Schuhfabrik Landgräber

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Schuhfabrik Landgräber
Anschrift Nordenmauer 28
4730 Ahlen
Branche Schuhfabrik
Gründungsdatum 1908
Auflösungsdatum 1938
Inhaber Heinrich Landgräber


Die Schuhfabrik Landgräber war eine Ahlener Schuhfabrik an der Nordenmauer 28. Sie ging aus der früheren Firma Landgräber & Steinhoff hervor und bestand von 1908 bis 1938.[1]

Das Unternehmen gehört zur frühen Gründungsphase der Ahlener Schuhindustrie. Es war Teil einer Entwicklung, in der aus handwerklichen Schuhmacherbetrieben und kleineren Werkstätten mechanisierte Schuhfabriken entstanden.[1]

Historie

Vorgeschichte: Landgräber & Steinhoff

Die Wurzeln der Schuhfabrik Landgräber liegen in der Firma Landgräber & Steinhoff. Diese wurde 1898 von Heinrich Landgräber und Heinrich Steinhoff gegründet. Heinrich Steinhoff war zugleich mit der späteren Schuhfabrik Steinhoff verbunden.[1]

Der Standort der Firma Landgräber & Steinhoff befand sich an der Weberstraße 1. Das Unternehmen bestand bis 1908.[1]

Landgräber & Probst

1908 wurde Heinrich Steinhoff als Teilhaber durch Wilhelm Probst ersetzt. Dadurch entstand kurzfristig die Firma Landgräber & Probst.[1]

Diese Zwischenphase dauerte nur kurze Zeit. Noch im selben Jahr entschloss sich Heinrich Landgräber, allein weiterzuproduzieren.[1]

Eigenständige Schuhfabrik Landgräber

Seit 1908 bestand die Firma als Schuhfabrik Landgräber an der Nordenmauer 28. Sie wurde von Heinrich Landgräber geführt.[1]

Die Firma wird in der Übersicht der Ahlener Schuhfabriken als eigenständiger Betrieb für die Jahre 1908 bis 1938 geführt. Damit gehörte sie zu den länger bestehenden kleineren Betrieben der Ahlener Schuhindustrie.[1]

Standort

Die Schuhfabrik Landgräber befand sich an der Nordenmauer 28 in Ahlen.[1]

Dieser Standort wurde später auch im Zusammenhang mit der Schuhfabrik Hürkamp erwähnt, die bis zum 20. August 1940 ein Lager an der Nordenmauer 28 nutzte.[1]

Einordnung

Die Schuhfabrik Landgräber steht für die frühe Ausbreitung der Schuhindustrie in Ahlen um die Jahrhundertwende. Zusammen mit Betrieben wie der Schuhfabrik Tovar, der Schuhfabrik Steinhoff, der Schuhfabrik Böcker, Schuhfabrik Jütting und Lünhörster & Wibbeke gehörte sie zu jener Generation von Firmen, die den Übergang vom handwerklichen Schuhmacherbetrieb zur industriellen Fertigung markierten.[1]

Die Firma ist außerdem wichtig, weil sie personell mit Heinrich Steinhoff und damit indirekt mit der späteren Entwicklung der Schuhfabrik Steinhoff verbunden war.

Verwandte Firmen

Quellen und Links

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 Rolf Schorfheide: Wie der Aal unter die Sohle kam. Ahlen und seine Schuhindustrie, herausgegeben von der Stadt Ahlen, Ahlen 1996.