Paul Eckholt
| Paul Eckholt | |
|---|---|
| Vorname/n | Paul |
| Nachname | Eckholt |
| Geburtsdatum | 19.08.1904 |
| Geburtsort | Oberhausen-Osterfeld |
| Beruf | Hüttenarbeiter; Autor
|
Paul Eckholt (* 19. August 1904 in Oberhausen-Osterfeld) war Hüttenarbeiter und Autor. Ein wichtiger Bezug zum Raum Ahlen ergibt sich aus seiner Jugendzeit auf einem Bauernhof in Vorhelm (heute Ortsteil von Ahlen/Westf.).[1]
Leben
Eckholt wuchs als Sohn eines Osterfelder Bahnarbeiters in einer großen Familie (unter 15 Geschwistern) auf. Mit 16 Jahren wurde er Arbeiter. Nach sechsjähriger Schulzeit kam er im Ersten Weltkrieg als „Kriegskind“ auf einen Bauernhof nach Vorhelm und arbeitete später zunächst in einer Osterfelder Sandgrube.
Anschließend wurde er Jungarbeiter bei der Gutehoffnungshütte in Oberhausen-Sterkrade. Dem Hüttenwerk blieb er über 40 Jahre treu – zunächst als Kranführer, später als Kranprüfer.
Literarisches Wirken
1929 veröffentlichte die Schriftleiterin der GHH-Werkzeitung, Dr. Hildegard Schmidt, die ersten Verse des damals 25-jährigen Arbeiters. 1932 nahm sich Pfarrer Dr. Augustin Wibbelt, als bedeutender Dichter des Münsterlandes bezeichnet, des jungen Arbeiter-Poeten an und veröffentlichte eine Reihe seiner Gedichte und Erzählungen.
1933 heiratete Paul Eckholt die Tochter eines Osterfelder Bahnbeamten; die Hochzeit fand im Pfarrhaus des priesterlichen Freundes in Mehr bei Kleve statt. Der Autorentext betont, dass die Bekanntschaft mit dem Bauernsohn, Pfarrer und Dichter aus Vorhelm nicht ohne Einfluss auf Eckholts literarische Folgearbeiten blieb.
Auszeichnung und Rezeption
1951 gab die Stadt Oberhausen – die Eckholt den Kulturpreis verliehen hatte – eine Gedichtsammlung unter dem Titel Brückenbauer sind wir heraus. H. Giesen vertonte daraus einen Zyklus, der 1956 als „Sinfonie der Arbeit“ uraufgeführt wurde.
<== Werke (Auswahl) ==
- Brückenbauer sind wir (Gedichtsammlung; Herausgabe durch die Stadt Oberhausen, 1951).
- Eisernes Brevier (Warendorf (Westfalen) 1977).
Einzelnachweise
- ↑ Paul Eckholt: Eisernes Brevier. Warendorf (Westfalen) 1977, Autorentext.