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Stadtbücherei

Aus AhlenWiki
Stadtbücherei
51.761347.88697
Anschrift Südenmauer 21
Telefon 02382 / 59 29 2
Fax 02382 / 59 55 7
E-Mail stadtbuecherei@stadt.ahlen.de
Internetseite Stadtbücherei auf ahlen.de
Ursprüngliche Nutzung Schule
Heutige Nutzung Bücherei


Die Stadtbücherei Ahlen ist die öffentliche Bibliothek der Stadt Ahlen. Seit August 1989 befindet sie sich im Gebäude der ehemaligen Overbergschule an der Südenmauer 21.

Das Gebäude wurde 1912 und 1913 ursprünglich als Realgymnasium errichtet und später als Volksschule genutzt. Es gehört zu den erhaltenen öffentlichen Bauten aus der Zeit des starken Bevölkerungswachstums während der zweiten Industrialisierungsphase Ahlens.[1]

Geschichte der Stadtbücherei

Auf Grundlage eines Ministerialerlasses wurde 1938 an der Nordstraße die erste Volksbücherei in Ahlen eröffnet. Erster Leiter war der Rektor Walther Breucking, der diese Aufgabe ehrenamtlich ausübte. Schulkinder halfen ihm beim Ordnen und Einsortieren des ersten Bestandes von etwa 1.000 Büchern.[2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bücherei, deren Bestand inzwischen etwa 1.200 Bücher umfasste, durch die amerikanische Besatzungsmacht geschlossen.

Übergangsweise wurde die Bücherei in Räumen der Stadtwerke an der Bahnhofstraße untergebracht. Im Jahr 1949 zog sie in den ehemaligen Pferdestall des Bürgermeisters Eduard Corneli neben dem Alten Rathaus. Zu dieser Zeit war Artur Grimminger hauptamtlicher Leiter der Bücherei.

Später fand die Einrichtung vorübergehend in zwei Räumen der Westenschule Platz. Von 1966 bis 1979 war sie im früheren Ordnungs- und Meldeamt an der Nordstraße 15 untergebracht.

Gegen Ende der 1960er Jahre wurde die Stadtbücherei grundlegend modernisiert. Die bis dahin übliche Thekenausleihe wurde durch eine Freihandaufstellung ersetzt. Der Bestand umfasste zu diesem Zeitpunkt etwa 10.000 Medien. Federführend an der Umgestaltung beteiligt waren die Diplom-Bibliothekarinnen Schulz und H. Haeberlein sowie der Diplom-Bibliothekar Bernhard Sanders.

Im Jahr 1979 stimmte der Rat der Stadt Ahlen der Einstufung der Stadtbücherei als Mittelpunktsbibliothek zu. Zu ihrem Versorgungsbereich gehörten neben Ahlen auch Beckum, Neubeckum, Oelde, Sendenhorst und Wadersloh. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, zog die Bücherei mit einem Bestand von etwa 35.000 Büchern in ein Gebäude an der Warendorfer Straße.

Im August 1989 bezog die Stadtbücherei schließlich das renovierte Gebäude der ehemaligen Overbergschule an der Südenmauer. Die Overbergschule selbst war bereits am 26. Juli 1986 in einen Neubau an der Hans-Sachs-Straße umgezogen.

Geschichte des Gebäudes

Das Gebäude wurde in den Jahren 1912 und 1913 durch das Hochbauamt der Stadt Ahlen als Realgymnasium errichtet. Später wurde es als Volksschule und schließlich als Overbergschule genutzt.[1]

Der Bau entstand während der zweiten Industrialisierungsphase Ahlens. Das starke Bevölkerungswachstum sowie das zunehmende Bildungsbedürfnis der Einwohner führten in dieser Zeit zum Bau mehrerer neuer öffentlicher Einrichtungen.[1]

Über den Eingängen befinden sich figürliche und ornamentale Schmuckelemente. Sie kennzeichneten ursprünglich die getrennten Eingänge für Jungen und Mädchen. Die Westseite des Gebäudes wird durch zwei Treppentürme mit abgewalmten Dächern gegliedert. Große Giebelaufbauten prägen die Nord- und Südseite.[1]

Das Gebäude wurde als Mauerwerksbau mit Stahlbetonrippendecken errichtet. Für die Nutzung als Stadtbücherei musste die Konstruktion statisch verstärkt werden. Auf die vorhandenen Rippendecken wurden hierzu neue, 22 Zentimeter starke Stahlbetondecken aufgebracht.[1]

Auf dem südlichen Teil des Grundstücks befindet sich eine Seilscheibe. Sie erinnert an die im Jahr 2000 geschlossene Zeche Westfalen und damit an die Bedeutung des Bergbaus für die Stadt Ahlen.[1]

Nutzung als Stadtbücherei

Nach dem Umbau wurde das Gebäude 1989 als Stadtbücherei eröffnet. Die Räume wurden für die Aufstellung des Medienbestandes, die Ausleihe und weitere bibliothekarische Angebote hergerichtet.

In der Stadtführungsbroschüre von 2008 wird ein Bestand von rund 42.000 ausleihbaren Medien genannt. Für das Jahr 2007 werden insgesamt etwa 14.500 Ausleihende angegeben.[1]

Siehe auch

Quellen

Literatur

  • Stadt Ahlen: Bürgerinformation Stadtbücherei, Ahlen 1989.
  • WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ahlen mbH: Stadtführungen in Ahlen. Textliche Zusammenfassung für Stadtführer und Stadtführerinnen, Ahlen 2008, S. 15.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ahlen mbH: Stadtführungen in Ahlen. Textliche Zusammenfassung für Stadtführer und Stadtführerinnen, Ahlen 2008, S. 15.
  2. Stadt Ahlen: Bürgerinformation Stadtbücherei, Ahlen 1989.