Bauverein Glückauf
| Bauverein Glückauf | |
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| Branche | Wohnungsbau / Siedlungsbau |
| Gründungsdatum | 1926 |
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Überblick
Der Bauverein „Glückauf“ Ahlen wurde 1926 gegründet, um den Wohnungsbau im Ahlener Süden zu organisieren und voranzutreiben. Er stand im Zusammenhang mit dem Aufbau der später als „Gemmericher Siedlung“ bekannten Bergarbeitersiedlung, die den Kern des Südenstadtteils bildet.
Gründung und Hintergrund
Der Bauverein wurde im Jahr 1926 „von Zeche, Stadt und Staat“ gegründet. Ziel war es, in einer damals noch stadtfernen, landwirtschaftlich geprägten Umgebung neue Wohnungen zu errichten. Anlass war insbesondere der Bedarf an Wohnraum für angeworbene Bergleute: Infolge einer Stillegungsphase von Schachtanlagen in der Südrand- und Ruhrtalzone des Ruhrgebietes konnten neue Belegschaftsmitglieder gewonnen werden, für die Wohnungen bereitgestellt werden mussten.
Tätigkeit im Südenstadtteil
Im Rahmen des neu angelegten Siedlungskomplexes der 1926–1929 entstandenen „Siedlung“ (häufig auch „Gemmericher Siedlung“) errichtete der Bauverein Wohnhäuser innerhalb eines rechtwinkligen Straßengrundrisses, der sich an der neu ausgebauten Gemmericher Straße als Hauptachse orientierte. Parallel dazu entstanden u. a. die Straßen Am Röteringshof, Zum Richterbach und Im Hövenerort.
Der Bauverein wirkte dabei als einer der maßgeblichen Bauträger neben der Bergmannssiedlung Hamm GmbH. Die Bautätigkeit trug dazu bei, dass sich aus der zunächst isolierten Siedlungsinsel die Keimzelle des stark wachsenden Südenstadtteils entwickelte.
Bauten und spätere Entwicklung
Auch nach der Gründungsphase setzte sich die Bautätigkeit im Umfeld der Siedlung fort. Im Bereich des Gehöftes Sudholt werden beispielsweise später errichtete größere Wohnbauten erwähnt, die den Ausbau und die Verdichtung des Wohnraums im Südenstadtteil unterstreichen.
Siehe auch
Quellen
- Alois Mayr: Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Ahlen – Band 2, Abschnitt „Südenstadtteil“ (S. bitte ergänzen).