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Notgeld

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Notgeld in Ahlen umfasst die Ersatzgeld-Ausgaben der Stadt Ahlen während des Ersten Weltkriegs und der Inflationsjahre bis 1923. Um den Mangel an Umlaufgeld auszugleichen, ließ die Stadt zunächst Münzen mit Pfennigwerten prägen und später eigene Geldscheine drucken. Während der Hyperinflation stiegen deren Nennwerte schließlich bis auf eine Billion Mark.

Schon Jahrhunderte zuvor hatte Ahlen eigene Kupfermünzen als Scheidegeld ausgegeben. Diese älteren Prägungen werden im Folgenden als Teil der Ahlener Geldgeschichte ebenfalls behandelt.

Frühere Ahlener Scheidemünzen

Bereits Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts wurden in Ahlen Kupfermünzen als sogenanntes Scheidegeld geprägt. Solche Kleinmünzen hatten einen Nennwert, der ihren Metallwert überstieg, und dienten vor allem dem alltäglichen Zahlungsverkehr. Ähnliche Ausgaben sind aus weiteren Städten des Fürstbistums Münster überliefert.

Nach älteren heimatkundlichen Angaben erhielt Ahlen 1597 die Erlaubnis zur Münzprägung. Als Motiv trugen Ahlener Stücke das Stadtwappen mit dem gekrümmten, geflügelten Aal und die Umschrift „Stadt Alen“; die andere Seite zeigte den Wert. Genannt werden Münzen zu drei Schilling, zwölf, sechs, drei, zwei und einem Pfennig sowie einem Heller. Für das frühere Heimatmuseum Ahlen waren außerdem Münzstücke aus den Jahren 1584 und 1610 überliefert. Diese älteren Angaben bedürfen zum Teil noch einer Überprüfung anhand numismatischer Kataloge und Originalstücke.[1]

Im Jahr 1627 wurde die Kupfermünzprägung der münsterländischen Städte durch das landesherrliche Edikt „Recessus Restitutionis“ untersagt.[1]

Notgeld während des Ersten Weltkriegs

Warum Ersatzgeld benötigt wurde

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs verschwanden vielerorts kleine Münzen aus dem Zahlungsverkehr. Silbermünzen wurden gehortet, später benötigte die Kriegsindustrie auch Nickel und Kupfer als Rohstoffe. Staatliche Kleinmünzen wurden eingezogen; neu ausgegebene Münzen konnten den Bedarf nicht vollständig decken. Städte und Gemeinden griffen deshalb auf eigenes Ersatzgeld zurück.[2]

Die ersten Ahlener Notgeldmünzen 1917

Nach einer älteren Darstellung beschloss der Magistrat der Stadt Ahlen bereits am 3. Mai 1917, für 5.000 Mark Zehnpfennigstücke und für 10.000 Mark Fünfzigpfennigstücke herstellen zu lassen. Der Auftrag ging an die Firma Heinrich Kissing in Menden; als Prägekosten werden 1.152,50 Mark genannt.[3]

Jürgen Rheker nennt ergänzend einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 24. Mai 1917. Danach wurden zunächst 50.000 Zehnpfennigstücke und 20.000 Fünfzigpfennigstücke in Auftrag gegeben. Diese Stückzahlen entsprechen den zuvor genannten Nennwertsummen von 5.000 beziehungsweise 10.000 Mark. Die beiden Daten müssen sich daher nicht widersprechen: Sie können unterschiedliche Schritte der kommunalen Beschlussfassung bezeichnen.[4]

Als Ende 1917 weitere staatliche Nickelmünzen eingezogen wurden, wuchs der Kleingeldmangel. Anfang 1918 wurden weitere 30.000 Zehnpfennigstücke bestellt. Wegen Materialengpässen verzögerte sich die Lieferung; nach einer älteren Darstellung musste schließlich ein anderes Metall verwendet werden.[3][4]

Bis einschließlich Oktober 1919 wurden nach Rhekers Auswertung kommunaler Protokolle insgesamt 210.000 Zehnpfennigstücke und 70.000 Fünfzigpfennigstücke in Auftrag gegeben. Das ist die Gesamtzahl der Bestellungen, nicht zwingend die Zahl tatsächlich ausgegebener oder heute erhaltener Münzen. Als Hersteller nennt er die Firma H. Kissing in Menden.[5]

Papiernotgeld zu 5, 10 und 20 Mark

Gegen Kriegsende und in der Nachkriegszeit ließ Ahlen auch Papiergeld herstellen. Aus der Darstellung von Jürgen Rheker geht hervor, dass die Stadt am 25. November 1918 die Ausgabe von 5.000 Zwanzigmark-, 15.000 Zehnmark- und 30.000 Fünfmarkscheinen beschloss. Das ergibt 50.000 Scheine mit einem Gesamtnennwert von 400.000 Mark. Sie wurden nach dieser Quelle in Leipzig gedruckt, trugen das Datum 10. Oktober 1918 und waren bis zum 1. Februar 1919 gültig.[6]

Die Vorderseiten zeigten unter anderem das Stadtwappen und die Unterschriften des Bürgermeisters Corneli sowie des ehrenamtlichen Beigeordneten Hinteler. Auf der Rückseite war ein Ausspruch Friedrichs des Großen aus dem Jahr 1757 aufgedruckt:[6]

Es wird das Jahr stark u. schwach hergehn –
Aber man muss die Ohren steif halten u. Jeder,
der Ehre und Liebe für das Vaterland hat,
muss alles daran setzen.

Die Scheine waren damit – anders als die späteren Inflationsausgaben – beidseitig bedruckt.[5]

Hinweis zur Datierung: In einer anderen Darstellung wird ein Magistratsbeschluss vom 4. November 1918 genannt, während Rheker den 25. November 1918 angibt. Die Geldscheine selbst sind auf den 10. Oktober 1918 datiert. Solange die betreffenden Magistrats- und Stadtverordnetenprotokolle nicht abgeglichen sind, lassen sich Beschluss-, Druck- und Ausgabedatum nicht abschließend bestimmen. Die Datierung auf dem Geldschein sollte insbesondere nicht ohne weiteren Beleg mit dem tatsächlichen Ausgabetag gleichgesetzt werden.[3][6]

Restbestände und Sammlerinteresse

Nicht alle 1918 hergestellten Scheine kamen offenbar in den Zahlungsverkehr. Nach Rheker erhielten aufgrund eines Magistratsbeschlusses vom 9. Oktober 1922 Magistratsmitglieder und Stadtverordnete jeweils unentgeltlich eine vollständige Serie. Verbliebene Bestände wurden später an die Firma Wilhelm Kittel in Camberg an der Saale zum Preis von 20 Prozent des Nennwertes verkauft; Rheker bringt dies mit dem Sammlermarkt in Verbindung.[5]

Das zeigt, dass die Scheine schon kurze Zeit nach ihrer Ausgabe nicht nur Zahlungsmittel, sondern auch Sammelobjekte waren.

Inflation und Hyperinflation

Die Geldentwertung im Ahlener Alltag

Die Inflation gewann ab 1922 immer stärker an Geschwindigkeit. Auch in Ahlen wurde sie anhand alltäglicher Preise deutlich. Jürgen Rheker führt unter anderem folgende Beispiele an:[7][8]

Zeitpunkt Beispiel Preis beziehungsweise Wert
Januar 1922 Ein US-Dollar knapp 200 Mark
Dezember 1922 Monatsabonnement der Ahlener Volkszeitung durchschnittlich 450 Mark (Anfang 1922: 12 Mark)
Januar 1923 Ein US-Dollar 18.000 Mark
15. Oktober 1923 Ein Liter Milch in Ahlen 66 Millionen Mark
15. November 1923 Ein US-Dollar 4,2 Billionen Mark

Die genannten Zahlen sind zeitgenössische Beispiele aus den von Rheker ausgewerteten Unterlagen. Die Notwendigkeit, ständig höhere Geldbeträge bereitzustellen, wurde für die Stadtverwaltung zu einer praktischen Herausforderung.

Städtisches Inflationsnotgeld 1923

Eine ältere Darstellung nennt einen Magistratsbeschluss vom 30. August 1923, nach dem Notgeld über insgesamt 500 Milliarden Mark in Scheinen zu einer, fünf und zehn Millionen Mark hergestellt werden sollte.[3] Rheker nennt dagegen einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 10. September 1923 zur Herstellung von 160.000 Geldscheinen im Gesamtnennwert von 500 Milliarden Mark. Die Nennwerte reichten nach seiner Darstellung zunächst von einer bis zehn Millionen Mark. Diese unterschiedlichen Angaben sollten anhand der städtischen Originalprotokolle weiter geprüft werden.[9]

Den Druckauftrag erhielt die Ahlener Druckerei E. Schultz. Ihr Inhaber E. Schultz war zugleich ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt. Der Druck fand laut Rheker unter Aufsicht eines städtischen Beamten statt; die Scheine sollten mit Nummern versehen werden. Als Umlauffrist war Ende Oktober 1923 vorgesehen.[9] Die späteren Scheine trugen die gedruckten Unterschriften von E. Schultz und Bürgermeister Dr. Rasche.[10]

Da diese erste Auflage offenbar nicht ausreichte, beschloss der Magistrat am 23. Oktober 1923 weiteres Notgeld über 50 Billionen Mark in den Nennwerten 5, 10, 20 und 50 Milliarden Mark. Am 29. Oktober 1923 erteilte die Stadtverordnetenversammlung eine weitergehende Ermächtigung, bei Bedarf weiteres Notgeld auszugeben. Tatsächlich sind Scheine zu 100, 200 und 500 Milliarden Mark sowie zu einer Billion Mark bekannt. Wegen der rasanten Geldentwertung ist der gesamte Nennwert dieser späteren Ausgaben nicht mehr sicher zu bestimmen.[9]

Anders als die Scheine von 1918 waren die Inflationsscheine nach Rhekers Darstellung auf der Rückseite nicht bedruckt.[9]

Einlösung und Ende des Notgeldes

Die Scheine über eine bis zehn Millionen Mark waren nach dem auf den Stücken wiedergegebenen Text bis zum 31. Oktober 1923 gültig. Spätere Ausgaben enthielten stattdessen die Bedingung, dass sie ihre Gültigkeit verloren, wenn sie nicht innerhalb eines Monats nach öffentlichem Aufruf zur Einlösung vorgelegt wurden.

Mit der Einführung der Rentenmark ab Mitte November 1923 begann das Ende der Hyperinflation. Rheker berichtet, dass die Stadt Ahlen die aus dem Verkehr gezogenen Notgeldscheine im Februar 1924 gegen eine Entschädigung von 0,05 Goldmark je Stück „versilberte“.[11]

Einnahmen und Sicherung des Gegenwertes

Die Stadt konnte durch die Ausgabe von Notgeld nicht beliebig Geldvermögen schaffen. Vielmehr wurde nach den historischen Darstellungen der Gegenwert des ausgegebenen Ersatzgeldes, abzüglich Druck- oder Prägekosten, bei der Stadtsparkasse hinterlegt. Aus früheren Ausgaben ergab sich dennoch ein Überschuss von 62.700,33 Mark. Laut einem Beschluss vom 16. Oktober 1922 wurde dieser Betrag für Aufgaben des Wohlfahrtsamtes verwendet.[3][7]

Privates und firmenseitiges Notgeld

Neben dem städtischen Notgeld existierten in Ahlen auch private Gutscheine und ersatzgeldähnliche Ausgaben. Ein Beispiel ist ein Gutschein über zehn Milliarden Mark des Ahlener Unternehmens Stephan Nahrath, Stanz- und Emaillierwerk. Der auf dem Schein wiedergegebene Text verweist auf die Ahlener Spar- und Darlehnskasse und verwendet eine volkstümliche, plattdeutsch gefärbte Formulierung:[10]

gif Di de Ahlener Spar- u. Darlehns-
kasse wenn Du se binnen sieben Dage
häls. Häls Du se nich, desto biäter.

Der Gutschein zeigt, wie Betriebe in der Zeit der raschen Geldentwertung eigene Formen kurzfristiger Zahlungszusagen nutzten. Die kommunalen Notgeldscheine und diese privat herausgegebenen Gutscheine sind hinsichtlich ihrer Ausgeber und Einlösungsbedingungen voneinander zu unterscheiden.

Chronologie

Datum Vorgang Angaben
1597 Frühe Münzgeschichte Überlieferte Erlaubnis zur Ahlener Münzprägung; ältere Prägungen werden bereits für 1584 genannt.
1627 Ende früher Kupferprägungen Landesherrliches Verbot der Kupfermünzprägung münsterländischer Städte.
3. Mai / 24. Mai 1917 Erste Notgeldmünzen Magistratsbeschluss beziehungsweise Beschluss der Stadtverordneten; 50.000 × 10 Pfennig und 20.000 × 50 Pfennig.
Anfang 1918 Weitere Kleinmünzen Bestellung von 30.000 Zehnpfennigstücken.
Oktober / November 1918 Markscheine Scheine datiert 10. Oktober; in den Darstellungen abweichende Beschlussdaten 4. beziehungsweise 25. November; 50.000 Scheine zu 5, 10 und 20 Mark, zusammen 400.000 Mark.
Bis Oktober 1919 Gesamtbestellungen Münznotgeld Insgesamt 210.000 Zehnpfennig- und 70.000 Fünfzigpfennigstücke in Auftrag gegeben.
9. Oktober 1922 Restbestände Beschluss über die Abgabe von Scheinserien an kommunale Mandatsträger.
16. Oktober 1922 Wohlfahrt 62.700,33 Mark aus früherem Notgeldüberschuss für das Wohlfahrtsamt.
30. August / 10. September 1923 Millionenscheine Abweichend überlieferte Beschlussdaten; Druck bei E. Schultz; 160.000 Scheine beziehungsweise ein Gesamtnennwert von 500 Milliarden Mark nach Rheker.
23. Oktober 1923 Milliardenscheine Beschluss zu weiteren Ausgaben von 5, 10, 20 und 50 Milliarden Mark.
29. Oktober 1923 Weitere Ermächtigung Beschluss über zusätzliche Notgeldausgaben nach Bedarf.
Februar 1924 Nachgeschichte Entschädigung für zurückgezogene Notgeldscheine von 0,05 Goldmark je Stück.

Belegte Scheine (Einzelstücke)

Die folgenden Scheine sind durch Scans aus Privatbestand dokumentiert. Technische Merkmale und Katalognummern stammen, soweit angegeben, aus den zugehörigen Sammlungszetteln. Fehlende Einzelangaben sind bewusst nicht ergänzt worden.[12]

5 Mark

  • Nennwert: 5 Mark
  • Ausgeber: Stadt Ahlen (Westf.)
  • Datierung auf dem Schein: 10. Oktober 1918
  • Gültigkeit laut Literatur: Bis 1. Februar 1919
  • Gestaltung: Stadtwappen und gedruckte Unterschriften; auf der Rückseite ein Ausspruch Friedrichs des Großen.
  • Druck: Leipzig (laut Rheker; Druckerei namentlich nicht angegeben)
  • Unterschriften: Bürgermeister Corneli und Beigeordneter Hinteler (laut Rheker)
  • Beleg: Scans aus Privatbestand[6][12]

10 Mark

  • Nennwert: 10 Mark
  • Ausgeber: Stadt Ahlen (Westf.)
  • Datierung auf dem Schein: 10. Oktober 1918
  • Gültigkeit laut Literatur: Bis 1. Februar 1919
  • Gestaltung: Stadtwappen und gedruckte Unterschriften; rückseitig der Ausspruch Friedrichs des Großen.
  • Druck: Leipzig (laut Rheker)
  • Unterschriften: Bürgermeister Corneli und Beigeordneter Hinteler (laut Rheker)
  • Beleg: Scans aus Privatbestand[6][12]

20 Mark

  • Nennwert: 20 Mark
  • Ausgeber: Stadt Ahlen (Westf.)
  • Datierung auf dem Schein: 10. Oktober 1918
  • Gültigkeit laut Literatur: Bis 1. Februar 1919
  • Gestaltung: Stadtwappen und gedruckte Unterschriften; rückseitig der Ausspruch Friedrichs des Großen.
  • Druck: Leipzig (laut Rheker)
  • Unterschriften: Bürgermeister Corneli und Beigeordneter Hinteler (laut Rheker)
  • Beleg: Scans aus Privatbestand[6][12]

1 Million Mark

  • Nennwert: 1 Million Mark
  • Ausgeber: Stadt Ahlen (Westf.)
  • Ausgabezeitraum: 1923
  • Einlösung: Für die frühen Inflationsausgaben wird eine Umlauffrist bis Ende Oktober 1923 genannt; der genaue Wortlaut dieses Einzelstücks ist noch anhand des Scans zu prüfen.
  • Druckerei: E. Schultz, Ahlen (laut Darstellung zur Ausgabe von 1923)
  • Beleg: Scan aus Privatbestand[9][12]

5 Millionen Mark

  • Nennwert: 5 Millionen Mark
  • Ausgeber: Stadt Ahlen (Westf.)
  • Ausgabezeitraum: 1923
  • Einlösung: Für die frühen Inflationsausgaben wird eine Umlauffrist bis Ende Oktober 1923 genannt; der genaue Wortlaut dieses Einzelstücks ist noch anhand des Scans zu prüfen.
  • Druckerei: E. Schultz, Ahlen (laut Darstellung zur Ausgabe von 1923)
  • Beleg: Scan aus Privatbestand[9][12]

10 Millionen Mark

  • Nennwert: 10 Millionen Mark
  • Ausgeber: Stadt Ahlen (Westf.)
  • Einlösung: Auf dem Schein ist angegeben, dass seine Gültigkeit mit Ablauf des 31. Oktober 1923 erlischt.
  • Wasserzeichen: Hakenmäander
  • Druckerei: E. Schultz, Ahlen
  • Unterschriften laut Belegzettel: E. Schultz; Bürgermeister Dr. Rasche
  • Katalog: Topp-Nr. 7.6
  • Beleg: Scan und Sammlungszettel aus Privatbestand[12]

25 Milliarden Mark

  • Nennwert: 25 Milliarden Mark
  • Ausgeber: Stadt Ahlen (Westf.)
  • Einlösung: Die Gültigkeit erlischt, wenn der Schein nicht innerhalb eines Monats nach öffentlichem Aufruf zur Einlösung vorgelegt wird.
  • Wasserzeichen: Hakenmäander
  • Druckerei: E. Schultz, Ahlen
  • Kennmerkmal laut Sammlungszettel: Kennnummer mit etwa 4 mm hoher Schrift
  • Katalog: Topp-Nr. 7.9.a
  • Unterschriften: Aufgedruckt; nach Rheker handelt es sich bei der Inflationsserie um E. Schultz und Bürgermeister Dr. Rasche.
  • Beleg: Scan und Sammlungszettel aus Privatbestand[10][12]

100 Milliarden Mark

  • Nennwert: 100 Milliarden Mark
  • Ausgeber: Stadt Ahlen (Westf.)
  • Einlösung: Die Gültigkeit erlischt, wenn der Schein nicht innerhalb eines Monats nach öffentlichem Aufruf zur Einlösung vorgelegt wird.
  • Wasserzeichen: Hakenmäander
  • Druckerei: E. Schultz, Ahlen
  • Kennmerkmal laut Sammlungszettel: Kennnummer mit etwa 4 mm hoher Schrift
  • Katalog: Topp-Nr. 7.12.d
  • Unterschriften: Aufgedruckt; nach Rheker E. Schultz und Bürgermeister Dr. Rasche.
  • Beleg: Scan und Sammlungszettel aus Privatbestand[10][12]

200 Milliarden Mark

  • Nennwert: 200 Milliarden Mark
  • Ausgeber: Stadt Ahlen (Westf.)
  • Ausgabezeitraum: Inflationsjahr 1923
  • Einlösung: Der genaue Wortlaut ist noch anhand des Originalscans zu ergänzen.
  • Druckerei: E. Schultz, Ahlen (laut Darstellung zur städtischen Inflationsserie)
  • Beleg: Scan aus Privatbestand[9][12]

500 Milliarden Mark

  • Nennwert: 500 Milliarden Mark
  • Ausgeber: Stadt Ahlen (Westf.)
  • Einlösung: Die Gültigkeit erlischt, wenn der Schein nicht innerhalb eines Monats nach öffentlichem Aufruf zur Einlösung vorgelegt wird.
  • Wasserzeichen: Hakenmäander
  • Druckerei: E. Schultz, Ahlen
  • Unterschriften laut Sammlungszettel: E. Schultz; Bürgermeister Dr. Rasche
  • Kennmerkmal laut Sammlungszettel: Kennnummer mit etwa 4 mm hoher Schrift
  • Katalog: Topp-Nr. 7.16.b
  • Beleg: Scan und Sammlungszettel aus Privatbestand[12]

1 Billion Mark

  • Nennwert: 1 Billion Mark
  • Ausgeber: Stadt Ahlen (Westf.)
  • Einlösung: Die Gültigkeit erlischt, wenn der Schein nicht innerhalb eines Monats nach öffentlichem Aufruf zur Einlösung vorgelegt wird.
  • Wasserzeichen: Hakenmäander
  • Druckerei: E. Schultz, Ahlen
  • Kennmerkmal laut Sammlungszettel: Kennnummer mit etwa 4 mm hoher Schrift
  • Katalog: Topp-Nr. 7.18.b
  • Unterschriften: Aufgedruckt; nach Rheker E. Schultz und Bürgermeister Dr. Rasche.
  • Beleg: Scan und Sammlungszettel aus Privatbestand[10][12]

Historische Bedeutung

Das Ahlener Notgeld dokumentiert zwei unterschiedliche Krisen: zuerst den Mangel an kleinen Zahlungsmitteln während des Ersten Weltkriegs und danach die rapide Entwertung der Mark im Jahr 1923. Die Scheine und Münzen sind außerdem Quellen zur kommunalen Verwaltungsgeschichte, zur Ahlener Druck- und Unternehmensgeschichte und zum Alltag in der Inflation.

Auch ihre spätere Verwendung als Sammlerstücke gehört zur Überlieferungsgeschichte. Die erhaltenen Exemplare zeigen unterschiedliche Nennwerte, Gestaltungen, Unterschriften und Druckmerkmale.

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Jürgen Rheker: „Kriegs- und Notgeld der Stadt Ahlen“, in: Der Aal, Nr. 20, S. 53–59 (Erscheinungsjahr noch zu ergänzen).
  • „Papiergeldflut 1917 bis 1923. Das Notgeld der Stadt Ahlen“, S. 10 (Verfasser und vollständige bibliografische Angaben noch zu ergänzen).
  • Volksbank Ahlen eG: Unser Weg in die Zukunft. 100 Jahre Volksbank Ahlen eG (Spar- und Darlehnskasse von 1884), Ahlen 1984, Abschnitt „Der Not gehorchend ... Notzeiten, in denen die Stadt Ahlen Geld herstellte“.
  • Privatsammlung: Scans Ahlener Notgeldscheine, Upload im AhlenWiki am 1. März 2026.

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 Volksbank Ahlen eG: Unser Weg in die Zukunft. 100 Jahre Volksbank Ahlen eG (Spar- und Darlehnskasse von 1884), Ahlen 1984, Abschnitt „Der Not gehorchend ... Notzeiten, in denen die Stadt Ahlen Geld herstellte“.
  2. ↑ Jürgen Rheker: „Kriegs- und Notgeld der Stadt Ahlen“, in: Der Aal, Nr. 20, S. 53–54 (Erscheinungsjahr noch zu ergänzen).
  3. ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 „Papiergeldflut 1917 bis 1923. Das Notgeld der Stadt Ahlen“, S. 10 (Verfasser und vollständige bibliografische Angaben noch zu ergänzen; der Artikel verweist auf Aufzeichnungen des ehemaligen Stadtarchiv-Mitarbeiters J. Goldstein).
  4. ↑ 4,0 4,1 Jürgen Rheker: „Kriegs- und Notgeld der Stadt Ahlen“, in: Der Aal, Nr. 20, S. 54 (Erscheinungsjahr noch zu ergänzen).
  5. ↑ 5,0 5,1 5,2 Jürgen Rheker: „Kriegs- und Notgeld der Stadt Ahlen“, in: Der Aal, Nr. 20, S. 55 (Erscheinungsjahr noch zu ergänzen).
  6. ↑ 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 Jürgen Rheker: „Kriegs- und Notgeld der Stadt Ahlen“, in: Der Aal, Nr. 20, S. 54–55 (Erscheinungsjahr noch zu ergänzen).
  7. ↑ 7,0 7,1 Jürgen Rheker: „Kriegs- und Notgeld der Stadt Ahlen“, in: Der Aal, Nr. 20, S. 56 (Erscheinungsjahr noch zu ergänzen).
  8. ↑ Jürgen Rheker: „Kriegs- und Notgeld der Stadt Ahlen“, in: Der Aal, Nr. 20, S. 57–58 (Erscheinungsjahr noch zu ergänzen).
  9. ↑ 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 9,5 9,6 Jürgen Rheker: „Kriegs- und Notgeld der Stadt Ahlen“, in: Der Aal, Nr. 20, S. 57 (Erscheinungsjahr noch zu ergänzen).
  10. ↑ 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 Jürgen Rheker: „Kriegs- und Notgeld der Stadt Ahlen“, in: Der Aal, Nr. 20, S. 58 (Erscheinungsjahr noch zu ergänzen).
  11. ↑ Jürgen Rheker: „Kriegs- und Notgeld der Stadt Ahlen“, in: Der Aal, Nr. 20, S. 59 (Erscheinungsjahr noch zu ergänzen).
  12. ↑ 12,00 12,01 12,02 12,03 12,04 12,05 12,06 12,07 12,08 12,09 12,10 12,11 Privatsammlung: Scans von Notgeldscheinen der Stadt Ahlen, hochgeladen in das AhlenWiki durch WikiSysop am 1. März 2026; zu mehreren Stücken liegen Beschriftungen mit Wasserzeichen, Druckerei und Katalognummern nach Topp vor.