Statue Heiliger Nepomuk
| Statue Heiliger Nepomuk | |
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51.8131327.940366 Koordinaten: 51° 48′ 47″ N, 7° 56′ 25″ O
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| Anschrift | Droste-zu-Vischering-Weg 10–14
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| Baujahr | 1742 |
| Ursprüngliche Nutzung | Heiligenfigur |
| Heutige Nutzung | Wege- und Andachtsdenkmal |
Die Nepomuk-Statue am Droste-zu-Vischering-Weg in Vorhelm ist eine barocke Heiligenfigur aus dem Jahr 1742. Sie steht südöstlich von Haus Vorhelm an einem Fußweg in der Nähe des Hellbaches.
Dargestellt ist der heilige Johannes Nepomuk, der traditionell als Schutzheiliger von Brücken und Gewässern verehrt wird.
Beschreibung
Die Figur besteht aus Baumberger Sandstein und steht auf einem dreiteiligen Sockel.[1]
Der heilige Nepomuk ist in einem wenig bewegten Gewand dargestellt und trägt auf dem linken Arm ein Christuskreuz. Im Bereich der Arme ist das Gewand ausladender und besonders fein ausgearbeitet.
Der Kopf ist nach links geneigt und dem Betrachter zugewandt.
Auf dem Kreuz befindet sich ein Christuskorpus, dessen untere Hälfte fehlt.[1]
Die Figur trägt einen Domherrentalar sowie ein Barett als Kopfbedeckung.
Sockel
Der Sockel ist dreiteilig aufgebaut und besteht aus:
- einer Sockelplatte,
- einem quaderförmigen Mittelteil,
- sowie einer profilierten Abdeckplatte.
Der Mittelteil trägt auf der Vorderseite eine Inschrift sowie ein erhaben gearbeitetes Wappenschild mit dem Doppelwappen Droste-Ascheberg.[1]
Der Sockel wirkt heute vergleichsweise niedrig, da er teilweise in den Untergrund eingesunken ist.
Nach der Inschrift wurde das Denkmal 1742 errichtet und 1977 restauriert.
Standort und Bedeutung
Die Statue steht an einem Fußweg zwischen dem Dorf Vorhelm und Haus Vorhelm in der Nähe des Hellbaches.
Dieser Standort entspricht der traditionellen Verehrung des heiligen Johannes Nepomuk als sogenanntem Brückenheiligen. Nepomuk-Figuren wurden häufig in der Nähe von Brücken, Flüssen und anderen Gewässern aufgestellt.[1]
Der Heilige galt unter anderem als Schutzpatron gegen:
- Wassergefahr,
- Unfälle,
- Krankheiten,
- sowie üble Nachrede.
Die Lage in der Nähe des Hellbaches steht damit in unmittelbarem Zusammenhang mit der traditionellen Bedeutung des Heiligen.
Restaurierungen und Zustand
Die Inschrift am Sockel nennt eine Restaurierung im Jahr 1977.
Im Denkmalbericht von 2018 wird außerdem auf Ergänzungen aus einer Restaurierung von 1981 hingewiesen.[1]
Zum Zeitpunkt der Untersuchung wies die Figur zahlreiche Schäden auf.
Festgestellt wurden unter anderem:
- Entfestigungen des Gesteinsgefüges,
- absandende und schuppende Oberflächen,
- Ausbrüche und Fehlstellen,
- oberflächenparallele Abschalungen,
- biogener Bewuchs,
- sowie schwarze Krusten in regengeschützten Bereichen.
Teilweise waren bereits deutliche Materialverluste vorhanden.
Nach Einschätzung der Denkmalpflege standen einzelne Schäden auch mit älteren Restaurierungsmaßnahmen in Zusammenhang. Ergänzungsmaterialien aus der Restaurierung von 1981 waren fester als der historische Sandstein und führten dadurch teilweise zu zusätzlichen Belastungen des ursprünglichen Materials.[1]
Denkmalschutz
Zum Denkmalumfang gehören die Statue des heiligen Nepomuk aus Baumberger Sandstein sowie der dreiteilige Sockel.[1]
Die Denkmalpflege bewertet die Figur als hervorragendes Beispiel münsterländischer Bildhauerkunst des Spätbarock.
Die Statue ist zugleich bedeutend für die Kultur- und Herrschaftsgeschichte Vorhelms und steht in engem Zusammenhang mit der Geschichte von Haus Vorhelm.
Als religiöses Denkmal dokumentiert sie die katholische Frömmigkeit des 18. Jahrhunderts und die damalige Einbindung religiöser Vorstellungen in das alltägliche Leben.
Darüber hinaus ist die Figur ein Beispiel für die Verwendung religiöser Kunstwerke zur Gestaltung des öffentlichen beziehungsweise landschaftlichen Raumes.
Für die Erhaltung liegen nach der Denkmalbewertung wissenschaftliche, insbesondere kulturgeschichtliche, sowie künstlerische und volkskundliche Gründe vor.[1]
Quellen
- Stadt Ahlen, Untere Denkmalbehörde: Jahresbericht 2018 zur Stadtbild- und Denkmalpflege.

