Westfalenkampfbahn
Die Westfalen-Kampfbahn war eine Sportanlage am Westfalendamm in Ahlen. Sie wurde zunächst vor allem für den Fußball genutzt und um 1950 zur Radrennbahn umgebaut. Auf dem ehemaligen Sportgelände befinden sich heute unter anderem ein Kinderspielplatz und ein Rodelhang.[1]
Die Westfalen-Kampfbahn ist nicht mit der späteren Glückauf-Kampfbahn beziehungsweise dem heutigen Wersestadion identisch.
Fußballplatz
Die Westfalen-Kampfbahn war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg eine bedeutende Ahlener Fußballstätte. Sie diente dem SSV Westfalia 05/06 Ahlen und einem seiner Vorgängervereine als Heimspielstätte. Auch in den ersten Jahren nach Kriegsende wurde die Anlage für Fußballspiele genutzt.[1]
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs trug auch der 1945 gegründete TuS Ahlen Spiele auf der Westfalen-Kampfbahn aus. Am 14. Oktober 1945 empfing der TuS dort den FC Schalke 04. Die Schalker Mannschaft trat in Bestbesetzung an und gewann die Begegnung mit 7:2.[2]
Am 21. August 1949 bezog der TuS Ahlen die neu errichtete vereinseigene Glückauf-Kampfbahn. Auf deren Gelände entstand später das heutige Wersestadion.[2]
Der SSV Westfalia Ahlen nutzte die Westfalen-Kampfbahn auch in der Nachkriegszeitbis dieser zum Sportplatz am Theresienhof umzog.[3]
Umgestaltung zur Radrennbahn
Um 1950 wurde die Westfalen-Kampfbahn auf Initiative von Heinrich Landgräber und des Ahlener Radsportvereins zu einer Radrennbahn umgebaut. Ein erheblicher Teil der Arbeiten wurde in Eigenleistung ausgeführt. Die Anlage wurde anschließend als Hela-Radrennbahn bezeichnet.[1]
Die weitere Geschichte der Anlage wird im Artikel Hela-Radrennbahn behandelt.
Sowohl bei Fußballspielen als auch bei Radsportveranstaltungen waren zu Spitzenzeiten Zuschauerzahlen von mehr als 4.000 Besuchern keine Seltenheit.[1]
Heutige Nutzung
Die frühere Sportanlage wurde später umgestaltet. Nach der Darstellung „Wenn Sportplätze erzählen (könnten)“ erinnern heute insbesondere ein Kinderspielplatz und ein Rodelhang an das ehemalige Sportgelände. Das Areal dient damit weiterhin der Freizeit und Bewegung sowie als Aufenthalts- und Erholungsfläche.[1]
Noch immer ist das Areal erkennbar. Vor allem die steile Westkurve ist noch sichtbar und wird im Winter gerne als Rodelberg genutzt.