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Familie Holtermann

Aus AhlenWiki
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Die Familie Holtermann ist eine im Münsterland verbreitete Familie, deren Angehörige seit dem frühen 19. Jahrhundert als Kaufleute in Ahlen tätig waren. Ihre Handelsgeschichte in Ahlen beginnt mit der Geschäftsgründung durch Albert Matthias Holtermann im Jahr 1816. Mehrere Zweige der Familie betrieben später verschiedene Geschäfte.[1]

Herkunft und Niederlassung in Ahlen

Albert Matthias Holtermann entstammte einem münsterischen Zweig der Familie. Seine Mutter war Anna Alexandrina Antonette, geborene Vering, eine Tochter des Chirurgen Ludwig Vering. Verwandte mütterlicherseits vermittelten ihm eine kaufmännische Ausbildung in Amsterdam. Als sein Vater am 30. November 1808 starb, kehrte er zurück, um die Sämereienhandlung der Familie in Münster weiterzuführen.[2]

Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten verlegte Holtermann seine Tätigkeit nach Ahlen. Kurz nach der Heirat mit Anna Maria Wennemann aus Warendorf gründete er Ende 1816 am Ahlener Marktplatz ein Kolonialwarengeschäft mit Schankwirtschaft.[1]

Generationen und Familienmitglieder

Albert Matthias Holtermann

Albert Matthias Holtermann gründete das Ahlener Handelsgeschäft 1816. Der spätere Jubiläumsbericht schildert ihn als bedeutende Ausgangsfigur des Familienunternehmens. Ihm wird außerdem die Patenschaft für eine Glocke der alten Kirche zugeschrieben, die demnach „Glockenmathis“ genannt wurde.[3]

Carl Franz Ludwig Holtermann

Carl Franz Ludwig Holtermann wurde am 19. März 1819 in Ahlen geboren. Laut Jubiläumsbericht absolvierte er von Januar 1837 bis Januar 1841 eine kaufmännische Ausbildung bei C. B. Melscher in Münster und übernahm die Geschäftsleitung am 22. Januar 1841.[1]

Carl Ludwig Holtermann

Carl Ludwig Holtermann wird in den historischen Berichten als Kaufmann und Geschäftsführer genannt. Mit ihm werden unter anderem die Erweiterung der Manufakturabteilung 1884 und weitere Umbauten verbunden. Die überlieferten Namensvarianten und die Zuordnung einzelner Geschäftsübergaben sind bei einer späteren genealogischen Aufarbeitung anhand von Originalunterlagen zu überprüfen.[4]

Carl Maria Franz Albert Holtermann

Carl Maria Franz Albert Holtermann wurde am 20. August 1864 geboren. Nach einer Lehre in Mayen und einer Volontärszeit in Elberfeld trat er 1883 in das Familiengeschäft ein und übernahm später dessen Führung. Unter seiner Leitung wurde die Spezialisierung auf Textilien weiterentwickelt. Er starb am 9. Januar 1947. Seine Ehefrau Maria, geborene Linnemann, starb am 4. Januar 1949.[2][5]

Ferdinand Holtermann

Ferdinand Holtermann übernahm den Eisenwarenzweig des Familiengeschäfts, der nach seiner Verlagerung an die Weststraße selbstständig fortgeführt wurde. Siehe Eisenwarenhandlung Holtermann.[4]

Walter Holtermann

Walter Holtermann, Sohn von Carl Maria Franz Albert Holtermann, war seit 1922 im Geschäft tätig und führte das Textilunternehmen in der folgenden Generation. Er starb am 15. Mai 1963. Seine Ehefrau Elisabeth, geborene Voß, und sein Sohn Carl setzten die Umbauplanungen fort.[5][3]

Weitere Familienangehörige

Franz Holtermann, geboren am 8. Mai 1822, wird als dritter Sohn von Albert Matthias Holtermann genannt. Er betrieb zusätzlich einen Holzhandel. Sein Schwiegersohn Heinrich Wüller, genannt Cubick, führte ein Geschäft fort.[2]

In dem Jubiläumsbericht werden außerdem familiäre Verbindungen zum Arzt Albert Matthias Vering und zu Kardinal Paulus Melchers erwähnt. Die genauen Abstammungs- und Verwandtschaftslinien werden hier mangels weiterer genealogischer Belege nicht rekonstruiert.[3]

Familienunternehmen

Aus dem ursprünglichen Handelsgeschäft gingen verschiedene, später getrennt geführte Betriebe hervor. In Ahlen waren dafür die Bezeichnungen „Betten-Holtermann“, „Eisen-Holtermann“ und „Bomsen-Holtermann“ gebräuchlich.[5]

Gebäude

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 „150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“. In: Ahlener Monatsschau, November 1966.
  2. ↑ 2,0 2,1 2,2 Christian Wolff: „Kaufmann wagte 1816 Neuanfang in Ahlen“, historischer Bericht auf Grundlage von Recherchen Ludger Schultes (1966); Text liegt dem AhlenWiki vor.
  3. ↑ 3,0 3,1 3,2 „150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“ (Schluss). In: Ahlener Monatsschau, Februar 1967, S. 9.
  4. ↑ 4,0 4,1 „150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“. In: Ahlener Monatsschau, Dezember 1966, S. 13.
  5. ↑ 5,0 5,1 5,2 „150 Jahre Kaufhaus Carl Holtermann“. In: Ahlener Monatsschau, Januar 1967, S. 7 und 9.