Bauunternehmung W. Krämer
Bauunternehmung W. Krämer war ein traditionsreiches Bauunternehmen aus Ahlen, gegründet am 25. April 1876. Die Firma prägte über Generationen das Stadtbild durch zahlreiche Wohn-, Geschäfts-, Industrie- und insbesondere Kirchenbauten sowie Tiefbauarbeiten (u. a. Kanalisation und Brücken).[1]
Überblick
- Gründung: 25. April 1876 (gleichzeitig Hochzeit des Firmengründers)[2]
- Sitz / Firmensitz: zunächst Königstraße (Ecke Ostenmauer/Königstraße), später Oststraße (verschiedene Phasen werden genannt)[3]
- Jubiläumsschrift: erstellt 1953 anlässlich des 75. Geburtstages von Wilhelm Krämer sen.[4]
Firmengeschichte
Gründung und Aufbau (ab 1876)
Der Firmengründer Wilhelm Krämer sen. (geb. 1846 in Wiescherhöfen bei Hamm) kam nach Ahlen, heiratete Anna Wiese am 25. April 1876 und erklärte diesen Tag zugleich zum Gründungstag des Baugeschäfts.[5]
Der erste Betrieb befand sich im Elternhaus der Ehefrau an der Ecke Ostenmauer/Königstraße; später zog Familie und Firma innerhalb der Königstraße um (im Zusammenhang wird auch „Professor Weinbeck“ erwähnt).[6]
Oststraße und Übergang an die Söhne (1885 / 1916)
In der Oststraße wurde ein Grundstück erworben und ein Anwesen mit Firmenräumen errichtet; als Übersiedlungsjahr wird 1885 genannt.[7]
Die Söhne Carl Krämer und Wilhelm Krämer jun. wurden fachlich ausgebildet (u. a. Baugewerkschule Höxter) und übernahmen am 1. Dezember 1916 das Geschäft als Bauunternehmung W. Krämer, OHG, in Ahlen.[8]
Ausbau, Spezialisierung und Materialproduktion
Nach dem Ersten Weltkrieg reagierte die Firma auf Materialknappheit: Auf einem von der Reichsbahn gemieteten Lagerplatz am Güterbahnhof wurde eine Fabrik zur Herstellung von Schlackenbetonsteinen und -dielen aufgebaut; später kamen Betonfertigwaren hinzu (inkl. Güteprüfungen/Gütezeichen).[9]
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
In der Familienchronik der Schrift werden Kriegsverluste genannt (u. a. Erich Krämer; Bernd Krämer).[10]
In der frühen Nachkriegszeit werden u. a. Wiederaufbauleistungen, Siedlungsbau und größere Projekte wie der Neubau des Arbeitsamts (ab 1951) beschrieben.[11]
Personen
Inhaber / Familie
- Wilhelm Krämer (Firmengründer; *1846)[12]
- Anna Wiese (Ehefrau des Firmengründers)[13]
- Carl Krämer (Sohn; Mitinhaber; Bauleitung u. a. bei St. Marien erwähnt)[14]
- Wilhelm Krämer sen. (Sohn; Bauunternehmer; Anlass der Schrift)[15]
- Franz Krämer (Bruder; im Kontext „Schützenhof“ erwähnt)[16]
- Wilhelm Krämer (jun.) (3. Generation; nach 1945 im Firmengeschehen erwähnt)[17]
- Elisabeth Gretenkort (Ehefrau von Wilhelm Krämer sen.; Heirat 20. Mai 1911)[18]
Mitarbeitende / Umfeld
- August Middendorf (langjähriger Buchhalter; ca. 48 Jahre Zugehörigkeit erwähnt)[19]
- Wolfgang Eckardt (Bau-Ing.; zeichnerische Gestaltung genannt)[20]
Bauten und Projekte (Auswahl)
Hinweis: Die Jubiläumsschrift betont ausdrücklich, dass die Liste nicht vollständig ist.[21]
Ahlen
- St. Marien (Kirchenbau; Bauleitung 1902/03 genannt)[22]
- Alte Post an der Oststraße (1893)[23]
- Kgl. Amtsgericht an der Gerichtsstraße (1895)[24]
- Rathaus am Marktplatz (1905/06)[25]
- Hotel Gretenkort (Bau 1912/13; spätere Bombenschäden 1944 erwähnt)[26]
- Thalia-Lichtspieltheater (Umbau 1921 aus Schuhfabrik erwähnt)[27]
- Hansahof an der Hansastraße (um 1929/31 erwähnt)[28]
- Stadt-Theater an der Gerichtsstraße (Eröffnung 14. Dezember 1952 erwähnt)[29]
- Neubau Arbeitsamt (ab 1951; Stahlskelettbau in Sichtbeton beschrieben)[30]
Region / außerhalb
- Wallfahrtskirche Werl (1904/05; Bauleitung erwähnt)[31]
- Kirchenbau in Bockum-Hövel (1906–1909 erwähnt)[32]
- Kirchenbau in Datteln (1911/13 erwähnt)[33]
- Beteiligung an St.-Gottfried-Kirche (Hamm) (in Zeitungstexten und späteren Abschnitten erwähnt)[34]
Zeitungsstimmen (1953)
Mehrere Zeitungsnotizen zum 75. Geburtstag von Wilhelm Krämer sen. sind abgedruckt (u. a. Ahlener Stadtanzeiger, Ahlener Volkszeitung, „Die Glocke“).[35]
Anmerkung: In den abgedruckten Texten taucht bei der Jahreszahl der Geburt ein abweichender Wert auf; das sollte bei Gelegenheit über Primärunterlagen gegengeprüft werden.[36]
Quellen
- Jubiläumsschrift: „Über 75 Jahre W. Krämer / Ahlen / Bauunternehmung“ (1876–1953).
- ↑ Jubiläumsschrift: „Über 75 Jahre W. Krämer / Ahlen / Bauunternehmung“ (1876–1953).
- ↑ Jubiläumsschrift: „Über 75 Jahre W. Krämer / Ahlen / Bauunternehmung“ (Abschnitt zur Gründung).
- ↑ Jubiläumsschrift (Abschnitt Standorte).
- ↑ Jubiläumsschrift (Schlussseite / Anlass der Zusammenstellung).
- ↑ Jubiläumsschrift (Lebensdaten/Gründungsschilderung).
- ↑ Jubiläumsschrift (Standortabschnitt Königstraße).
- ↑ Jubiläumsschrift (Übersiedlung/Oststraße).
- ↑ Jubiläumsschrift (Ausbildung/Übernahme 1916).
- ↑ Jubiläumsschrift (Schlackenbeton/Materialprüfung/Gütezeichen).
- ↑ Jubiläumsschrift (Personen-/Familienabschnitte).
- ↑ Jubiläumsschrift (Abschnitt „Neubau Arbeitsamt“).
- ↑ Jubiläumsschrift (Gründerabschnitt).
- ↑ Jubiläumsschrift (Gründung/Hochzeit).
- ↑ Jubiläumsschrift (Übernahme/Projekte).
- ↑ Jubiläumsschrift (biografische Abschnitte).
- ↑ Jubiläumsschrift (Familien-/Ortsbezüge).
- ↑ Jubiläumsschrift (Nachkriegsabschnitte).
- ↑ Jubiläumsschrift (Heirat/Gretenkort-Bezug).
- ↑ Jubiläumsschrift (Abschnitt langjähriger Buchhalter).
- ↑ Jubiläumsschrift (Schlussseite / Gestaltung).
- ↑ Jubiläumsschrift (Schlussseite).
- ↑ Jubiläumsschrift (St. Marien / Bauleitung).
- ↑ Jubiläumsschrift (Projektliste/Erwähnung 1893).
- ↑ Jubiläumsschrift (Projektliste/Erwähnung 1895).
- ↑ Jubiläumsschrift (Projektliste/Erwähnung 1905/06).
- ↑ Jubiläumsschrift (Gretenkort 1912/13 und 1944).
- ↑ Jubiläumsschrift (Thalia 1921).
- ↑ Jubiläumsschrift (Hansahof).
- ↑ Jubiläumsschrift (Stadt-Theater 1952).
- ↑ Jubiläumsschrift (Neubau Arbeitsamt).
- ↑ Jubiläumsschrift (Werl 1904/05).
- ↑ Jubiläumsschrift (Bockum-Hövel 1906–1909).
- ↑ Jubiläumsschrift (Datteln 1911/13).
- ↑ Jubiläumsschrift (Zeitungsausschnitte/Erwähnungen).
- ↑ Jubiläumsschrift (Seite mit Zeitungsausschnitten).
- ↑ Jubiläumsschrift (Personenseite vs. Zeitungsausschnitte).