Hansastraße
| Hansastraße | |
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51.757337.90898 Koordinaten: 51° 45′ 26″ N, 7° 54′ 32″ O
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| Postleitzahl | 59229 |
| Ortsteil | Innenstadt |
| Art der Straße | Wohn- und Geschäftsstraße |
Die Hansastraße ist eine Wohn- und Geschäftsstraße in der Ahlener „Kolonie“. Sie verläuft vom Hansaplatz bis zum Glückaufplatz und entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer wichtigen Einkaufs- und Versorgungsstraße des Viertels.
Verlauf und Umgebung
Die Hansastraße verbindet den Hansaplatz mit dem Glückaufplatz und führt durch das dicht bebaute Wohngebiet der Kolonie.
Vor allem im Bereich der niedrigeren Hausnummern befanden sich über viele Jahrzehnte zahlreiche Geschäfte, Handwerksbetriebe, Gaststätten und Dienstleister. Für viele Bewohner der Kolonie konnten dadurch große Teile des täglichen Bedarfs unmittelbar im Viertel gedeckt werden.
Namensgebung
Die Straße erinnert an die frühere Zugehörigkeit der Stadt Ahlen zur Hanse, einer Vereinigung von Kaufleuten und Städten, die insbesondere im Mittelalter und in der frühen Neuzeit große wirtschaftliche Bedeutung besaß.
Geschichte
Die Hansastraße entstand offenbar im Zusammenhang mit der Entwicklung der Ahlener Kolonie, deren Ausbau eng mit der Entwicklung der Zeche Westfalen verbunden war.
Im Ahlener Adressbuch von 1913 ist eine Hansastraße noch nicht verzeichnet. Im Adressbuch von 1925 erscheint sie dagegen bereits unter ihrem heutigen Namen. Die Anlage beziehungsweise Benennung der Straße dürfte daher in den Jahren dazwischen erfolgt sein.
Auch in den Adressbüchern von 1928, 1938 und 1951 wird die Hansastraße unter diesem Namen geführt.
Eine Besonderheit stellt das Adressbuch von 1957 dar. Dort wird der entsprechende Häuserzug unter der Bezeichnung „Hansaplatz“ aufgeführt. Da Hausnummern und zahlreiche Bewohner mit den Einträgen der Hansastraße in anderen Jahrgängen übereinstimmen, handelt es sich offenbar um einen Fehler im Adressbuch und nicht um eine zeitweilige Umbenennung der Straße.
Bereits die Adressbücher der 1920er- und 1930er-Jahre zeigen zahlreiche Kaufleute und Handwerker an der Hansastraße. Da die damaligen Straßenverzeichnisse überwiegend Bewohner und deren Berufe aufführen, lässt sich daraus jedoch nicht immer ableiten, ob das jeweilige Gewerbe tatsächlich an dieser Adresse ausgeübt wurde.
Spätestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die Hansastraße eindeutig als Geschäftsstraße der Kolonie erkennbar. Entlang der Straße lagen Lebensmittelgeschäfte, Metzgereien, Drogerien, Schuh- und Textilgeschäfte, Friseure, Gaststätten, Eisenwaren-, Schreibwaren- und Tabakgeschäfte sowie später unter anderem Reisebüros, Post- und Lottoannahmestellen und Fotogeschäfte.
Mehrere Geschäfte bestanden über Jahrzehnte und blieben dadurch im Gedächtnis vieler Bewohner. Namen wie Reiffersberger, Rubbert, Hellmann, Kötter, Kerkloh, Stockhausen oder Kemper werden auch Jahrzehnte später noch mit der Hansastraße verbunden.
Seit den 1990er-Jahren nahm die Zahl der klassischen Einzelhandelsgeschäfte zunehmend ab. Im Branchenverzeichnis von 2008/09 sind nur noch wenige gewerbliche Einrichtungen an der Hansastraße aufgeführt.
Handel und Gewerbe
Die folgende Übersicht zeigt bekannte gewerbliche und institutionelle Nutzungen der Gebäude an der Hansastraße anhand verschiedener Ahlener Adressbücher.
Bei den älteren Adressbüchern handelt es sich teilweise lediglich um Berufsangaben der Bewohner. Diese werden entsprechend gekennzeichnet und stellen für sich allein noch keinen sicheren Nachweis eines Geschäftsbetriebes an der jeweiligen Adresse dar.
Ohne Hausnummer
- 1969: Heinrich Nölte – Spirituosen und Tabakwaren
Der Name Nölte wird auch in Erinnerungen ehemaliger Bewohner genannt. Zeitzeugen erinnern einen kleinen Kiosk Nölte im Bereich der Hansastraße. Ob dieser mit dem Adressbucheintrag von Heinrich Nölte identisch ist, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Hansastraße 1
- 1983/84: Gaststätte „Zum Herforder Eck“
Hansastraße 2
- 1977: Bezirksseminar für das Lehramt an der Grund- und Hauptschule
- 1983/84: Bezirksseminar für das Lehramt
- 2002: Sparkasse Ahlen
- 2008/09: Lern OASE Unterricht
Hansastraße 5
- 1969: Lebensmittelgeschäft
- 1983/84: Volksbank Ahlen eG
Für den Bereich Hansastraße 5–7 wird aus Zeitzeugenberichten außerdem ein Coop-Markt Anfang der 1980er-Jahre erinnert. Die genaue zeitliche Abfolge der Nutzungen muss noch geklärt werden.
Hansastraße 6
- 1983/84: Monika Rauch – Lebensmittel
- 1983/84: Walter Vollmer oHG – Eisenwaren
- 1988: Volksbank Ahlen eG
- 1992: Volksbank Ahlen eG
Zur Eisenwarenhandlung Vollmer wird erinnert, dass bereits in den 1950er-Jahren in der Nähe ein Lagerplatz für Baustahl bestand. Dieser soll zum gegenüberliegenden Eisenwarengeschäft gehört haben.
Hansastraße 7
- 1983/84: Lotto-Toto
- 1988: Lotto-Toto
- 1992: Lotto-Toto
Hansastraße 9
- 1977: Papier- und Schreibwaren
- 1983/84: Deutsche Bundespost
- 1983/84: Video-Film-Boutique
- 1988: Post-/Postbankdienst
- 1992: Post-/Postbankdienst
- 2002: Stadtteilbüro
- 2008/09: Bircan Reisen
Auch Zeitzeugen erinnern in diesem Bereich eine Postfiliale und später eine Videothek.
Hansastraße 10
- 1983/84: Chemische Reinigung
- 1988: Chemische Reinigung
- 1992: Chemische Reinigung
- 2002: Modetreff – Textilwaren
- 2008/09: Modetreff
Aus Erinnerungen ist außerdem für einen nicht näher bestimmten Zeitraum ein Schuhgeschäft an dieser Adresse überliefert.
Hansastraße 11
- 1925: Bewohner mit kaufmännischen Berufen
- 1938: Bernhard Hellmann – Metzger (Berufsangabe)
- 1951: Bernhard Hellmann – Metzger (Berufsangabe)
- 1957: Bernhard Hellmann – Metzger (Berufsangabe)
- 1977: Bernhard Hellmann – Metzgerei
- 1983/84: Bernhard Hellmann – Metzgerei
- 1988: Bernhard Hellmann – Metzgerei
- 2002: Pörtzel Malerbetrieb
- 2008/09: Pörtzel Malerbetrieb
Die Metzgerei Hellmann ist als Geschäft spätestens seit den 1970er-Jahren nachgewiesen. Bernhard Hellmann wird jedoch bereits in deutlich älteren Adressbüchern an dieser Adresse als Metzger geführt. Auch in den Erinnerungen ehemaliger Bewohner gehört Hellmann zu den bekannten Metzgereien der Hansastraße.
Der spätere Malerbetrieb Pörtzel wird ebenfalls von mehreren Zeitzeugen ausdrücklich erinnert.
Hansastraße 13
- 1951: Erich Abramczyk – Händler (Berufsangabe)
- 1957: Erich Abramczyk – Händler (Berufsangabe)
- 1977: Ewald Beulig – Friseur
- 1983/84: Ewald Beulig – Friseur
- 1988: Ewald Beulig – Friseur
- 2002: Haarmode Flott & Chic
Während die älteren Adressbücher Erich Abramczyk lediglich als Händler bezeichnen, erinnern mehrere Zeitzeugen an ein Obst- und Gemüsegeschäft Abramczyk.
Auch der Friseursalon Beulig blieb vielen Bewohnern in Erinnerung.
Hansastraße 15
- 1925: Heinrich Niesmann – Kaufmann (Berufsangabe)
- 1938: Gerhard Gerber – Friseur (Berufsangabe)
- 1951: Gerhard Gertzen – Friseur (Berufsangabe)
- 1969: Lebensmittelgeschäft
- 1983/84: Gaststätte „Alte Schänke“
- 1988: Gaststätte „Alte Schänke“
- 1992: Gaststätte „Alte Schänke“
Hansastraße 16
- 1925: Bernhard Leimann – Kaufmann (Berufsangabe)
- 1928: Gerhard Gertzen – Friseur (Berufsangabe)
- 1969: Gardinen
- 1969: Schreib- und Tabakwaren
- 1977: Hans Rogalla – Gardinen
- 1977: Maria Starke – Schreib- und Tabakwaren
- 1983/84: Handarbeiten
- 2002: Lotto Mejaschek
- 2002: Quelle-Agentur
- 2008/09: Deutsche Post AG
- 2008/09: Mejaschek Lotto Toto
Das Gardinengeschäft Rogalla ist nicht nur durch die Adressbücher belegt, sondern wird auch von ehemaligen Bewohnern ausdrücklich erinnert.
Hansastraße 17
- 1925: Johann Rubbert – Metzger (Berufsangabe)
- 1925: Theodor Tebbe – Friseur (Berufsangabe)
- 1925: Wilhelm Niesmann – Friseur (Berufsangabe)
- 1928: Johann Rubbert – Metzgermeister (Berufsangabe)
- 1928: Theodor Tebbe – Friseur (Berufsangabe)
- 1938: Johann Rubbert – Metzger (Berufsangabe)
- 1951: Johann Rubbert – Metzger (Berufsangabe)
- 1957: Johann Rubbert – Metzger (Berufsangabe)
- 1977: Johannes Rubbert – Metzgerei
- 1988: Crabus – Metzgerei
- 1992: Crabus – Metzgerei
- 2002: Crabus – Fleisch- und Wurstwaren
- 2008/09: Crabus – Fleisch- und Wurstwaren
Die Adresse weist damit über einen außergewöhnlich langen Zeitraum einen Bezug zum Fleischerhandwerk auf. Auch Rubbert und Crabus gehören zu den Betrieben, an die sich zahlreiche ehemalige Bewohner der Kolonie erinnern.
Hansastraße 18
- 1925: Heinrich Lentrup – Malermeister (Berufsangabe)
- 1925: Mathias Runke – Schuhmachermeister (Berufsangabe)
- 1928: Heinrich Lentrup – Malermeister (Berufsangabe)
- 1928: Mathias Runte – Schuhmachermeister (Berufsangabe)
- 1928: Albert Ochsenfeld – Schuhmacher (Berufsangabe)
- 1938: Mathias Runke – Schuhmacher (Berufsangabe)
- 1938: Theodor Zelte – Friseur (Berufsangabe)
- 1977: Edmund Herrmann – Tapeten und Teppichboden
- 1983/84: Maler-/Lackiererbetrieb
- 2002: City-Reisebüro
Hansastraße 19
- 1925: Johann Maller – Metzgermeister (Berufsangabe)
- 1928: Johann Maller – Metzgermeister (Berufsangabe)
- 1938: Johann Mahler – Metzgermeister (Berufsangabe)
- 1938: Friedrich Reiffersberger – Metzgermeister (Berufsangabe)
- 1951: Friedrich Reiffersberger – Metzgermeister (Berufsangabe)
- 1957: Friedrich Reiffersberger – Metzgermeister (Berufsangabe)
- 1969: Metzgerei Reiffersberger
- 1977: H. L. Reiffersberger – Fleischerei
- 1983/84: H. L. Reiffersberger – Metzgerei
- 1988: H. L. Reiffersberger – Metzgerei
- 1992: H. L. Reiffersberger – Metzgerei
- 1996: H. L. Reiffersberger – Metzgerei
- 2002: H. L. Reiffersberger – Metzgerei
Die Hansastraße 19 weist eine besonders lange Tradition des Fleischerhandwerks auf. Bereits 1925 ist dort ein Metzgermeister verzeichnet. Friedrich Reiffersberger erscheint spätestens 1938 an dieser Adresse als Metzgermeister. Die Metzgerei Reiffersberger ist anschließend bis mindestens 2002 nachweisbar.
Reiffersberger gehört zugleich zu den am häufigsten genannten Geschäften in den Erinnerungen ehemaliger Bewohner.
Hansastraße 20
- 1925: Johann Brinker – Kaufmann (Berufsangabe)
- 1928: Johann Brinker – Kaufmann (Berufsangabe)
- 1938: Erich Timmering – Drogist (Berufsangabe)
- 1969: Hagemann – Drogerie
- 1977: Drogerie / Feinkost
- 1983/84: Heinz Hagemann – Drogerie
- 1988: Else Hinsel – Drogerie
Die Adresse entwickelte sich spätestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem langjährigen Drogeriestandort. Bereits 1938 wohnte hier mit Erich Timmering ein Drogist; ob er sein Geschäft ebenfalls an dieser Adresse betrieb, ist bislang nicht nachgewiesen.
Drogerie Hagemann und später auch Hinsel werden zusätzlich von Zeitzeugen erinnert. Für die Räume der Drogerie wird außerdem eine spätere Nutzung als Videothek überliefert.
Hansastraße 21 / 21e
- 1925: Rudolf Lindermann – Kaufmann (Berufsangabe)
- 1969: Stockhausen – Drogerie
- 1977: Erich Stockhausen – Foto-Drogerie
- 1983/84: Erich Stockhausen – Foto
- 1988: Stockhausen – Foto-Drogerie
Das Foto- und Drogeriegeschäft Stockhausen gehörte über viele Jahre zum vertrauten Straßenbild. Auch Zeitzeugen erinnern ausdrücklich die Verbindung von Fotogeschäft und Drogerie.
Später wechselte das Fotogeschäft auf die andere Straßenseite zur Hansastraße 27.
Hansastraße 23
- 1969: Erna Kemper – Fahrzeuge
- 1969: Kötter – Schuhhaus
- 1977: Erna Kemper – Fahrzeuge und Spielwaren
- 1977: Kötter – Schuhe
- 1983/84: Kötter Theodor KG – Schuhwaren
- 1988: Werner Hartkamp – Jeans
- 1992: Verein für türkisch-deutsche Freundschaft
- 2002: Verein für türkisch-deutsche Freundschaft e. V.
Das Geschäft Kemper ist vielen ehemaligen Bewohnern besonders als Spielwarengeschäft in Erinnerung geblieben. Umgangssprachlich wurde es offenbar häufig mit der Inhaberin als „Omma Kemper“ verbunden. Zeitzeugen erinnern außerdem Fahrräder und eine Werkstatt im Hinterhof. Später soll das Geschäft von Lilli und Hubert Hartings geführt worden sein.
Auch das Schuhhaus Kötter gehörte über Jahrzehnte zu den bekannten Geschäften der Hansastraße. Eine Zeitzeugin erinnert sich beispielsweise daran, dort 1970 ihre Kommunionschuhe gekauft zu haben.
Hansastraße 27
- 1928: Anton Kerkloh – Kaufmann (Berufsangabe)
- 1969: Anton Kerkloh – Textilkaufhaus
- 1977: Anton Kerkloh – Textilien
- 1983/84: Anton Kerkloh – Textilwaren
- 1992: Dieter Stockhausen – Foto
- 1996: Dieter Stockhausen – Foto
- 1999/2000: Dieter Stockhausen – Foto
- 2002: Dieter Stockhausen – Fotostudio
Anton Kerkloh ist bereits 1928 als Kaufmann unter der späteren Geschäftsadresse nachweisbar. Ob er zu diesem Zeitpunkt bereits einen Textilhandel betrieb, ist bislang nicht belegt.
Das spätere Textilgeschäft wird von zahlreichen Zeitzeugen als Modehaus Kerkloh erinnert und gehörte offenbar zu den besonders bekannten Geschäften der Straße.
Später wechselte das Gebäude vom Textilhandel zum Fotogewerbe. Dieter Stockhausen betrieb hier spätestens ab den 1990er-Jahren ein Fotogeschäft beziehungsweise Fotostudio. Im Branchenverzeichnis von 2008/09 ist der Betrieb nicht mehr aufgeführt.
Erinnerungen von Zeitzeugen
Bei der Überarbeitung der Hansastraßen-Seite wurden zahlreiche ehemalige und heutige Bewohner nach ihren Erinnerungen an die Geschäftsstraße gefragt. Viele Angaben decken sich mit den ausgewerteten Adressbüchern und ermöglichen einen Einblick in den Alltag der damaligen Kolonie.
Dabei wird deutlich, dass die Geschäfte nicht nur der Versorgung dienten, sondern oft feste Bezugspunkte des Viertels waren. So wird das Spielwarengeschäft Kemper noch heute als „Omma Kemper“ erinnert. Vom Schuhhaus Kötter berichten ehemalige Kunden vom Kauf ihrer Kommunionsschuhe. Bei Staric wurden Schulbücher und Füllhalter gekauft, bei Bäcker Helm erinnern sich ehemalige Bewohner an Weihnachtstorten und Karnevalsberliner.
Eine Zeitzeugin fasste die damalige Situation mit den Worten zusammen, dass es in der Kolonie alles gegeben habe, was man zum Leben brauchte.
Noch nicht schriftlich bestätigte Geschäfte und Einrichtungen
Neben den durch Adressbücher belegten Betrieben wurden zahlreiche weitere Geschäfte und Einrichtungen aus der Erinnerung genannt. Für diese fehlen bislang eindeutige schriftliche Belege beziehungsweise eine genaue zeitliche oder räumliche Zuordnung.
Mehrfach und unabhängig voneinander wurde insbesondere ein Geschäft Lücke genannt. Nach den übereinstimmenden Erinnerungen betrieb Werner Lücke an der Ecke Hansastraße/Wichernstraße ein Schreibwarengeschäft, in dem auch Briefmarken und Münzen verkauft wurden. Einige ehemalige Kunden erinnern sich außerdem an Sammelbilder beziehungsweise sogenannte „Rosenbilder“. Ein entsprechender Eintrag konnte in den bislang ausgewerteten Adressbüchern noch nicht gefunden werden.
Weitere bislang nicht oder nicht vollständig schriftlich belegte Erinnerungen betreffen unter anderem:
- Staric / „Pelikan“ – Schreibwaren und Schulbedarf; erinnert werden Schulbücher, Füllhalter und ein umfangreiches Sortiment
- Papeterie Lässig
- Bäckerei Helm
- Bäckerei Zimmermeier
- Bäckerei Schwöfer
- Metzgerei Becker
- Metzgerei Gummersbach
- Gemischtwaren Otto Mess
- Pohlkötter – Möbelgeschäft
- Imkamp – Anstreicher
- Hansaeck – Gaststätte beziehungsweise Kneipe
- Wickühler – Gaststätte beziehungsweise Kneipe
- Grotta Azzura – Pizzeria
- Penny Preis
- Gonca Moden
- Dies & Das
- Brautmodengeschäft
- Blumengeschäft
- Spielothek
- Änderungsschneiderei beziehungsweise Wäscherei
- Handarbeitsgeschäft beziehungsweise -bereich von Ilona und Helmut Köhler
- Imbiss/Pommesbude im Bereich des späteren Kreisverkehrs
- Kiosk Nölte
- verschiedene spätere Nutzungen durch Coop, Konsum, Rewe und Schlecker
Diese Angaben beruhen auf persönlichen Erinnerungen und werden im AhlenWiki zunächst als Hinweise dokumentiert. Sie sollen nach Möglichkeit noch mit Adressbüchern, Fotografien, Anzeigen oder weiteren zeitgenössischen Quellen abgeglichen werden.
Wandel und Bedeutung
Die Entwicklung der Hansastraße spiegelt den Wandel der örtlichen Nahversorgung wider. Vor allem in der Mitte und zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lagen hier auf vergleichsweise engem Raum Lebensmittelgeschäfte, Metzgereien, Drogerien, Schuh- und Textilgeschäfte, Friseure, Gaststätten und zahlreiche weitere Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.
Bemerkenswert ist die lange Kontinuität einzelner Standorte. An der Hansastraße 19 lässt sich das Fleischerhandwerk bereits seit den 1920er-Jahren verfolgen. Andere Standorte wechselten mehrfach ihre Nutzung, blieben aber über Jahrzehnte gewerblich geprägt.
Im Laufe der 1990er- und 2000er-Jahre verschwanden zahlreiche traditionelle Einzelhandelsgeschäfte. Damit verlor die Hansastraße zunehmend die Funktion einer kleinteiligen Versorgungs- und Einkaufsstraße, die sie für mehrere Generationen von Bewohnern der Kolonie gehabt hatte.
