Brennereibesitzer Anton Avermiddig das Anwesen Markt Nr. 392. Dessen früheres Wohnhaus wurde zum Geschäftshaus umgebaut. Hinterhaus und Scheune an der Weststraße wurden als Lager- und Abstellräume genutzt.[1]

Die Geschäftsfront wurde 1884 durch eine Vergrößerung der Manufakturabteilung verändert. Für diesen Bereich wurde ein weiterer Eingang geschaffen. Ein weiterer Umbau folgte 1893.[2]

Neubau im Jugendstil

Ab 1905 ließ Carl Holtermann das alte Overmannsche beziehungsweise Oevermannsche Haus am Markt abbrechen und durch einen Neubau für private Wohn- und Wirtschaftsräume sowie das Geschäftskontor ersetzen. Die Planung übernahm der münsterische Architekt Hubert Holtmann, die Bauausführung der Ahlener Unternehmer Wilhelm Krämer. Im Anschluss wurde auch das bisherige Geschäftshaus erneuert; der Umbau wird in den historischen Berichten für 1907 genannt. Der Gesamtkomplex wird als Bau von 1906 geführt.[3]

Historische Raumaufteilung

Der Jubiläumsbericht von 1967 beschreibt die Verteilung der Räume nach der Umgestaltung: Im unteren Geschäftsbereich lag ein großer Verkaufsraum. Im ersten Obergeschoss befanden sich Konfektionsabteilungen sowie Näherei und Berufskleidung. Das darüberliegende Geschoss enthielt unter anderem Personalräume, Lagerflächen und einen Betten- und Federnraum. Die Verteilung dieser Abteilungen wurde in der Jubiläumsschrift beschrieben.[3]

Spätere Umbauten

1930 und 1931 erfolgte eine Modernisierung der Geschäftseinrichtung; dabei wurden ältere Regale und Ladentheken ersetzt.[3]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Geschäftsräume und die Außenfront überarbeitet. In den Jahren 1964 und 1965 entstand die lange geplante Verbindungspassage zwischen Markt und Weststraße. Die Bebauung an der Weststraße wurde neu gestaltet. Dort fanden unter anderem eine Filiale der Dresdner Bank sowie eine Drogerie und ein Fotofachgeschäft von Theo Schulze Beenhorst Platz. In den oberen Geschossen wurden Mietwohnungen eingerichtet. Der Jubiläumsbericht nennt den Ahlener Architekten H. Hülsey und die Firma Krämer für diese Baumaßnahmen.[4]

Geschäftliche und kulturelle Nutzung

Das Gebäude diente zunächst dem Kaufhaus Carl Holtermann; später wurde das Geschäftshaus nach der Textilhausnutzung als Bettenhaus genutzt. Nach Angaben des KunstVereins Ahlen stand es 2011 bereits seit etwa zwei Jahren leer.[5]

Temporäres Institut für Erinnerungen (2011)

Vom 6. November bis 11. Dezember 2011 fand im leerstehenden Haus die Ausstellung Temporäres Institut für Erinnerungen statt. Rund 25 Studierende der Kunstakademie Münster aus der Klasse Maik und Dirk Löbbert setzten sich mit den Räumen und der Geschichte des Gebäudes auseinander. Die Eröffnung erfolgte am 5. November.[5]

Zwangsversteigerung 2015

Wohn- und Geschäftshaus wurden getrennt veräußert. Das Wohnhaus Markt 12 hatte bereits vor dem Versteigerungstermin des Geschäftshauses einen neuen Eigentümer. Für den dreigeschossigen ehemaligen Kaufhaustrakt wurden rund 700 Quadratmeter Fläche genannt. Ein Termin im November 2014 war ausgefallen; die erneute Versteigerung wurde auf den 13. März 2015 angesetzt. Vorher war das Kaufhaus für 365.000 Euro im freien Verkauf angeboten worden. Im Januar 2015 berichtete die Presse auch über eindringende Feuchtigkeit im Dachbereich.[6]

Am 13. März 2015 erhielt Stefan Arztberg aus München um 10:01 Uhr den Zuschlag für das Geschäftshaus mit einem Gebot von 280.000 Euro. Die örtliche Bietergemeinschaft GHKS Immobilien (Gosda, Scholdra, Heitfeld und Kupfernagel) stieg bei 265.000 Euro aus. Daneben beteiligten sich fünf weitere Bieter. Arztberg war bereits Eigentümer des angrenzenden Wohnhauses Markt 12. Nach eigenen damaligen Angaben bestanden noch keine konkreten Nutzungspläne.[7]

Denkmalpflege, Bürgerinitiative und Leerstand

Unter dem Motto Denk mal an dein Denkmal machte 2019 eine Bürgerinitiative auf den Zustand des Hauses aufmerksam. AhlenTV berichtete darüber.[8]

Das Innenstadtkonzept VielfAltstadt der Stadt Ahlen bezeichnete das Haus 2024 als stadtbildprägende Immobilie und hielt fest, dass bis dahin Sanierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade vorgenommen worden waren, eine konkrete Nachnutzung aber fehlte.[9] Auch Radio WAF berichtete im Dezember 2024 über den langjährigen Leerstand.[10]

Das Haus steht weiterhin leer.

Bilder

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 Christian Wolff: „Kaufmann wagte 1816 Neuanfang in Ahlen“, historischer Bericht auf Grundlage von Recherchen Ludger Schultes (1966); Text liegt dem AhlenWiki vor.
  2. ↑ „150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“. In: Ahlener Monatsschau, Dezember 1966, S. 13.
  3. ↑ 3,0 3,1 3,2 „150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“. In: Ahlener Monatsschau, Januar 1967, S. 7 und 9.
  4. ↑ „150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“ (Schluss). In: Ahlener Monatsschau, Februar 1967, S. 9.
  5. ↑ 5,0 5,1 KunstVerein Ahlen: „Temporäres Institut für Erinnerungen“, Dokumentation der Ausstellung 2011.
  6. ↑ Christian Wolff: „Haus Holtermann: Neuer Anlauf“. In: Westfälische Nachrichten / Ahlener Zeitung, 30. Januar 2015.
  7. ↑ Jörg Pastoor: „Haus Holtermann gehört Arztberg“. In: Westfälische Nachrichten / Ahlener Zeitung, 13. März 2015 (aktualisiert 16. März 2015).
  8. ↑ AhlenTV: „Denk mal an dein Denkmal – Haus Holtermann in Ahlen“, Beitrag 2019.
  9. ↑ Stadt Ahlen: VielfAltstadt – Das Ahlener Innenstadtkonzept, Februar 2024.
  10. ↑ Radio WAF: „Erfahrungsaustausch in Ahlen: Umgang mit problematischen Immobilien“, 12. Dezember 2024.